Informelle Videokonferenz der EU-Ministerinnen und -Minister für Tourismus am 01.03.2021

Foto: WILLIAM TADROS

Die EU-Ministerinnen und –Minister für Tourismus tauschten sich unter portugiesischem Vorsitz zur gegenwärtigen Situation im Tourismus aus und diskutierten über mögliche Perspektiven für zukünftiges Reisen in Europa, über Maßnahmen zur Unterstützung der Branche und zum Restart im Tourismus.

Die EU-Tourismusministerinnen und -Minister trafen sich am 1. März 2021 unter Anwesenheit des Generalsekretärs der United Nations World Tourism Organization (UNWTO), Zurab Pololikadhvili, sowie der Präsidentin des World Travel & Tourism Council (WTTC), Gloria Guevara.

In der anschließenden Diskussion mit allen Ministerinnen und Ministern führte Bundesministerin Elisabeth Köstinger die schwierige Situation in der österreichischen Tourismusbranche aus. So sind seit Anfang November 2020 wieder fast alle Hotels, Restaurants und die meisten Freizeitbetriebe geschlossen. Auch Reisebüros und Reiseveranstalter sowie die gesamte Veranstalter- und Eventbranche sind betroffen.

Wie in den meisten Ländern wurden auch in Österreich entsprechende Maßnahmenpakete geschnürt, um die Branche bestmöglich zu unterstützen und Verluste abzufedern. Auch die Europäische Kommission hat erst zuletzt durch die Erhöhung des Beihilfenrahmens wesentlich dazu beigetragen, dass zahlreiche Betriebe und damit auch zehntausende Arbeitsplätze gerettet werden können.

Darüber hinaus arbeiten wir intensiv an zukünftigen Rahmenbedingungen für die Gastronomie, Tourismus- und Freizeitbetriebe sowie die Veranstalterbranche. Unser Ziel ist es, dass strenge Maßnahmen eine geordnete Öffnung ermöglichen können. Österreich setzt auf eine umfassende Teststrategie. Durch so viele Tests wie möglich kann das Infektionsgeschehen unter Kontrolle gehalten werden.

Um Reisen in den nächsten Monaten zu ermöglichen, braucht es eine zügige Abstimmung und koordinierte Vorgehensweise zwischen den EU-Mitgliedstaaten. Zentral im Kampf gegen die Pandemie werden dabei neben den Testungen die Impfungen sein. Die Einführung eines EU-weit einheitlichen „Grünen Passes“ könnte dabei eine zentrale Rolle spielen. Mit einer digitalen Handy-Lösung könnte sicheres Reisen rasch wieder ermöglicht werden. Von dieser Sicherheitsmaßnahme würde die gesamte Tourismus- und Reisebranche in Europa profitieren.

Tourismusministerin Köstinger brachte einen Österreichischen Vorstoß zu diesem Thema ein, der von mehreren EU-Mitgliedsstaaten unterstützt wurde. Griechenland, die Slowakei, Bulgarien, Malta und Spanien unterstützten den Vorstoß formell. Zusätzlich äußerten sich einige weitere Staaten grundsätzlich positiv zu dieser Initiative.