Innovation und Architektur im Holzbau: Spektakuläres Holzbauprojekt „Bert“ am Pogusch

Bundesministerin Köstinger - Holzbauprojekt Bert
Foto: Christopher Dunker

Holz ist einer der Baustoffe der Zukunft. Ein spektakuläres Holzbauprojekt am Pogusch zeigt, wie man nachhaltige Bauweise mit großartiger Architektur verbinden kann. Die Baumhäuser „Bert“ sind Vorbild und Inspiration für die Gestaltungskraft in diesem Bereich. Im Rahmen des Waldfonds werden öffentliche Holzbauinitiativen künftig noch besser gefördert und unterstützt.

Das nachhaltige Vorzeigeprojekt am Pogusch in der Steiermark zeigt die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten des nachhaltigen Rohstoffes Holz. Pro Baumhaus wurden rund 32,5 Kubikmeter Holz verbaut, was einer CO2-Speicherung von 32 Tonnen entspricht. Das Holz stammt größtenteils von einer Waldgenossenschaft in Osttirol. Die Baumhäuser wurde im Pinzgau handgefertigt und vor Ort aufgebaut. Für die Initiatoren war wichtig, dass für die Baumhäuser im Wald kein Baum gefällt werden musste. Jedes Baumhaus kommt mit einem Grundstück von nur drei mal drei Quadratmetern aus.

Für Bundesministerin Elisabeth Köstinger zeigt dieses Vorbildprojekt, was mit Holz alles möglich ist. „Ein nachhaltiger Baustoff, kombiniert mit spektakulär schöner Architektur: Die Baumhäuser „Bert“ sorgen in Österreich, aber auch international für Aufsehen. Im Holzbau steckt ein unglaubliches Potential. Deshalb schaffen wir im Waldfonds dafür auch ein Förderinstrument für die Zukunft!“

Für Österreich ist der Wald von großer Bedeutung. Fast die Hälfte der Staatsfläche ist davon bedeckt. Österreich zählt mit rund 4 Millionen Hektar zu den waldreichsten Ländern Europas. Jedes Jahr wächst mehr Holz nach als eingeschlagen wird, im Schnitt werden laut Österreichischer Waldinventur rund 88 Prozent des Zuwachses geerntet. Kürzlich wurden vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus auch die aktuellen Zahlen zum Holzeinschlag 2020 veröffentlicht. Demnach betrug die Holznutzung im österreichischen Wald 16,79 Millionen Erntefestmeter ohne Rinde (Mio. Efm o. R.). 

Holzbau wird immer attraktiver

Der Holzbau gewinnt immer stärker an Attraktivität. Ein durchschnittliches Einfamilienhaus in Holzbauweise benötigt rund 40 Kubikmeter Holz. Allein mit dem jährlichen Zuwachs könnten 105.000 Einfamilienhäuser aus Holz gebaut werden.

Mit dem Waldfonds und der Holzbauinitiative wurde aktuell mit 350 Mio. Euro das größte Investitionspaket in der zweiten Republik in unsere Wälder gestartet. Allein für die verstärkte Verwendung von Holz im Baubereich stehen 60 Mio. Euro bereit. Vor allem soll damit der vermehrte Einsatz von Holz in öffentlichen Bauprojekten gefördert werden.

Für Bundesministerin Köstinger ist die Holzbauinitiative ein zentrales Element des Waldfonds: „In öffentlichen Bauprojekten steckt noch sehr viel Potential und das wollen wir jetzt ankurbeln. Mit 60 Mio. Euro werden wir in den nächsten Jahren den Holzbau unterstützen. Darin ist auch ein CO2 Bonus in Form einer Investitionsprämie enthalten.“

 

 

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