110 Millionen Euro für unsere Bäuerinnen und Bauern

Mähdrescher am Feld
Foto: BMLRT / Alexander Haiden

Hohe Betriebsmittelkosten für Energie, Dünger- oder Futtermittel setzen unsere Bäuerinnen und Bauern unter Druck. Die Bundesregierung schnürte daher ein Versorgungssicherungs-Paket mit dem Ziel, bäuerliche Familienbetriebe für die Produktion zu unterstützen.
 

Das mit 110 Millionen Euro dotierte Unterstützungspaket wird als Versorgungssicherungsbeitrag an die heimischen Bäuerinnen und Bauern ausgezahlt.

Der Versorgungssicherungsbeitrag

Dieser Versorgungssicherungsbeitrag bemisst sich aus einer flächenbezogenen und einer tierbezogenen Komponente.

Der tierbezogene Beitrag bemisst sich auf 14 Euro je Großvieheinheit.

Der flächenbezogene Beitrag variiert je nach Flächennutzung:

  • 29,3 Euro pro Hektar Ackerfläche
    • Zuschlag von 22,6 Euro pro Hektar Hackfrüchte, Feldgemüse, Gemüse im Freiland, Gartenbaukulturen, Blumen und Zierpflanzen im Freiland, Erdbeeren
    • Zuschlag von 16,8 Euro pro Hektar Feldfutterbau
  • 82,5 Euro pro Hektar Dauerkulturen (z.B. Wein)
  • 38,6 Euro pro Hektar Mähwiese, -weide mit mindestens zwei Nutzungen
  • 16,2 Euro pro Hektar einmähdige Wiesen und Kulturweiden
  • 5,1 Euro pro Hektar Almen, Bergmähder Hutweiden, Streuwiesen, Grünlandbrache

Der durchschnittliche Versorgungssicherungsbeitrag je Betrieb beträgt rund 1.000 Euro.

Beispielsweise erhält ein Ackerbaubetrieb mit 40 Hektar Ackerfläche und Zuschlag für 5 Hektar Hackfrüchte circa 1.285 Euro. Ein Milchviehbetrieb mit 35 Hektar mehrmähdiger Wiese und 30 Großvieheinheiten Milchkühe erhält 1.771 Euro. Ein Mutterkuhbetrieb mit 10 Hektar mehrmähdiger Wiese, 10 Hektar einmähdiger Wiese und 24 Großvieheinheiten Mutterkühe erhält ca. 885 Euro.

Die Abwicklung

Die abwickelnde Stelle ist die AMA. Um den Versorgungssicherungsbeitrag zu erhalten, müssen Bäuerinnen und Bauern  ihre Flächen und Großvieheinheiten nicht erneut angeben. Der Versorgungssicherungsbeitrag wird anhand des eingereichten Mehrfachantrags für das Jahr 2022 berechnet, in dem die beihilfefähigen Flächen und Großvieheinheiten bereits erfasst sind. Die Antragstellung erfolgt also in Form eines automatisierten Antrages, so bleibt der Verwaltungsaufwand für Bäuerinnen und Bauern gering.

Alle Betriebe, die Flächen in Österreich oder Großvieheinheiten in der Tierliste/Rinderdatenbank gemeldet haben, erhalten eine Zahlung und zwar unabhängig von der Betriebsart. Förderfähig sind alle Betriebe, die innerhalb der Meldefrist bis inklusive 09.06.2022 einen Mehrfachantrag abgegeben haben. Die erforderlichen Kontrollen sind mit den bestehenden Kontrollen der AMA abgedeckt. Die Auszahlung des Versorgungssicherungsbeitrages an die Landwirtinnen und Landwirte wird Ende 2022 erfolgen.