Bericht „30 Jahre bundesweit einheitliches Gewässergütemonitoring“

Gössering; Wasserüberflossene Steine im Bachbett
Foto: BMLRT / Rudolf Philippitsch

Ein Jubiläumsbericht gibt Einblicke in die Entwicklung und Gestaltung des Gewässergütemonitorings, das eine wichtige Grundlage für den vorsorgenden Gewässer- und Umweltschutz in Österreich darstellt.

Bericht

Das österreichische Gewässermonitoring dient der Erhebung des Zustands unserer Gewässer und hat sich als umfassendes, flächendeckendes Überwachungs- und Untersuchungsprogramm bewährt. Es ist ein flexibles System, dessen Anfänge in die 1960er Jahre zurückreichen. Es wird seit mittlerweile 30 Jahren nach bundesweit einheitlichen Regeln organisiert und abgewickelt. Es steht im Dienste der Öffentlichkeit und wird laufend an neue Anforderungen und Fragestellungen angepasst und optimiert.

Das Ziel der Bestrebungen ist, der Bevölkerung Grundwasser in ausreichender Menge und Trinkwasserqualität zur Verfügung zu stellen. Flüsse, Bäche und Seen sollen in einem möglichst naturnahen Zustand als Lebens- und Erholungsraum für Mensch und Tier gesichert werden.

Das Monitoring liefert wesentliche Grundlagen für die wasserwirtschaftliche Planung und ist ein fester Bestandteil des jeweiligen Nationalen Gewässerbewirtschaftungsplans (NGP). Die Messergebnisse dienen der Feststellung und Kontrolle des chemischen und ökologischen Zustandes der heimischen Gewässer, sie liefern Grundlagen für das frühzeitige Erkennen von Belastungen und, im Falle von Zustandsverfehlungen, für die Ableitung geeigneter Maßnahmen zu Verbesserung. Auch ermöglicht es Erfolgskontrollen von bereits gesetzten Schutzmaßnahmen.

Das Monitoringprogramm wird regelmäßig und nach einheitlichen Vorgaben durchgeführt. Die Messstellen- und Parameterauswahl, der Beobachtungsumfang und die Beobachtungsfrequenz sind in der Gewässerzustandsüberwachungsverordnung geregelt. Alle Arbeiten erfolgen in enger Abstimmung zwischen dem Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus (BMLRT) und den Ämtern der neun Landesregierungen und mit der fachlichen Unterstützung des Umweltbundesamts.

Sondermessprogramme und Forschungsprojekte ergänzen die regulären Untersuchungen, wodurch notwendige Grundlagen geschaffen werden, um Überwachungs- und Untersuchungsprogramme auch an neu hinzukommende Anforderungen und Fragestellungen anpassen zu können.

Monitoringergebnisse sind über die „H2OFachdatenbank“ bzw. das „Wasserinformationssystem Austria“ öffentlich zugänglich. Im Rahmen der nationalen Gewässerbewirtschaftungspläne werden verschiedene Themen auch in Form von Karten über eine WebGIS Anwendung zur Verfügung gestellt.

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