Hochwasserschutz Kehrbach

im Hintergrund neu errichtetes Rueckhaltebecken, ein parallel laufendes Gerinne mit Wasser und die Flaechen mit teils zartem Bewuchs und grossteils Erdboden
Foto: BWV OÖ

Starkregenereignisse führten immer wieder zu Hochwässern am Kehrbach. Hochwasserschutzmaßnahmen sollen die Bevölkerung und das Siedlungsgebiet vor Hochwasser schützen.

In den vergangenen Jahren ist es am Kehrbach nach Starkregenereignissen wiederholt zu Hochwässern gekommen. Dabei wurden Wohnobjekte, Gewerbebetriebe und die Bahnstrecke Wels-Passau überflutet.

Vom Gewässerbezirk Grieskirchen wurde als Bundeswasserbauverwaltung eine Gefahrenzonenplanung durchgeführt und in Zusammenarbeit mit dem Wasserverband Trattnachtal und den Mitgliedsgemeinden Grieskirchen und Schlüßlberg ein Hochwasserschutzkonzept erstellt.

Das derzeit im Bau befindliche Projekt umfasst die Errichtung eines Rückhaltebeckens und einer Einstaufläche im Nebenschluss zum Kehrbach. Weiter auf einer Länge von einem Kilometer werden Hochwasserschutzmauern errichtet. Eine Aufweitung des Kehrbaches sowie eine ökologische Verbesserung der Mündung in die Trattnach sorgen das Wasserorganismen wieder in das Gewässer einwandern können. Besonderes Augenmerk liegt auf der Gestaltung des Rückhaltebeckens. Hier soll, nach den Bauarbeiten, eine entsprechende ökologische Begleitplanung einen wertvoller Naturraum wiederherstellen.

Durch die Hochwasserschutzmaßnahmen werden 13 Objekte sowie die betroffene Infrastruktur (Landesstraße, ÖBB, Leitungen etc.) geschützt. Die Baukosten belaufen sich auf Euro 1,9 Millionen Euro. Vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus werde 46,4 %, d.s. 881.600 Euro übernommen.

Mit den Bauarbeiten wurde 2020 begonnen. Die gesamte Bauzeit wird ca. 18 Monate betragen.