Kongresstourismus - Österreich soll wieder Nr. 1 werden

Teilnehmerinnen und Teilnehmer an einem Kongress am Weg zum Saal
Foto: Österreich Werbung / Peter Burgstaller

Österreich zählt seit Jahrzehnten zu den gefragtesten Kongressdestinationen weltweit. Durch COVID-19 fanden allerdings seit Beginn der Pandemie kaum bis keine Veranstaltungen statt. Die heimische Tagungs- und Kongresslandschaft zählt daher zu jenen Branchen, die am härtesten getroffen wurden.

In einer gemeinsamen Pressekonferenz am 3. September 2021 hat Tourismusministerin Elisabeth Köstinger mit Österreich Werbung Geschäftsführerin Lisa Weddig und Gerhard Stübe vom Austrian Convention Bureau (ACB) & Kongresskultur Bregenz die Zukunft des Tagungstourismus beleuchtet.

Messen, Kongresse und die Tagungsindustrie sind essentiell für unseren Wirtschaftsstandort Österreich. Veranstaltungen generieren Nächtigungen, sorgen für Arbeitsplätze und bringen Wertschöpfung. Umso wichtiger ist es, dass die Branche wieder durchstarten kann.

Wertschöpfungsfaktor Veranstaltungsbranche

  • Tagungsindustrie repräsentiert rund 10 % der touristischen Wertschöpfung.
  • 2019 fanden über 25.000 Seminare, Firmentagungen und Kongresse mit rund 1,8 Mio. Teilnehmerinnen und Teilnehmern in Österreich statt.
  • Dadurch wurden 2019 fast 3,4 Mio. Nächtigungen generiert.
  • Vor allem Wien gehörte zu den beliebtesten Tagungsmetropolen und belegte 2019 in im weltweiten Ranking Platz 6.
  • Ca. ein Drittel der Veranstaltungen fanden vor der Pandemie in Wien statt.
  • 2019 generierten 5.500 Kongresse und Meetings in Wien 1,6 Mio. Nächtigungen und eine Wertschöpfung von 950 Mio. Euro.
  • Durch Wegbleiben der Kongresse war auch der Städtetourismus massiv betroffen: 2020 generierten Kongresse in Wien nur knapp über 200.000 Nächtigungen (Rückgang von 83% im Vergleich zu 2019).

Veranstalterschutzschirm

Um der Branche Anreiz und Sicherheit für die Planung von Veranstaltungen zu geben, hat die Bundesregierung einen Schutzschirm in der Höhe von 300 Mio. Euro erarbeitet:

  • Für Veranstaltungen in Österreich, die bis Ende 2022 durchgeführt werden.
  • Gleicht finanziellen Nachteil aus, wenn Veranstaltung Corona-bedingt abgesagt werden muss oder nur eingeschränkt stattfinden kann.
  • Förderbare Kosten sind nicht mehr stornierbare Aufwendungen für Leistungen Dritter in der Wertschöpfungskette sowie Personalkosten, die unmittelbar mit der Planung und Durchführung der Veranstaltung zusammenhängen.
  • Mit Stand 23.8.2021 wurden über 850 Ansuchen gestellt.
  • Die Summe der bislang genehmigten Zuschüsse beträgt 121 Mio. Euro.

Zwei Modelle:

  • Schutzschirm I: 2 Mio. pro Veranstalter
  • Schutzschirm II: 10 Mio. pro Veranstalter

Beide Modelle werden von der Österreichischen Hotel- Tourismusbank (ÖHT) abgewickelt:

  • Schutzschirm I ab 18. Jänner 2021 bis 1. Dezember 2021
  • Schutzschirm II ab 12. Juli 2021 bis 31. Oktober 2021

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