Hydrographische Übersicht Österreichs – November 2020

Raureif im Wienerwald
Foto: BMLRT / Reinhold Godina

Ein goldener Herbst in den Bergen und relativ kühles Nebelwetter im Flachland. Auf den niederschlagsreichen Oktober folgte ein in allen Regionen zu trockener November. In den Tälern entsprach die Temperatur der Jahreszeit, auf den Bergen hingegen war es sonnig und überdurchschnittlich warm.

Sonnig und warm in den Bergen, nebelig trüb im östlichen Flach- und Hügelland.

In den Tälern und im südöstlichen Flach- und Hügelland blieb es relativ kühl bei einer für den November durchschnittlichen Sonnenscheindauer. In den Bergen hingegen war es für die Jahreszeit deutlich zu warm, dazu schien die Sonne überdurchschnittlich oft.

Beständiges Hochdruckwetter blockierte den Zustrom feuchter Luft, es regnete wenig.

Auf den relativ feuchten Oktober folgte ein in allen Regionen Österreichs trockener, niederschlagsarmer November. Eine Tiefdruckentwicklung über Mitteleuropa blieb aus, der beständige Hochdruckeinfluss verhinderte die Anströmung feuchter Luft aus Nordwest oder Süd. Die auf die Fläche Österreichs gemittelte Monatsniederschlagssumme erreichte nur ein Viertel der vieljährigen Vergleichsperiode. Trockener war es in den letzten 20 Jahren nur im November 2011, als es in ganz Österreich fast überhaupt nicht regnete.

Der Abfluss profitierte vom niederschlagsreichen Oktober, Hochwasser gab es keines.

Auf Grund des fehlenden Niederschlags in ganz Österreichs zeigen alle Pegel dieser Charakteristik einen ähnlichen Verlauf der täglichen Abflussdaten im November. Überdurchschnittlich hohe Abflüsse zu Monatsbeginn und je nach Ausgangslage eine Absenkkurve auf den Mittelwert oder deutlich darunter. Die Abflüsse vieler Pegel reduzierten sich bis zum Monatsende auf ein Niederwasserniveau. Die mittlere monatliche Abflussfracht im November wurde nur durch den Niederschlag im Oktober auf einem mittleren Niveau gehalten. Ganz im Osten an der Thaya im Waldviertel, an der March und an der Leitha wurde trotz wenig Niederschlag die 1,5- bis 2-fache Abflussfracht für den November erreicht.

Grundwasser, anfangs noch steigende, danach absinkende Verhältnisse.

Im November sank das Grundwasser in Österreich überwiegend ab. In einigen Gebieten wurden Anfang des Monats noch etwas steigende oder gleichbleibende Grundwasserstände beobachtet bevor die sinkenden Verhältnissen eintraten. In einigen langsam reagierenden Grundwassergebieten in Kärnten, in Oberösterreich, Niederösterreich und im Nordburgenland dauerte der Anstieg länger an, teilweise auch den ganzen November.

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