7. Jahresbilanz des Forst & Jagd Dialogs - Abschussplanung und Wildmanagement

Wildlebensraum Wald
Foto: BMLRT

Die 7. Jahresbilanz umfasst Empfehlungen zur Optimierung der Abschussplanungen in Österreich, Empfehlungen für das mit den forstlichen Zielsetzungen abgestimmte Wildmanagement auf nach Katastrophen wieder zu bewaldenden Flächen und den Arbeitsauftrag für die Entwicklung von Empfehlungen für Überwinterungskonzepte für Wildtiere.

Die bisherigen Jahresbilanzen zeigen eindrucksvolle und nachhaltig wirksame Ergebnisse und Erfolge des Dialogs. 

Ein ausgewogenes Wald Wild Verhältnis ist nicht nur mit der Erhöhung der Abschusszahlen zu erreichen. Ebenso unerlässlich erscheinen moderne Ausbildungs- und Beratungsinhalte. Die Ergebnisse des Wildeinflussmonitorings (WEM) zeigen nach wie vor noch angespannte Situationen. Diese aber mit Hoffnung gebende Entwicklungstendenzen. Besonderes Augenmerk erfordert der verstärkte Verbesserungsbedarf im Schutzwald.

Die ungewöhnlichen Witterungsbedingungen des Winters 2019/2020 mit den hohen und zum Teil langanhaltenden Schneedecken und das Bemühen des Dialogs zur Erreichung ausgeglichener Wald Wild Verhältnisse in ganz Österreich, wurde zum Anlass genommen, die Arbeitsgruppe 2 des Forst & Jagd Dialoges auf Basis folgender Grundsätze mit der Behandlung des Themas Überwinterungskonzepte für Wildtiere zu beauftragen:

  • Die jagdgesetzlichen Grundlagen regeln die Fütterung in Notzeiten und geben Standards für die Wildtierfütterung vor. Diese sollen auf ihre Praxistauglichkeit überprüft werden.
  • Das Füttern soll unter Beachtung der jagdgesetzlichen Vorschriften grundsätzlich der Entscheidungsfreiheit des jeweiligen Grundeigentümers obliegen, soweit die Walderhaltung im öffentlichen Interesse und im Sinne des Nachbarschutzes gesichert ist.
  • Füttern ist eine verantwortungsvolle Tätigkeit, welche professionelles Wissen erfordert, um mögliche Fütterungsfehler und damit verbundene unerwünschte Auswirkungen auf die Waldbestände zu vermeiden. Dazu sollen vertiefende Informationen ausgearbeitet und Checklisten für die praktische Anwendung entwickelt werden. 
  • Unter Einbindung aller Betroffenen von Beginn an, sollen in den Regionen Überwinterungskonzepte entwickelt werden, die insbesondere die Fütterung und auch die für eine Überwinterung so wichtigen „Ruhezonen“ berücksichtigen. Diesbezügliche Pilotprojekte sollen entsprechend fachlich begleitet werden.
  • Örtliche und überörtliche Fütterungskonzepte sollen Informationen über die Art und Menge der zu fütternden Wildtiere, über die Örtlichkeiten und die Art des Futters beinhalten. Dafür sollen gemeinsame fachliche Einschätzungen über ökonomisch und ökologisch tragfähige Wildstände vorgenommen und entsprechende Empfehlungen entwickelt werden.

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