Klimawandel und Tourismus

See in den Bergen
Foto: Österreich Werbung/Popp-Hackner

Der Klimawandel gehört zu den größten Herausforderungen unserer Zeit. Auf der internationalen politischen Agenda steht das Thema Klimawandel ganz oben: das Klimarahmenübereinkommen der Vereinten Nationen konkretisiert sich in Aktionsplänen auf europäischer und nationaler Ebene.

Im Tourismus hat der Klimawandel Auswirkungen auf den Winter- als auch auf den Sommertourismus. Der Klimawandel beeinflusst das Reiseverhalten und bringt Änderungen der Gästebedürfnisse mit sich. Er wirkt sich auf die Angebotsbildung und die Infrastruktur in den Tourismus- und Freizeitbetrieben sowie in den Tourismusregionen aus. Neben den Herausforderungen bringt die Anpassung an den Klimawandel jedoch auch viele neue Chancen mit sich, die es zu nützen gilt.  

Das Tourismusministerium hat in den vergangenen Jahren verschiedene wissenschaftliche Arbeiten zum Thema Klimawandel und Tourismus ermöglicht. Seit der Etablierung des Österreichischen Forschungsprogramms im Jahr 2003 konnten auf verschiedene tourismusspezifische Fragestellungen fundierte Antworten gefunden werden, z. B. zu den klimawandelbedingten Wasserschwankungen im Neusiedler See, zum klimatischen Tourismuspotenzial, zur Sensitivität im Sommertourismus, zum alpinen Sommertourismus, zu Gletscherrückgang und Permafrostveränderungen in hochalpinen Tourismusdestinationen, zu den Herausforderungen vermehrter Hitzetage im Städtetourismus oder wie Tourismusregionen hinsichtlich Umwelt, Klima und Raumnutzung besser kommunizieren und zusammenarbeiten können.

Anhand einer repräsentativen Befragung wurden Aussagen über das künftige Reiseverhalten (2010) gemacht, und für den österreichischen Tourismus wurden die Chancen und Risiken samt Handlungsoptionen (2012) erarbeitet.

Die aktuellsten Erkenntnisse zu Klimawandel und Tourismus in Österreich liefert der Austrian Special Report/Sachstandsbericht (2020). Österreich gehört weltweit zu den führenden Ländern im Tourismus: sei es im Bereich der touristischen Services, der Tourismusausbildung oder der Angebotsentwicklung. Die Empfehlungen zielen darauf ab, dass Österreich seine Vorreiterrolle weiterhin behaupten kann und durch eine nachhaltige Weiterentwicklung die Zukunft des Tourismusstandortes Österreich gesichert ist.

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