OrientGate: Ein strukturiertes Netzwerk zur Integration von Klima-Wissen in Politik und Raumplanung

Orientgate
Foto: Europäische Union

Ziel dieses Projektes ist der Wissenstransfer der Klimaexperten bezüglich des Klimawandels zu den zuständigen politischen Ebenen der jeweiligen Projektpartner aus dem südosteuropäischen Raum.

Um die Auswirkungen des Klimawandels auf die unterschiedlichsten Bereiche (Forst- und Landwirtschaft; Wasserhaushalt in Küstenregionen, Feuchtgebieten und im Zusammenhang mit Wasserkraft; städtische Siedlungsgebiete) abzubilden, werden sechs verschiedene Pilotstudien in Küstengebieten, ländlichen und städtischen Regionen untersucht.

Themenbereich „WALD UND LANDWIRTSCHAFT“

Das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (BMLFUW), Forstsektion, leitet das sogenannte „Thematic Centre“ (Themenbereich) „Wald und Landwirtschaft“.  Zusammen mit dem Umweltbundesamt und dem Institut für Waldökologie der Universität für Bodenkultur wird der „Zöbelboden“ im Reichraminger Hintergebirge (Nationalpark Kalkalpen) als Pilotstudie für den Bereich „Wald“ herangezogen.

Seit 1992 werden auf diesem Standort die Wirkungen von Luftschadstoffen auf ganze Ökosysteme untersucht. Damit gehört dieses 90 ha große  Gebiet zum umfangreichst beforschten Karst-Wald-Ökosystem Österreichs und sogar Europas.

Da in etwa 50 % des österreichischen Trinkwassers aus Karstgebieten der Nördlichen und Südlichen Kalkalpen stammen, ist die Analyse von möglichen Auswirkungen des Klimawandels und der Waldbewirtschaftung auf die Qualität bzw. Quantität  des Trinkwassers anhand von verschiedenen Modellen sowie Szenarien ein wichtiger Untersuchungsbestandteil.

Die Ergebnisse werden gemeinsam mit der Landesforstdirektion Oberösterreich diskutiert und geeignete Managementlösungen gesucht. Die daraus entwickelten Empfehlungen bzw. Lösungsvorschläge werden im Rahmen von Trainingsseminaren sowohl für die lokalen Forstwirte bzw. Stakeholder als auch auf internationaler Ebene (v.a. für die anderen Projektpartner) vorgestellt.

Der Bereich „Landwirtschaft“ wird von den rumänischen Projektpartnern (Nationale Meteorologieanstalt und Umweltschutzbehörde von Covasna) koordiniert. Dazu werden 2 Pilotstudien näher untersucht: Agrargebiete in zentralen Covasna und im südlichen Caracal. Auch hier ist die Einbeziehung lokaler Behörden und Trainingsseminare für die jeweiligen Stakeholder bereits im Projekt für die Umsetzung von Anpassungsmaßnahmen von großer Bedeutung.

DAS ENDERGEBNIS
 

Im letzten Arbeitspaket (WP 7 – Regional Planning Cross Sectoral Study = Raumplanerische sektorübergreifende Studie) werden vorhandene Klimaanpassungspläne in den beteiligten Projektländern analysiert und mögliche Maßnahmenpakete kritisch untersucht. Geeignete Indikatoren zur sektorübergreifenden Risikoanalyse werden gemeinsam aufgezeigt. Darauf aufbauend soll eine Datenbank errichtet und ein Leitfaden für Politiker zur Klimawandelanpassung integriert werden.

ORIENTGATE: Zahlen und Fakten

South East Europe Transnational Cooperation Programme (SEE) 2007-2013
Priorität 3: Schutz und Verbesserung der Umwelt (Protection and Improvement of the Environment)
 

Interventionsbereich: Verbesserung von Präventionsmaßnahmen von Umweltrisiken


Projektpartner:

22 ERDF Partner
12 Nicht-ERDF Partner


Mitwirkende Länder: 13 (AT, BG, GR, HU, IT, RO, AL, BIH, HR, MK, MNE, SRB, UA)


Österreichische Projektpartner:
BMLFUW
OÖ Landesregierung, Landesforstdirektion


Lead Partner: Euro-Mediterranean center for Climate Change (CMCC), Italy


Projektzeitraum: 01.07.2012 - 31.12.2014


Projektbudget: € 4,666.300,01
ERDF Bbudget: € 3,354.355,01
 

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