Almengipfel für sicheres Miteinander

Almengipfel
Foto: BKA / Florian Schroetter

Anlässlich der startenden Almsaison hat Bundesministerin Elisabeth Köstinger am 8.6.2021 zum 3. Almengipfel geladen. Gemeinsam mit Expertinnen und Experten von Ländern und Gemeinden, Tourismus-, Freizeit- sowie Alm- und Landwirtschaft wurden Maßnahmen für ein gutes Miteinander auf Österreichs Almen beraten.

Nach dem Tod einer Almbesucherin aufgrund eines Zwischenfalls mit einer Kuh und dem entsprechenden Urteil 2019 hat das BMLRT sofort reagiert. Gemeinsam mit Almwirtschaft und Tourismus wurde der „Aktionsplan für sichere Almen“ geschnürt.

Seitdem gibt es 10 Regeln für das richtige Verhalten im Umgang mit Weidevieh.

Die Eigenverantwortung von Almbesucherinnen und Almbesuchern wurde erstmals gesetzlich verankert.

Die Seite www.sichere-almen.at wurde ins Leben gerufen, wo detaillierte Informationen und Erklärvideos zur Verfügung stehen.

Ausblick für eine sichere Almsaison 2021

Seit dem Corona-Krisenjahr 2020 hat die Bergwelt noch mehr Anziehungskraft gewonnen. Viele Gäste sind zum ersten Mal auf den Almen unterwegs. Darum wurden vier Schwerpunkte für eine sichere Alm-Saison 2021 definiert:

10 Verhaltensregeln einhalten!

Auch heuer startet wieder eine umfassende, flächendeckende Informationsoffensive:

  • Die Landestourismusorganisationen erhalten Folder mit der Erklärung der zehn Verhaltensregeln für die weitere Verteilung in den Regionen.
  • Information durch die WKÖ an Tourismusbetriebe
  • Information an die Almbäuerinnen und Almbauern mit dem Ersuchen, auf die Verhaltensregeln aufmerksam zu machen.

Müll vermeiden und richtig entsorgen!

  • Vermüllung auf der Alm wird zu einer immer größeren Herausforderung. Darum wird vor allem an die 10. Verhaltensregel appelliert, die auch Entsorgung von Müll und Achtung des Eigentums miteinschließt: „Begegnen Sie den hier arbeitenden Menschen, der Natur und den Tieren mit Respekt.“

Neues Service: Zusätzliche Information über Mutterkühe bzw. Weidevieh in Online-Tourenkarten

  • Almbesucherinnen und Almbesucher sollen sich in Zukunft bereits bei der Tourenplanung informieren können, wo sich mit hoher Wahrscheinlichkeit Mutterkühe bzw. Weidetiere aufhalten können.
  • Dieses neue Kartenservice ist derzeit in der finalen Phase. Ab Anfang Juli wird in Online-Wanderkarten der Alpenvereine zu sehen sein, wenn in einem Gebiet mit Mutterkühen bzw. Weidevieh zu rechnen ist. In diesem Fall werden gleichzeitig Informationen zur Verfügung gestellt, wie man sich im Umgang mit Weidevieh richtig verhält – vor allem, wenn man mit Hund unterwegs ist.
  • Österreichweit werden rund 8.000 Almen bewirtschaftet. Insgesamt werden rund 432.000 Tiere aufgetrieben: 10.000 Pferde, 300.000 Rinder, 110.000 Schafe, 12.000 Ziegen.

Almprodukte vor den Vorhang holen!

  • Unsere Almbäuerinnen und Almbauern produzieren regionale Produkte bester Qualität. Ziel ist, die Vermarktung von Almprodukten zu intensivieren, damit sich noch mehr Wanderinnen und Wanderer ein Stück Alm mit nach Hause nehmen können.
  • Der Verein Almwirtschaft Österreich hat als Dachverband aller Almwirtschaftsvereine der Bundesländer gemeinsam mit der AMA entsprechende Rahmenbedingungen geschaffen, damit eine Vermarktungsinitiative für Almprodukte gestartet werden kann.
  • Das übergeordnete Ziel ist eine höhere Wertschöpfung für die Almen durch qualitäts- und herkunftsgesicherte Almprodukte und die neuen Marken „Von der Alm“, „Alm“ sowie „Von der Alp“ und „Alp“. Derzeit wird intensiv daran gearbeitet, Almen und Betriebe aus dem Bereich der Verarbeitung für die Initiative zu gewinnen.   

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