die.wildbach - Fachzentren und Zentrale Dienste

Österreichkarte der Fachzentren und Zentralen Dienste der Wildbach- und Lawinenverbauung
Foto: die.wildbach / Thomas Feda

In der Wildbach- und Lawinenverbauung gibt es vier Fachzentren. Alle Fachzentren unterstehen direkt dem Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus.

Struktur der Wildbach- und Lawinenverbauung

Die Wildbach- und Lawinenverbauung (WLV) versteht sich als wissensgestützte Organisation des Bundes. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter definieren ihren Status über hohe Kompetenz und spezialisierten Sachverstand. Planungen, Gutachten und Maßnahmen der WLV haben einen besonders hohen Qualitätsstandard zu erfüllen, wie dies beispielsweise für den gesetzlich geregelten Gefahrenzonenplan oder für die aus meist öffentlichen Mitteln bzw. Mitteln der Schutzwassergenossenschaften errichteten Schutzbauwerke gilt.

Die größte Herausforderung der Institution besteht darin, in einer dezentralen Struktur mit 28 Dienststellen und jährlich bis zu 1.000 Baufeldern allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern das erforderlich Wissen am „Stand der Technik“ zur Verfügung zu stellen und für die laufende Wissensvermittlung und Ausbildung Sorge zu tragen. Wenn sich die Institution daher als Innovations- und Standardsetzer versteht, ist es unverzichtbar, an der Entwicklung des „Standes der Technik“ maßgeblich mitzuwirken, in nationalen und internationalen Fachnetzwerken eingebunden zu sein und in Innovation und Technologie zu investieren. Diese Grundsätze gelten in besonderem Maße für Institutionen, die einen Beitrag zur Sicherheit und Daseinsvorsorge der Menschen leisten.

Aus diesen Gründen wurden spezielle Fachzentren (FZ) und Zentrale Dienste (ZD) der WLV etabliert, um eine effektive und gleichzeitig ressourcenschonende Weiterentwicklung der fachlichen und IT-relevanten Aufgaben innerhalb der WLV zu ermöglichen.

Fachzentren

Derzeit sind in der Wildbach- und Lawinenverbauung vier strategische Fachzentren eingerichtet:

Die Kernaufgaben der Fachzentren sind:

  • Erhaltung und Weiterentwicklung des „Standes der Technik“
  • Wissensvermittlung und Wissensbereitstellung, Mitwirkung in der Aus- und Weiterbildung
  • Standardisierung und Qualitätssicherung; Erstellung von Richtlinien, Leitfäden und Praxisanleitungen
  • Beratung und Erbringung von Fachdienstleistungen für die Dienststellen der WLV (intern)
  • Innovations- und Entwicklungsleistungen in Kooperation mit externen Wissenschafts- und Technologiepartnern
  • Repräsentation der Fachkompetenz der WLV nach außen

Aus organisatorischer Sicht sind die Fachzentren der WLV am Sitz der Standortdienststelle eingerichtet. Sie agieren als Expertenteams mit Spezialisierung für einen oder mehrere Fachbereiche. Die interne Struktur der Fachzentren richtet sich nach den fachlichen Anforderungen und verfügbaren Personal- und Sachressourcen. Die Fachzentren treten nach Außen als Einheit auf (Ressourcenplanung, Kommunikation, Berichtswesen). Die Fachzentren sind keine eigenen Dienststellen im Sinne des § 102 ForstG.

Jedes Fachzentrum verfügt über ein eigenes, dienststellenübergreifendes Fachnetzwerk von weiteren Expertinnen und Experten („Brückenköpfe“), die von den Sektionen je nach Umfang des Bedarfs nominiert werden.

Das Experten-Team der Fachnetzwerke wirken primär als Ansprechpersonen, Wissensmultiplikatoren und Berater im Bereich der eigenen Sektion. Die Übernahme von Aufgaben in anderen Sektionen ist im Rahmen der verfügbaren Zeitressourcen zulässig. Dieses Fachnetzwerk kann nach Bedarf laufend angepasst werden. Es ist nicht zwingend erforderlich, dass alle Sektionen in den Fachnetzwerken repräsentiert sind, wenn eine dienststellenübergreifende Betreuung gewährleistet ist.

Zentrale Dienste der Wildbach- und Lawinenverbauung

Zentrale Dienste erbringen konzentriert Leistungen für den gesamten Dienstbetrieb. Diese werden derzeit in den Bereichen Rechtsberatung, Vergabe von Lieferungen- und Leistungen, Digitale Infrastruktur, Zentrale Lohnverrechnung sowie Kommunikation/Öffentlichkeitsarbeit angeboten.