Verlängerung der Kurzarbeit

Hotelkulinarik
Foto: BMLRT / Alexander Haiden

Die Kurzarbeit hat sich als Krisenmaßnahme erfolgreich bewährt. Insgesamt konnten so 1,2 Millionen Arbeitsplätze gesichert werden, viele davon in Gastronomie und Tourismus. Auch nach den Öffnungen am 19. Mai brauchen unsere Betriebe nach wie vor Unterstützung.
 

Die Corona-Kurzarbeit wird daher verlängert und darüber hinaus ein zusätzliches Übergangsmodell mit reduzierter Förderhöhe vereinbart.

Verlängerung der Corona-Kurzarbeit für besonders betroffene Branchen

  • Die Corona-Kurzarbeit hat im Jahr 2020 1,2 Millionen Arbeitsverhältnisse gesichert.
  • Mit derzeit rund 8,2 Milliarden Euro ist sie das Kriseninstrument mit dem größten Auszahlungsvolumen.
  • So hat die Kurzarbeit bislang auch 154.000 Arbeitsplätze im Tourismus gerettet. Mehr als 1,6 Mrd. Euro wurden in den Bereichen Beherbergung und Gastronomie ausbezahlt.
  • Obwohl im 3. – 4. Quartal mit einer weiteren Erholung des Arbeitsmarktes zu rechnen ist, kann noch nicht von einer uneingeschränkten Wirtschaftstätigkeit ausgegangen werden – das betrifft insbesondere die Stadthotellerie.
  • Eine praktikable Verlängerung der Corona-Kurzarbeit für besonders betroffene Branchen war daher eines der wichtigsten Elemente des von Elisabeth Köstinger im April gestarteten Comeback-Prozesses im Rahmen der Gesprächsrunde mit Arbeitsminister Martin Kocher.
  • Die Bundesregierung und die Sozialpartner haben sich daher am 7. Juni darauf geeinigt, die Corona-Kurzarbeit in adaptierter Form bis Ende des Jahres 2021 zu verlängern.
  • Konkret bedeutet das, dass die bisherige Corona-Kurzarbeit ab Juli 2021 bis Ende des Jahres mit folgenden Eckpunkten verlängert wird:
    • Es gelten im Allgemeinen bisherigen Bestimmungen
    • Unternehmer hat einen Umsatzausfall von mindestens 50 Prozent vorzuweisen (NEU)
    • D.h. die im 3. Quartal 2020 gegenüber dem 3. Quartal 2019 einen Umsatzeinbruch von mindestens 50 % hatten
    • Das dritte Quartal 2020 wird aufgrund der vergleichbaren Situation (weitgehende Öffnungen, aber Störungen im internationalen Reiseverkehr) herangezogen.
    • Die Sonderregelung ist bis Ende des Jahres befristet.

Übergangsmodell mit reduzierter Förderhöhe

  • Die Auswirkungen der Pandemie haben teilweise auch dazu geführt, dass Betriebe weiterführend Unterstützungen in Form eines neunen Arbeitnehmer/innen-Förderprogrammes benötigen.
  • Vor dem Hintergrund der aktuellen Situation hat die Bundesregierung Übergangsmodell mit reduzierter Förderhöhe eingeführt.
  • Eckpunkte des Modells:
    • Abschlag von 15% von der bisherigen Beihilfenhöhe
    • Die Nettoersatzraten für den Arbeitnehmer bleiben gleich
    • 50% Mindestarbeitszeit (mit Ausnahmen im Einzelfall)
    • Verpflichtender Urlaubsverbrauch von einer Woche je (angefangenen) zwei Monaten Kurzarbeit
    • Der Personalabbau zwischen den Phasen der Kurzarbeit wird erleichtert
    • Dreiwöchige Beratungsphase durch AMS und Sozialpartner für neu eintretende Betriebe
    • Das Modell steht bis Mitte 2022 zur Verfügung, danach wird das Modell evaluiert
    • Jeder Betrieb kann maximal 24 Monate (mit Ausnahmen im Einzelfall) Kurzarbeit beantragen
    • Verlängerungsantrag nach 6 Monaten notwendig

Mit diesem Paket geben wir den Betrieben und auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mehr Planungssicherheit und dämmen potentielle Abwanderung qualifizierter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in andere Berufe ein. Das ist gerade im Hinblick auf die startende Sommersaison für unseren Tourismusstandort wichtig.

Die genauen Details stehen unter www.sichere-gastfreundschaft.at zur Verfügung.