Wasserschatz Österreichs - Grundlagen für nachhaltige Nutzungen des Grundwassers

Das Bild zeigt eine Karstquelle der Gailtaler Alpen in Jadersdorf
Foto: Rudolf Philippitsch

Wasser in ausreichender Qualität und Menge ist essentiell für die Versorgung der österreichischen Bevölkerung mit hochwertigem Trinkwasser, für die Ernährungssouveränität durch Sicherstellung der landwirtschaftlichen Produktion und für den Wirtschaftsstandort Österreich. Voraussetzung dafür ist die nachhaltige Nutzung und Bewirtschaftung der Grundwasserressourcen unter Berücksichtigung des Klimawandels.

Österreich ist ein wasserreiches Land, die Grund­wasserressourcen sind jedoch unterschiedlich verteilt. Trockenperioden in den letzten Jahren führten regional und saisonal vereinzelt zu Engpässen.
Durch die Auswirkungen des Klimawandels, wie Niederschlagsänderungen, Temperaturanstieg oder erhöhte Verdunstung, können derartige Gegebenheiten zukünftig vermehrt auftreten.

Mit dem Projekt „Wasserschatz Österreichs“ hat das BMLRT ergänzend zum Nationalen Gewässerbewirtschaftungsplan (NGP) die Erarbeitung detaillierter Fachgrundlagen für die sektorale Planung und für Vorsorgemaßnahmen beauftragt.

Zentrale Fragestellungen:

  • Wie groß sind die nutzbaren Grundwasserressourcen – d. h. wie viel Grundwasser kann langfristig entnommen werden, so dass keine nachteiligen Auswirkungen entstehen?
  • Wie groß ist der Wasserbedarf für Trinkwasserversorgung, Industrie, Gewerbe und Landwirtschaft?
  • Wie sieht das Verhältnis zwischen Wasserbedarf und verfügbaren Grundwasserressourcen, also der Ausnutzungsgrad, jetzt und zukünftig aus?

Herangehensweise:

  • Die Fragestellungen werden in Kooperation des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus, den Ländern und Interessensvertretungen erarbeitet.
  • Projektpartner sind Umweltbundesamt GmbH, Universität für Bodenkultur, Technisches Büro Holler

Ergebnisse:

  • Regionale Darstellung der aktuellen Situation von Wasserbedarf und Grundwasserressourcen
  • Szenarien für das Jahr 2050 (unter Berücksichtigung von potenziellen Auswirkungen des Klimawandels)
  • Analyse der Hitze- und Trockenperioden der jüngeren Vergangenheit
  • Methodik für regelmäßige Aktualisierung der Wasserentnahmedaten
  • Informationsbroschüre und Methodik-Band

Laufzeit des Projekts: Oktober 2019 – Sommer 2021

Über die Projektergebnisse wird das Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus ausführlich berichten.