TranSAFE-Alp

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TranSAFE-Alp zielte auf eine effektive Nutzung der bereits in anderen Interreg Projekten entwickelten, innovativen Entscheidungshilfen beim Aufbau einer integrierten Informations- und Kommunikationsplattform.

Ziel ist die  Koordiniierung der Umsetzung der von Zivilschutzbehörden und Transportunternehmen erarbeiteten Interventionspläne

Sichere und effiziente Verkehrswege über die Alpen sind für das Transportwesen und damit für die Wirtschaft in Europa von großer Bedeutung. Durch die Europäische Integration gewinnt neben dem Ost-West-Verkehr auch die traditionelle Nord-Süd-Achse weiter an Bedeutung. Jährlich queren auf der Straße und auf der Schiene rd. 200 Mio. Tonnen Güter und 100 Mio. Passagiere den Alpenbogen.


Der Schutz der Verkehrswege vor Gefahren ist ein zentrales Anliegen der Alpenanrainerstaaten und der Europäischen Union. Darüber erfordert die nachhaltige Entwicklung des Alpenraumes eine leistungsfähige, umweltfreundliche und sichere Verkehrsinfrastruktur.

Die Verbesserung der transnationalen Zusammenarbeit im Bereich des Verkehrskrisenmanagements, insbesondere nach Unfällen in Tunneln oder nach seltenen, jedoch heftigen Naturereignissen stellt eine besondere Herausforderung für die im Alpenraum tätigen Sicherheits- und Rettungsdienste dar.


TranSAFE-Alp zielt auf eine effektive Nutzung der bereits in anderen Interreg Projekten der Europäischen TerritorealenTerritorialen Zusammenarbeit entwickelten, innovativen Ent-scheidungshilfen beim Aufbau einer integrierten Informations- und Kommunikationsplatt-form zur Koordination der Umsetzung der von Zivilschutzbehörden und Transportunternehmen erarbeiteten Interventionspläne.


Dieses Entscheidungsfindungssystem JITES (Joint Integrated ICT-Technologies for Emergency and Security-Management) wird zukünftig eine Echtzeiterfassung von Daten auf gefährdeten Abschnitten des Transportnetzwerkes im Alpenraum ermöglichen. Die gesammelten Daten werden die Untersuchung von kritischen Szenarien und die Erarbeitung von Interventionsplänen erleichtern. JITES schafft ein innovatives Simulationsumfeld, mit welchem die Effizienz und der Aktualitätsgrad der eingesetzten Verkehrs-, Sicherheits- und Kommunikations-Management-Systeme sowie die Kompatibilität der von den Infrastrukturbetreibern und Katastrophenschutzorganisationen erstellten Notfallplänen getestet werden können.

Das österreichische Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft, Lead Partner der Interreg Projekte MONITOR II und PARAmount, wird die in diesen Projekten gewonnenen Erfahrungen bereitstellen.

Insbesondere wird TranSAFE-Alp von den im Rahmen des Projektes MONITOR II erarbeiteten Verfahren zur Verbesserung der Verknüpfung von Gefahrenzonenkarten und Notfallplänen sowie die darauf aufbauende Bereitstellung von Echtzeitdaten im Notfall profitieren.

Das Projekt PARAmount unterstützt die Verbesserung von Risiko-Managementverfahren, die eine effiziente Planung und Optimierung von infrastrukturspezifischen Maßnahmen zum Schutz der Verkehrswege erleichtern. Darüber hinaus bieten diese Verfahren den verantwortlichen Entscheidungsträgern eine Unterstützung in der Bewältigung von spezifischen Gefahrensituationen.


Erste Ergebnisse

WP (Work Package) 4 – Schwachstellen-Analyse des Alpinen Verkehrsnetzes unter Berücksichtigung von Ergebnissen aus anderen Verkehrsprojekten:


Aufbauend auf dem Datenmaterial des Projektes Alpcheck 2, wurde für das Verkehrsnetz im Alpenraum ein GIS gestütztes Modell mit Anfälligkeits- und Gefährdungsszenarien entwickelt. Demnächst soll ein transnationaler State-of-the-Art Bericht über die Implementierung innovativer IKT-Instrumente und Fahrzeug-Tech-Geräte (Unfallverhütung und Güterverkehr) in den Partnerländern sowie über die Ergebnisse von relevanten ASP / EU-Projekte fertiggestellt werden.

WP (Work Package) 5 - Einrichtung und Umsetzung der JITES Plattform zur fächer- und grenz-überschreitenden Kommunikation und zur gemeinsamen Entscheidungsfindung im Falle eines kritischen Ereignisses:


Die Modellarchitektur des Entscheidungshilfe-Systems JITES wurde bereits erarbeitet und Gefahrenszenarien und angepasste Schnittstellen für Katastrophenschutz und Verkehrs- bzw. Infrastrukturbetreiber definiert. In den nächsten Wochen soll der Prototyp erstellt werden.

Auftaktveranstaltung in Österreich

Bei der Auftaktveranstaltung auf Einladung des Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft, Forstsektion am 24. bis 25. Oktober 2011 in Innsbruck wurden Arbeitsgruppen aufgestellt und detailierten Arbeitsplänen erarbeitet, sowie Meilensteine und Verantwortlichkeiten festgelegt. Mit diesen ersten Maßnahmen wurden die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Projektimplementierung gesetzt.

Arbeitsgruppen:

WP3 – Öffentlichkeitsarbeit
WP4 – Grenzüberschreitende Maßnahmen
WP5 – JITES - Entwicklung und Test
WP6 – Pilot IT Simulation
WP7 – Gemeinsame Verwaltung
WP8 – JITES Evaluierung
 

Weiterführende Informationen

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