Wärme und Energie aus Holz

Pellets
Foto: BMLRT / Alexander Haiden

Holz leistet als CO2-neutraler, nachwachsender Energieträger einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und zur Unabhängigkeit von fossilen Energien. Wesentliche Voraussetzung beim Heizen mit Holz ist das schadstoffarme Verbrennen.

Waldland Österreich

Mit einer Waldfläche von rund 48 % ist Österreich ein waldreiches Land. Jedes Jahr wächst in Österreich mehr nach, als wir nutzen, mit diesem "Überschuss" an Holz könnten rund 105.000 zusätzliche Einfamilienhäuser gebaut werden. Die Wertschöpfungskette Holz mit der stofflichen und energetischen Verwendung von Holz ist nicht nur für die Erreichung der Klimaziele von besonderer Bedeutung, sondern sichert auch Einkommen und Arbeitsplätze in unseren Regionen.

Der Klimawandel und seine Auswirkungen stellen den Wald und seine Bewirtschafterinnen und Bewirtschafter allerdings vor große Herausforderungen. Eine Hauptursache des Klimawandels ist die Freisetzung von fossilem CO2, welches reduziert werden muss. Ein besonderer Fokus ist daher auf das Substitutionspotential von klimaschädlichen Produkten durch nachhaltige Holzprodukte zu legen. Durch die Verwendung von Holz können CO2-intensive Stoffe ersetzt werden und in Holzprodukten gleichzeitig CO2 gespeichert werden. Insbesondere der Holzbau kann so einen aktiven Beitrag zu einem zukunftsfitten und klimafreundlichen Bausektor leisten.

Holz als Energieträger

Biomasse, gewonnen aus Reststoffen und Nebenprodukten der Forstwirtschaft, der Holzverarbeitung sowie der Papier- und Zellstoffproduktion, ist ein nachhaltiges Mittel zur Sicherstellung einer klimafreundlichen Energieversorgung. Bei der energetischen Nutzung von Holz wird nur so viel Kohlendioxid freigesetzt, wie der Baum zuvor der Atmosphäre entzogen hat. Lediglich für die Gewinnung, Verarbeitung und den Transport werden geringe zusätzliche Mengen CO2 freigesetzt.

Bei fossilen Brennstoffen aber wird in kurzer Zeit Kohlendioxid freigesetzt, das vor Jahrmillionen über lange Zeiträume gespeichert wurde und jetzt den Treibhauseffekt verstärkt. Holz als nachwachsender Rohstoff fördert die Unabhängigkeit von fossilen Energien und bietet Chancen für eine dezentrale Energieversorgung.

Richtig Heizen

Das richtige Heizen in geeigneten Anlagen ist wichtig, da es sonst zum Ausstoß von Schadstoffen kommt. So führen beim Heizen mit Holz veraltete Öfen, schlechte Wartung, falsche Bedienung und das Mitverbrennen von Abfällen zu beträchtlichen Schadstoffemissionen. Die richtige Verwendung von Holz als Brennstoff ist aus Sicht des Umweltschutzes sehr positiv zu bewerten.

Zu beachten

  • Der richtige Brennstoff: trockenes Holz, Pellets oder Holzbriketts
  • Richtiges Anheizen: damit die bei der Erhitzung von Holz entstehenden Gase durch die heißen Flammen geführt werden
  • Der richtige Ofen

Die Wälder nachhaltig zu nutzen und damit fossile Energien (über Produkte mit geringerem CO2-Fußabdruck oder direkt) zu ersetzen, ist die effektivste Methode zum Klimaschutz. Zu diesem Schluss ist ein Konsortium der Universität für Bodenkultur, des Österreichischen Umweltbundesamtes und der Bundesforschungszentrum für Wald in Rahmen des mehrjährigen Forschungsprojektes CAREFORPARIS gekommen.

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