"Grüner Pass": Umsetzung in 3 Phasen

Ort: Maurach-Eben
Foto: Österreich Werbung / Moser Laurin

Der Nachweis darüber, ob man geimpft, getestet oder genesen ist, steht in engem Zusammenhang mit den Öffnungsschritten am 19. Mai und ist Voraussetzung für den Zutritt in Tourismusbetriebe. Der Grüne Pass wird als einfacher und anwendungsfreundlicher Zutrittsnachweis dienen. Am 26. Mai wurde die gesetzliche Grundlage im Nationalrat beschlossen.

Die Umsetzung des Grünen Passes in Österreich erfolgt in 3 Phasen:

1. Phase: Bestehende Nachweise

Bis der Grüne Pass in Österreich eingesetzt werden kann, dürfen ab 19. Mai folgende bisherige Nachweise für Zutritte verwendet werden:

  • Getestet: behördlich anerkannte negative Testergebnisse.
  • Geimpft: Bestätigung des Impfstatus mittels Papier-Impfpass.
  • Genesen: ein Absonderungsbescheid oder eine ärztliche Bestätigung über eine in den vergangenen sechs Monaten erfolgte und aktuell abgelaufene Infektion.

2. Phase: Digitale Nachweise

Ab Anfang Juni werden in Österreich zusätzliche digitale Nachweis-Varianten (Zertifikate mit individuellem QR-Code) zum Einsatz kommen, um die fortlaufenden Öffnungsschritte zu unterstützen. Am 26. Mai hat der Nationalrat die gesetzliche Grundlage für die nationale Umsetzung geschaffen, die für einheitliche, datenschutzkonforme und allen EU-Vorgaben entsprechende digitale Nachweise benötigt werden.

Mittels digitalem Grünen Pass kann etwa am Handy nachgewiesen werden, ob man getestet, geimpft oder genesen ist. Damit wird auch den Betrieben die Überprüfung erleichtert, da die Nachweise zukünftig mit QR-Codes ausgestattet sind. Somit ist er genau das richtige Instrument, um unser gesellschaftliches Leben mit den Öffnungen wieder hochzufahren – benutzerfreundlich und unter Wahrung höchster Datenschutzanforderungen. Ergänzend zu dieser neuen digitalen Nachweismöglichkeit werden die bisherigen Papier-Nachweise natürlich auch weiterhin gültig sein.

Das digitale Zertifikat kann unter gesundheit.gv.at heruntergeladen werden. Dafür ist eine Handysignatur oder Bürgerkarte notwendig, die daher zeitgerecht beantragt werden sollte. 

  • Testzertifikat: für PCR-Test, Teststraße, Antigentest zu Hause (behördlich bestätigt)
  • Impfzertifikat: gültig ab Tag 22 nach der 1. Impfung
  • Genesenenzertifikat: Personen, die eine Infektion mit SARS-CoV-2 durchgemacht haben und in Österreich im EMS (Epidemiologisches Meldesystem) erfasst wurden, wird das Zertifikat automatisch erstellt und der genesenen Person zur Verfügung gestellt.
  • Die bisherigen analogen Nachweise bleiben weiterhin gültig.

3. Phase: Anbindung an europäische Schnittstellen

Voraussichtlich Anfang Juli wird die EU-Verordnung in Kraft treten. Die gegenseitige Anerkennung der Zertifikate dann auch auf EU-Ebene wird zur Erleichterung der Reisefreiheit beitragen. Nach derzeitigem Stand soll der Grüne Pass in allen EU-Mitgliedsstaaten sowie im EWR-Raum und in der Schweiz gültig sein. Die Daten, die im QR-Code enthalten sind, dürfen von den besuchten Staaten nicht gespeichert werden.

  • Um EU-weit die Überprüfbarkeit der entsprechenden Zertifikate sicherzustellen, werden die technischen Schnittstellen zwischen den Systemen der Mitgliedsstaaten geschaffen. Die Zertifikate sind damit europaweit lesbar: An jeder Grenze kann man dann mit dem QR-Code nachweisen, dass man geimpft, getestet oder genesen ist.
  • Welche Erleichterungen für geimpfte, getestete oder genesene Menschen mit diesen Zertifikaten verbunden sind, ist aber abhängig von der jeweiligen epidemiologischen Lage und entscheidet jeder Mitgliedsstaat selbst.  

Die europaweite Umsetzung ab Sommer ist für Österreich als Tourismusland gerade im Hinblick auf die Sommersaison ein wichtiger Schritt. Der digitale Grüne Pass kommt national und europaweit genau zur richtigen Zeit, um größtmögliche Freiheit unter Wahrung größtmöglicher Sicherheit zu schaffen.