Weltflusstag 2021

Donau bei Weißenkirchen
Foto: BMLRT / Alexander Haiden

Der Weltflusstag findet jedes Jahr am letzten Sonntag im September statt. Heuer wird er am 26. September gefeiert und ist der Bewahrung und Pflege der Flüsse und Bäche gewidmet. Seinen Ursprung hatte der Weltflusstag 1980 in Kanada bei einer Flussreinigungsaktion.

Entstehung Weltflusstag

Begonnen hat der Weltflusstag 1980 in Kanada, als eine Flussreinigungsaktion auf so viel Begeisterung stieß, dass sie zu einem jährlichen Event wurde. 2005 rief die UNO das Jahrzehnt „Water For Life“ aus und machte das kanadische Event zu einem Symbol der Bewegung. Seither wird dieser Aktionstag „World Rivers Day“ genannt.

Flüsse in Österreich

In Österreich gibt es 2.194 Fließgewässer, welche insgesamt rund 100.000 Kilometer lang sind. Das bedeutet, mit dem österreichischen Fließgewässernetz könnte man 2,5 Mal die Erde umrunden. Die Donau ist der wichtigste Fluss Österreichs und zugleich der internationalste Fluss der Welt: Sie durchquert auf ihrem Weg vom Schwarzwald ins Schwarze Meer ganze zehn Länder. Fast alle Flüsse Österreichs entwässern in der Donau.

Die 5 längsten Flüsse Österreichs sind (mit Flusskilometern in Österreich):
Donau: 350 km
Mur: 348 km
Inn: 280 km
Drau: 261 km
Enns: 254 km

Flüsse sind unsere Lebensadern

Flüsse und Bäche durchziehen unser Land wie Lebensadern und prägen entscheidend die Landschaft. Sie sind Transportwege, Lebensraum für Pflanzen und Tiere, Erholungsraum für den Menschen und durch unsere Wasserkraftwerke auch Energielieferanten. Österreich setzt verschiedene Maßnahmen zum Schutz der heimischen Gewässer und zur Ökologisierung. Sie reichen von Fischaufstiegshilfen über die Vernetzung und Verbreiterung von Flüssen bis hin zum Schutz bedrohter Tier- und Pflanzenarten.

Klimawandel: Gefahr für Flussbewohner

Weltweit sieht die Situation aber nicht so positiv aus: In sehr viele Fließgewässer werden immer noch unkontrolliert Abwässer eingeleitet. Diese Verschmutzung schädigt in vielen Ländern die Wasserqualität und die damit verbundene Flora und Fauna. Zusätzlich haben die steigenden Temperaturen aufgrund des Klimawandels enorme Auswirkung. Ein Beispiel ist das Abschmelzen der Gletscher: Gletscher geben ihr Wasser nur während der Sommerzeit, wenn es sehr warm ist und der Schnee teilweise schmilzt, an die Flüsse weiter. Das trifft sich mit jenem Zeitpunkt, an dem andere Wasserquellen versiegen oder aufgrund von Hitze oder fehlendem Niederschlag abnehmen. Damit verhindern Gletscher, dass im Sommer der Wasserstand der Flüsse zu stark absinkt und die Temperaturen in den Gewässern zu stark ansteigen. Wenn die Gletscher schmelzen und immer weniger Wasser an die Flüsse abgeben können, hat das unmittelbare Auswirkungen auf die Lebewesen im Wasser, aber auch auf die Energieversorgung durch Wasserkraftwerke.