Zukunftsplattform Wasser

Auf dem Foto sind Sitzungsteilnehmer der Zukunftsplattform Wasser zu sehen
Foto: Paul Gruber

Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus hatte am 2. März 2022 Vertreterinnen und Vertreter der Bundesländer sowie wasserrelevanter Sektoren zur ersten Sitzung der Zukunftsplattform Wasser eingeladen.

Im Zentrum stand die Frage einer nachhaltigen Nutzung der wertvollen Wasserressourcen in Österreich. Ziel der Veranstaltung war es, in Dialog zu treten und gemeinsam über bestehende und künftige Herausforderungen bei der Bewirtschaftung der österreichischen Wasserressourcen zu diskutieren.

Ausgangsbasis der Diskussion war die seitens des BMLRT beauftragte und Ende letzten Jahres veröffentlichte Studie "Wasserschatz Österreichs". Mit der Studie liegt eine in diesem Umfang bisher nicht dagewesene Analyse der verfügbaren Grundwasserressourcen, der Wassernutzungen sowie deren Entwicklungen bis 2050 vor. Auswirkungen des Klimawandels sind in allen wasserabhängigen Sektoren - allen voran der Landwirtschaft - schon sehr deutlich zu spüren. Wetterextreme wie längere Trockenperioden, Hitzewellen aber auch Starkregen spielen dabei eine große Rolle. In einigen Regionen ist ein Rückgang der Grundwasserressourcen bei gleichzeitig steigendem Wasserbedarf möglich. Demnach wird der Nutzungsdruck der Grundwasservorkommen, vor allem in den östlichen Regionen unseres Landes, in den nächsten 30 Jahren stark steigen. Potenzielle Nutzungskonflikte sind absehbar.

Insofern stieß die Initiative des BMLRT auf großes Interesse. Bundesministerin Elisabeth Köstinger betonte: "Österreichs Wasserwirtschaft ist hervorragend aufgestellt und ich danke allen, die mit ihrer täglichen Arbeit dazu beitragen, dass wir Wasser für möglichst viele Nutzungen ausreichend und in guter Qualität rund um die Uhr zur Verfügung haben. Es ist mir ein großes Anliegen, dass auch in Zukunft die Bedürfnisse aller Wassernutzungen bestmöglich abgedeckt werden können. Deshalb müssen wir uns einerseits mit aller Kraft im Kampf gegen den Klimawandel engagieren und andererseits mit Blick auf die Auswirkungen notwendige Anpassungsmaßnahmen - auch in der Wasserwirtschaft - diskutieren". In ihren Wortmeldungen gingen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ihrer Sicht auf die Herausforderungen zur Abdeckung des künftigen Wasserbedarfs ein. Außer Frage stand dabei bei allen Stellungnahmen die Notwendigkeit eines achtsamen Umgangs mit den Wasserreserven und der Sicherung unseres Wasserschatzes für kommende Generationen.

Mit dem ersten Treffen der Zukunftsplattform Wasser wurde der Auftakt eines breiten Meinungsbildungs- und Diskussionsprozesses geschaffen. Der Fokus liegt dabei auf Wassermengenfragen und der Blick ist in die Zukunft gerichtet. In Folgeveranstaltungen sollen aufbauend auf dieser Diskussion mögliche Handlungsempfehlungen für die jeweiligen Verantwortungsbereiche formuliert werden.

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