Lehre im Tourismus hat Zukunft

Tourismusministerin Köstinger im Gespräch mit Lehrlingen im Hotel Sacher
Foto: BMLRT/Michael Gruber

Der Tourismus ist seit Jahrzehnten eine Wachstumsbranche, wodurch der Bedarf an Fachkräften kontinuierlich gestiegen ist. Nach dem Restart der Branche brauchen unsere Betriebe dringend Arbeitskräfte. Allerdings gehen die Lehrlingszahlen im Tourismus zurück. Tourismusministerin Elisabeth Köstinger will wieder mehr Jugendliche dazu motivieren, sich in der Tourismusbranche ausbilden zu lassen.

Erfolgreicher Tourismus braucht Menschen, die Gastfreundschaft im Blut haben. Umso wichtiger ist es, dass wir Jugendliche für diese Lehrberufe begeistern können. Denn die Lehrlinge von heute sind die Touristikerinnen und Touristiker von morgen. Entscheidend ist daher, dass Tourismusunternehmen auch weiterhin Lehrlinge ausbilden.

Lehrlingsstatistik 2020 in der Tourismus- und Freizeitwirtschaft (Quelle: WKO)

  • 2020: 7.876 Lehrlinge (- 11,6% vgl. 2019), das sind 7,3% aller Lehrlinge in Österreich
  • Lehrlinge im 1. Jahr: 1.947 (vgl. 2019: 2.886, 2010: 4.078 Lehrlinge) -> Anzahl an fertig ausgebildeten Lehrlingen nimmt jährlich ab
  • 2020: 2.925 Lehrbetriebe

Aktuelle Lage am Arbeitsmarkt im Juni 2021 (in Beherbergung und Gastronomie)

  • Sofort verfügbare Lehrstellensuchende 290 (-222/-43,4% im Vergleich zum Vorjahr)
  • Sofort verfügbare offene Lehrstellen 1.805 (+678/+60,2% im Vergleich zum Vorjahr)

Beliebteste Lehrberufe – unter den Top 10 sind

  • Mädchen: Köchin (6. Stelle), Restaurantfachfrau (8.) und Hotel und Gastgewerbeassistentin (9.)
  • Burschen nur der Lehrberuf Koch an 9. Stelle

Karmasin-Studie „Attraktivierung der Lehrberufe im Tourismus“

  • Fazit: verstärkt Anreize schaffen, um Lehrlinge für die Branche zu begeistern
  • Positive Aspekte von Lehrlingen – Kernaussagen:
    • Viele soziale Kontakte
    • Möglichkeit, ein eigenes Unternehmen zu gründen
    • Gehalt (Basisgehalt, Zulagen und Trinkgeld)
    • Grundsätzlich ein sicherer Arbeitsplatz/Einkommen (ausgenommen Coronakrise) – es gibt immer ausreichend Arbeitsplätze
  • Negative Aspekte von Lehrlingen – Kernaussagen:
    • Arbeitszeiten/Saisonalität
    • Vereinbarkeit Familie/Beruf
    • Image des Lehrberufs im Tourismus (Eltern haben Einfluss auf ihre Kinder bei Entscheidung der Ausbildung)

Die Vielfalt der Lehrberufe ist gerade im Tourismus groß. Österreichische Fachkräfte sind mit ihrem hohen Ausbildungsstand auf der ganzen Welt gefragt und bekommen problemlos Jobs im In- und Ausland. Mit dieser fundierten Ausbildung im Tourismus haben junge Menschen die besten Karrierechancen. 

"Karriere mit Lehre" trifft auf den Tourismus daher ganz besonders zu.

Weitere Informationen