Anpassung der Maßnahmen für Herbst und Winter

Menschen bei einer Hotelbar
Foto: BMLRT / Alexander Haiden

Dank der gesetzten Öffnungsschritte und der konsequenten Einhaltung der Präventionsmaßnahmen sind die Sommermonate in den Ferienregionen recht erfolgreich verlaufen. Aufgrund der ansteckenderen Deltavariante sowie des urlaubsbedingten Reiseverkehrs kommt es trotz des kontinuierlichen Impffortschritts zu einem Anstieg der COVID-19-Fallzahlen.
 

Ziel der Bundesregierung ist, mit den geltenden und zukünftigen Rahmenbedingungen eine Überforderung der Hospitalisierungskapazitäten sowie eine Einstufung von Österreich als Risikogebiet zu verhindern.

Als Leitprinzip der von der Bundesregierung für den Herbst und Winter definierten Pandemiebekämpfung gilt: Geimpfte und Genesene sollen weitestgehend von Beschränkungen ausgenommen werden.

Maßnahmen werden somit in erster Linie für und zum Schutz von Ungeimpften gesetzt.

Gemeinsam mit den Bundesländern, Experten sowie Städte- und Gemeindebund hat die Bundesregierung eine Anpassung der Maßnahmen beschlossen:

  • Die Kontrollen zur Einhaltung der Maßnahmen (insbesondere der 3-G bzw. der 2-G-Regel) werden verstärkt.
  • Ausweitung der Gültigkeit des Impfzertifikats im Grünen Pass von neun auf zwölf Monate – diese Anpassung ist für den Tourismusstandort Österreich von großer Bedeutung.

3-Stufen-Plan auf Basis der ICU-Belegung (intensive care unit [Intensivbehandlungsstation])

  • Da der Inzidenzwert durch die Impfung nicht mehr die gleiche Aussagekraft wie im vergangenen Jahr hat, wird die Auslastung der Intensivstationen als Maßstab für die Verschärfung sowie Lockerung von Maßnahmen herangezogen. In diesem Sinne wurde folgender 3-Stufen-Plan vereinbart:

Stufe 1: ab 15. September 2021 - Corona-ICU-Belegung von 10 Prozent (200 Betten) erwartet

  • Verkürzung der Gültigkeitsdauer der Antigen-Tests von 48 auf 24 Stunden
  • 3-G-Regel bei Veranstaltungen ab 25 Personen (bisher 100 Personen)
  • FFP2-Maskenpflicht in jenen Bereichen, in denen bereits jetzt ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen ist – beispielsweise in öffentlichen Verkehrsmitteln
  • FFP-2-Maskenpflicht für Ungeimpfte im Handel (stichprobenartige Kontrolle durch Behörden)
  • Empfehlung FFP-2-Masken für alle auch im Handel

Stufe 2: Corona-ICU-Belegung von 15 Prozent (300 Betten)

  • Antigen-Tests mit Selbstabnahme („Wohnzimmertests“) sind als Eintrittsnachweis nicht mehr zulässig.
  • Einführung der 2-G-Regel (Geimpfte und Genesene) für die Nachtgastronomie (und ähnliche Settings) sowie Veranstaltungen ohne zugewiesene Sitzplätze bei mehr als 500 Personen.
  • Die Stufe 2 tritt sieben Tage nach der Überschreitung der Intensivbettenauslastung von 15 Prozent (300 Betten) in Kraft.

Stufe 3: Corona-ICU-Belegung von 20 Prozent (400 Betten)

  • Antigen-Tests sind nicht mehr als Eintrittsnachweis zulässig. Daher gilt als Eintrittsnachweis nur mehr:
    • Geimpft
    • Genesen
    • Getestet mittels PCR-Test
  • Die Stufe 3 tritt sieben Tage nach der Überschreitung der Intensivbettenauslastung von 20 Prozent (400 Betten) in Kraft.