Die landwirtschaftliche Bodenkarte eBOD

Sujet Bodenkarte
Foto: BMLRT

Die digitale Bodenkarte eBOD unterstützt alle, die in ihrer Arbeit mit Boden zu tun haben, und hilft ihnen bei Entscheidungen. Sie ist eine wichtige Basis für die Landwirtschaft, aber auch für Raumordnung und Forschung.

Beschäftigung mit den Böden ist entscheidend

Das Thema Bodenschutz hat in den letzten Jahren sowohl national als auch international immer mehr an Bedeutung gewonnen. Die landwirtschaftlichen Böden sind mehrfach gefährdet, einerseits durch den hohen Bodenverbrauch andererseits zeigt auch der Klimawandel durch Extremwetterereignisse wie Dürren und Überschwemmungen bereits spürbare Auswirkungen. Die größte Herausforderung ist daher national ebenso wie auf globaler Ebene die Sicherstellung der Ernährung der Bevölkerung, vor allem angesichts der Tatsache, dass fruchtbarer Boden nicht vermehrt werden kann. Umso wichtiger ist es, dass Forschung, Politik und Beratung Hand in Hand arbeiten, um die Herausforderungen meistern zu können. Eine intensive Auseinandersetzung mit dem Thema Boden ist daher wichtig, um unsere Produktionsgrundlage „Boden“ auch für die Zukunft ausreichend und bestmöglich zu erhalten.

Digitale Bodenkarte ist wichtige Basis

Eine gute Bodenkarte ist wichtig als Basis für die Landwirtschaft, aber auch für Forschung und Raumordnung. Die Landwirtschaftliche Bodenkarte des Bundesforschungszentrums für Wald steht nun in überarbeiteter, digitalisierter Form zur Verfügung. Sie hilft in einer modernen und benutzerfreundlichen Form allen, die in Ihrer Arbeit mit Boden zu tun haben, und unterstützt ihre Entscheidungen. Durch die Digitalisierung ist es noch besser möglich, auf die speziellen Eigenschaften der Böden sowohl in der Bewirtschaftung als auch in der Beratung einzugehen. Durch aufwendige Parametrisierung wurde die Bodenkarte zu einem der zurzeit modernesten digital vorliegenden Bodeninformationssysteme weiterentwickelt und benutzerfreundlich ausgebaut. In Verbindung mit der neuen Web-Gis-Applikation lassen sich alle diese Informationen auf jedem internetfähigen Gerät ganz unkompliziert und ohne Software-Installation nutzen.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass seitens des Fachpublikums ein hohes Interesse an der neuen Bodenkarte besteht und somit zu hoffen ist, dass diese hoch informative und leicht zu bedienende Karte zukünftig in den verschiedensten Bereichen noch stärker als bisher im Sinne eines nachhaltigen Umgangs mit der Ressource Boden zum Einsatz kommen wird.

Vorstellung der Bodenkarte

Am 9. Jänner 2019 wurde im Gobelinsaal durch das Ministerium (damals BMNT) und das Bundesforschungszentrum für Wald die neue digitale Landwirtschaftliche Bodenkarte und deren Anwendungsmöglichkeiten ausführlich vorgestellt. Das Interesse an der Veranstaltung und somit am Einsatz der neuen Karte war nicht nur seitens des Landwirtschaftssektors sehr groß. Der Saal war bis auf den letzten Platz gefüllt.

Ziel der Veranstaltung war es, all jenen, die mit Boden zu tun haben, die Landwirtschaftliche Bodenkarte in ihrer neu überarbeiteten, modernen und benutzerfreundlichen Form als wertvolles Instrument für deren Arbeit und Entscheidungen näherzubringen.

Bereits in den einleitenden Worten wurde die Notwendigkeit einer guten Bodenkarte nicht nur als Grundlage für die landwirtschaftliche Praxis, sondern beispielsweise auch für die Forschung und die Raumordnung betont. Danach erfolgte die Präsentation der neuen Bodenkarte im Rahmen einer Live-Präsentation. Anschließend wurden beispielhaft die Einsatzmöglichkeiten der Bodenkarte für die landwirtschaftliche Beratung, die Forschung (Erosion und Bodenkohlenstoffgehalt) und für die Raumplanung dargestellt. Abschließend war noch Zeit für Fragen und Anregungen an die Vortragenden.

Anfang Oktober wurden die zwei neuen Themenkarten „Nitratrückhaltevermögen“ und „Nutzbare Feldkapazität“ in die landwirtschaftlichen Bodenkarte eingebunden. Die beiden Karten stehen nun unter https://bodenkarte.at im Menüpunkt „Kartensteuerung“ zur Verfügung. Die Inhalte wurden vom Institut für Kulturtechnik und Bodenwasserhaushalt des Bundesamtes für Wasserwirtschaft (BAW-IKT) erstellt.

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