Hochwasserschutz Bad Hofgastein, Gasteiner Ache

gebirgiges Landschaftsbild mit Siedlungsbereich wo dem Fluss Land zurueck gegeben werden soll
Foto: BMLRT / Gerhard Schwach

In den vergangenen Jahren war die Gemeinde Bad Hofgastein immer wieder von Murrabgängen und schweren Überflutungen betroffen. 269 Objekten sollen durch das Großprojekt der Bundeswasserbauverwaltung zukünftig besser gegen Hochwasser geschützt werden.

Für den Bereich der Gasteiner Ache von Fluss km 13,0 bis Fluss km 20,0 wurde aufgrund der immanenten Hochwassergefahr ein Projekt zum Schutz von bebauten Siedlungsflächen ausgearbeitet. Wesentliche Bestandteile des Projektes stellen die Errichtung eines Rückhaltebeckens mit einem Fassungsvermögen von rd. 540.000 m³, die Errichtung eines Nebenarms der Gasteiner Ache und eine insgesamt rund 2 km lange Aufweitungsstrecke dar.

Insbesondere das geplante Rückhaltebecken führt dazu, dass die Wasserspiegellagen im Vergleich zum Ist-Zustand maßgeblich absinken und lineare Schutzmaßnahmen im Ortskern dadurch deutlich geringer ausfallen können.

Neben den linearen Hochwasserschutzmaßnahmen sind auch Aufweitungen der Gasteiner Ache zur Verbesserung der gewässerökologischen Funktionsfähigkeit geplant.

Insgesamt trägt das gegenständliche Projekt damit nicht nur zur deutlichen Verbesserung des Hochwasserschutzes bei, sondern leistet einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung des gewässerökologischen Zustandes und schafft auf weite Strecken neue Lebensräume für Mensch und Natur.

Die Gesamtkosten des Hochwasserschutzprojektes belaufen sich auf 21,800.000 Euro. Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus übernimmt davon 10,420.000 Euro.

Das Hochwasserschutzprojekt soll nach vier Jahren Bauzeit im Jahr 2024 abgeschlossen sein.