Niederösterreich: Startschuss für das generelle Projekt Pyhra Wildbäche

Gruppenfoto am Baufeld
Foto: BMLRT / Christian Lendl

Am 11. Juni 2021 fand in der Marktgemeinde Pyhra die Besichtigung des Projektgebietes "Heuberggraben" bei der Landwirtschaftlichen Fachschule Pyhra statt.

Bundesministerin Elisabeth Köstinger begrüßte die Vertreterin des Landes Niederösterreich, Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister, den Bürgermeister Günther Schaubach,
den Direktor der Landwirtschaftlichen Fachschule (LFS) Pyhra Josef Sieder sowie Sektionsleiter Christian Amberger und Gebietsbauleiter Eduard Kotzmaier von der Wildbach- und Lawinenverbauung (WLV).

Schutzprojekt Pyhras Wildbäche

Die Marktgemeinde Pyhra strebte gleich nach den letzten Hochwässern (2016, 2017) und aufgrund des neuen Gefahrenzonenplanes eine umfassende schutzwasserbauliche Lösung für das Gemeindegebiet an. 

Mit diesem generellen Projekt mit einem Investitionsvolumen von 4,7 Mio. Euro  werden gefährdete Siedlungen und Infrastrukturen geschützt.  Auch hier am Heuberggraben kam es zu erheblichen Hochwasserschäden. Mit einem überschaubarem Mitteleinsatz kann die Gefahrenzone am Schulareal massiv zurückgenommen werden. Die Schule wird gerade zu einem modernen Bildungszentrum ausgebaut, der aufgelassene LFS Standort Sooß bei Baden wird in die Schule in Pyhra integriert. Derzeit werden gerade das neue Internatsgebäude, Praxisräume, neue Klassenräume und die Lehrküche errichtet.

Zum nachhaltigen Schutz wurde ein Geschiebe- und Wildholzrückhaltebecken mit einem Volumen von 1.500m³ errichtet. Weiters wurde das bestehende Gerinne ausgeweitet, die Brücken, der Güterweg und die Wasserentnahme in den Fischteich wurden angepasst. Für diese Maßnahmen wurden rund 400.000 Euro investiert, davon trägt 60% die Republik Österreich, 15% das Land Niederösterreich und 25% die Marktgemeinde Pyhra.

Derzeit wird an einem Zubringer zur Perschling in der Ortschaft Wald die Gerinneregulierung durchgeführt. Dort wird mit einem Investitionsvolumen von rund 250.000 Euro die Errichtung einer Geschiebe- und Wildholzretention, die Vergrößerung der Durchlässe, sowie ein ergänzender linearer mit Grobsteinschlichtung gesicherter Gerinneausbau durchgeführt.

Zur weiteren Umsetzung werden in den nächsten Jahren (2020 – 2027) konkrete Detailprojekte ausgearbeitet.

Jährlich werden von der Wildbach- und Lawinenverbauung in Niederösterreich rund 80 Projekte zum Schutz vor Naturgefahren umgesetzt und ein jährliches Bauvolumen von rund 12 Mio. Euro an Bundesmitteln investiert.