Maßnahmenpaket für den Tourismus

Grünes Icon mit Schriftzug COVID 19 Maßnahmenpaket für den Tourismus

Überblick der vielfältigen Unterstützungshilfen für die Tourismuswirtschaft in dieser schwierigen Situation

Stand: 9.6.2021. Die Informationen werden laufend ergänzt.

Die Tourismuswirtschaft ist massiv von den Folgen des Corona-Virus betroffen. Tourismusministerin Elisabeth Köstinger ist es daher ein großes Anliegen, der Branche in dieser schwierigen Zeit zur Seite zu stehen und sie bestmöglich zu unterstützen. Wichtig ist dabei eine gemeinsame, rasche und unbürokratische Vorgangsweise. Die Bundesregierung arbeitet sehr eng mit Vertreterinnen und Vertretern der Arbeitgeber und Arbeitnehmer, den Bundesländern und der Branche zusammen, um allen im Tourismus Tätigen eine Perspektive geben zu können.

Hier finden Sie einen Überblick über alle Maßnahmen, die der Tourismuswirtschaft helfen sollen, ihre Liquidität zu sichern:

Zur Abfederung der wirtschaftlichen Auswirkungen durch die Krise und den einhergehenden Einschränkungen werden die Unterstützungsmaßnahmen verlängert bzw. weiter ausgebaut.

  • Der Ausfallsbonus kann für den Zeitraum November 2020 bis Juni 2021 über FinanzOnline beantragt werden.
  • Er kommt neben den direkt betroffenen Unternehmen auch jenen zugute, die indirekt durch COVID-19-Maßnahmen betroffen sind, aber trotzdem einen hohen Umsatzausfall erlitten haben. Das ist eine wichtige Unterstützung für die Reisebüros und für alle anderen Betroffenen, deren Geschäft von Touristen abhängt, die aber nicht unter die Hilfen der indirekt oder direkt Betroffenen fallen.
  • Mit diesem adaptierten Umsatzersatz ist ein Ausfallsbonus in Höhe von bis zu 30% mit bis zu max. 60.000 Euro pro Monat (zur Hälfte aus dem Bonus und zur Hälfte aus einem Vorschuss aus dem Fixkostenzuschuss 800.000) beantragbar, wenn ein Umsatzausfall von über 40% vorliegt.
  • Der Bonus kann ab dem 16. des auf den Betrachtungszeitraum folgenden Kalendermonats bis zum 15. des auf den Betrachtungszeitraum drittfolgenden Kalendermonats beantragt werden. Die Anträge für die Betrachtungszeiträume November 2020 und Dezember 2020 können vom 16. Februar 2021 bis zum 15. April 2021 erfolgen.
  • Zur Unterstützung der besonders betroffenen Branchen wurde der Ausfallsbonus für die Monate März und April verdoppelt. Konkret wurde der Zuschuss von 15 Prozent auf 30 Prozent erhöht und der Deckel des Zuschusses von 30.000 Euro auf 50.000 Euro angehoben.
  • Nähere Informationen zum Ausfallsbonus finden Sie hier.

Ausfallsbonus für touristische Vermieter mit Einkünften aus Vermietung und Verpachtung

  • Neben den Unterstützungsmaßnahmen für Beherbergungsbetriebe und Privatzimmervermieter (Vermietung von bis zu 10 Zimmern im eigenen Haushalt) wurde nun auch ein Ausfallsbonus für touristische Vermieter geschaffen, die Einkünfte gemäß § 28 EStG beziehen und dafür Tourismusabgaben (Orts- bzw. Nächtigungsabgaben) abführen.
  • Antragstellung ist ab 19. April 2021 über die Agrarmarkt Austria, wenn ein Umsatzausfall von mindestens 40% gegenüber dem Vergleichszeitraum vorliegt. Betrachtungszeitraum ist der Kalendermonat im Zeitraum von November 2020 bis Juni 2021, wobei für jeden Monat ein gesonderter Antrag zu stellen ist.
  • Die Höhe des Ausfallsbonus entspricht 15% des ermittelten Umsatzausfalles. Für die Betrachtungszeiträume März und April 2021 beträgt dieser 30%. Die Förderung ist mit 15.000 Euro pro Monat gedeckelt.
  • Nähere Informationen finden Sie auch unter https://www.sichere-gastfreundschaft.at/.

  • Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie haben nicht nur die geschlossenen Unternehmen, sondern auch viele Unternehmen, etwa Zulieferer und Dienstleister wie Textilreinigungen oder Bühnenbauer indirekt hart getroffen. Nun hat die Bundesregierung gemeinsam mit der Wirtschaftskammer auch für diese Betriebe eine eigene Hilfe konzipiert, um Umsatzeinbußen abzufedern und Arbeitsplätze zu retten.
  • Wie beim Umsatzersatz für direkt Betroffene soll auch hier der Umsatz für die Monate November und Dezember 2020 ersetzt werden.
  • Beantragen kann grundsätzlich jedes Unternehmen, das:
    • mindestens 50% Umsatzzusammenhang mit einem oder mehreren im Lockdown geschlossenen Betrieben nachweisen kann.
    • im Betrachtungszeitraum mindestens 40% Umsatzeinbruch im Vergleich zum Vorjahr (November/Dezember 2019) nachweisen kann.
    • Ab einer Fördersumme von 5.000 Euro müssen diese Angaben von einem Steuerberater oder Bilanzbuchhalter bestätigt werden.
    • Berechnungsgrundlage sind jene Umsätze aus dem November und Dezember 2019, die mit direkt betroffenen Unternehmen gemacht wurden.
  • Anträge können seit dem 16. Februar 2021 bis 30. Juni 2021 über FinanzOnline gestellt werden.
  • Nähere Informationen zur Hilfe für indirekt betroffene Unternehmen finden Sie hier.

  • Im Fixkostenzuschuss 800.000 werden Fixkosten in der Höhe des tatsächlichen Umsatzentgangs abgegolten, im Gegenzug müssen bestimmte erhaltene COVID-19-Unterstützungen (Hilfen, die unter Abschnitt 3.1 des Befristeten Beihilferahmens fallen) abgezogen werden.
  • Der Fixkostenzuschuss 800.000 kann für einen mehr als dreimal so langen Zeitraum wie der Fixkostenzuschuss I, nämlich max. 9,5 statt 3 Monate, im Zeitraum von 16. September 2020 bis 30. Juni 2021 beantragt werden.
  • Für Kleinst-Unternehmen bis 120.000 Euro Jahresumsatz gibt es die Möglichkeit für Pauschalierungen. Diese Unternehmen können auch ohne Steuerberater beantragen.
  • Auch eine Kombination von Umsatzersatz und Fixkostenzuschuss ist für betroffene Unternehmen für unterschiedliche Zeiträume möglich. Eine Kombination von Fixkostenzuschuss 800.000 und Verlustersatz ist jedoch nicht möglich.
  • Anträge sind seit 23. November 2020 über FinanzOnline möglich. Anträge für die Auszahlung der ersten Tranche sind bis 30. Juni 2021 zu beantragen, für die Auszahlung der zweiten Tranche von 1. Juli 2021 bis 31. Dezember 2021.
  • Nähere Informationen dazu finden Sie auf der Website des Bundesministeriums für Finanzen (BMF) bzw. unter www.fixkostenzuschuss.at.

  • Der Verlustersatz für ungedeckte Fixkosten bis EUR 10 Millionen stellt eine Verlustabdeckung für Betriebe ab einem Umsatzminus von 30% dar.
  • Die Verluste müssen zwischen 16. September 2020 und längstens 30. Juni 2021 entstanden sein, wobei bis zu zehn Betrachtungszeiträume, die zeitlich zusammenhängen, herangezogen werden können (Ausnahme: Lücke im November bzw. Dezember durch Antrag für Lockdown-Umsatzersatz).
  • Wenn das Unternehmen 50 oder mehr Mitarbeiter und einen Jahresumsatz oder eine Bilanzsumme größer als 10 Mio. Euro hat, stehen ihm 70 % Verlustersatz zu. Wenn das Unternehmen weniger als 50 Mitarbeiter und einen Jahresumsatz oder eine Bilanzsumme kleiner als 10 Mio. Euro hat, stehen ihm 90 % Verlustersatz zu. Die maximale Höhe ist pro Unternehmen mit 10 Mio. Euro begrenzt.
  • Anträge sind seit 16. Dezember 2020 über FinanzOnline möglich und müssen durch einen Vertreter (Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder Bilanzbuchhalter) eingebracht werden. Anträge für die Auszahlung der ersten Tranche sind bis 30. Juni 2021 zu beantragen, für die Auszahlung der zweiten Tranche von 1. Juli 2021 bis 31. Dezember 2021.
  • Ein Verlustersatz darf nicht gewährt werden, wenn der Antragsteller einen Fixkostenzuschuss 800.000 in Anspruch nimmt (außer der FKZ 800.000 wird vor Beantragung zurückgezahlt oder auf den Verlustersatz angerechnet). Notwendige Korrekturen zwecks Einhaltung dieser Regelung haben im Zuge der Auszahlung der ersten oder spätestens der zweiten Tranche zu erfolgen.
  • Nähere Informationen dazu finden Sie auf der Website des Bundesministeriums für Finanzen (BMF) bzw. unter www.fixkostenzuschuss.at.

  • Förderungsprogramm zur Schaffung eines Sicherheitsnetzes für Härtefälle bei Ein-Personen-Unternehmen (EPU) und Kleinstbetriebe, insbesondere auch kleine Familienbetriebe (z.B. Fremdenführer, Imbissstände)
  • Die Wirtschaftskammer Österreich wickelt das Förderungsprogramm des Bundes zum Härtefallfonds ab.
  • Dafür werden aus dem COVID-19 Krisenbewältigungsfonds bis zu 2 Mrd. Euro zur Verfügung gestellt. 
  • Die Auszahlungen erfolgen bereits ab Kalenderwoche 14 in zwei Phasen. Die Phase 2 hat am 20. April 2020 gestartet.
  • Die Abwicklung der Förderung für die Land- und Forstwirtschaft erfolgt über die Agrarmarkt Austria. Hier können Wein- und Mostbuschschankbetriebe, sowie Betriebe, die Privatzimmer oder Ferienwohnungen im land- und forstwirtschaftlichen Nebengewerbe vermieten (Urlaub am Bauernhof), um Unterstützung ansuchen. Mit der Phase 2 können auch Privatzimmervermieter mit Zimmern im eigenen Haushalt Anträge über die Agrarmarkt Austria stellen.

  • Das Instrument der Kurzarbeit hat sich als erfolgreiche Krisenmaßnahme bewährt, um Auswirkungen der Pandemie auf den Arbeitsmarkt einzudämmen. Sie wurde bis Ende Juni 2021 verlängert.
  • Die Beihilfe kann für alle arbeitslosenversicherungspflichtig Beschäftigten sowie Lehrlinge beantragt werden.
  • Betroffene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden weiterhin 80-90% ihres Nettoeinkommens erhalten.
  • Die vorgesehene Mindestarbeitszeit liegt bei 30%.
  • Eine Arbeitszeitreduktion auf bis zu 0% ist möglich, wenn der Betrieb von einem Betretungsverbot umfasst ist.
  • Zusätzlich zu den Ausfallstunden fördert das AMS Sach- und Personalkosten im Ausmaß von 60%. Daneben folgt eine Intensivierung der Beratung der Betriebe zu Qualifizierungsmöglichkeiten seitens AMS und Sozialpartner.
  • Wie bisher können geringfügige Erhöhungen der Bemessungsgrundlage von maximal 5% berücksichtigt werden – dies gilt insbesondere für den Trinkgeldersatz.
  • Für Betriebe und Beschäftige, die von den Lockdowns besonders betroffen sind, wurde ein Kurzarbeitsbonus geschaffen. Dieser beträgt 1.000 Euro pro beschäftigter Person in Kurzarbeit und soll insbesondere Mehrkosten für zwischenzeitlich erworbene Urlaubsansprüche, entfallene Trinkgelder etc. ausgleichen. Informationen zum Bonus finden Sie hier.
  • Verlängerung der Corona-Kurzarbeit für besonders betroffene Betriebe bis Ende des Jahres 2021: Berechtigt sind Betriebe mit einem Umsatzeinbruch von mindestens 50% im 3. Quartal 2020 gegenüber dem 3. Quartal 2019.
  • Übergangmodell mit reduzierter Förderhöhe bis Mitte 2022: Grundsätzlich erfolgt eine Rückkehr zur regulären Form der Kurzarbeit. Bis Mitte 2022 steht aber noch ein Übergangsmodell mit folgenden Eckpunkten zur Verfügung:
    • Abschlag von 15% der bisherigen Beihilfenhöhe, wobei Nettoersatzraten für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gleich bleiben
    • 50% Mindestarbeitszeit und verpflichtenden Urlaubsverbrauch von einer Woche pro (angefangenen) zwei Monaten Kurzarbeit.
    • erleichterter Personalabbau zwischen den Phasen der Kurzarbeit
    • dreiwöchige Beratungsphase durch AMS und Sozialpartner für neu eintretende Betriebe
  • Nähere Informationen zur Kurzarbeit finden Sie hier.

  • Mit dem Neustartbonus sollen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die im ersten Schritt noch keinen Job im vollen Ausmaß oder im bisherigen Beruf finden, unterstützt werden. Davon profitieren auch Tourismusbetriebe, die noch nicht voll ausgelastet sind, aber dennoch dringend Arbeitskräfte benötigen.
  • Der Bonus kann seit Mitte Juni 2020 beim AMS beantragt werden und läuft bis Ende Juni 2021.
  • Ein niedrigeres Gehalt bei neuer Beschäftigungsaufnahme wird auf rund 80% des Nettogehalts vor Arbeitslosigkeit aufgestockt (max. 950 Euro).

  • Bereits am 6. März 2020 präsentierte Tourismusministerin Elisabeth Köstinger ein erstes Maßnahmenpaket, das aus der Besicherung von Überbrückungsfinanzierungen der Hausbanken mit Haftungen der ÖHT (Österreichische Hotel- und Tourismusbank) und der Kostenübernahme der einmaligen Bearbeitungsgebühr und der Haftungsprovision durch das BMLRT bestand. Ziel der Haftungsübernahmen ist es, Liquidität zu sichern und die Aufrechterhaltung des Betriebs zu gewährleisten.
  • Die ÖHT bietet mittlerweile drei attraktive Modelle für Haftungsübernahmen an (80%, 90% oder 100%). Die Ansuchen für die Haftungsübernahmen erfolgen über die jeweilige Hausbank.
  • Durch die Schaffung eines eigenen Haftungsrahmens für COVID-19-Überbrückungsfinanzierungen stehen den KMU der Tourismus- und Freizeitwirtschaft bis zu 1,625 Mrd. Euro zur Verfügung.
  • Die Haftungen werden aus dem Corona Hilfs-Fonds zur Verfügung gestellt, mit denen vor allem jene Unternehmen unterstützt werden, die durch Maßnahmen wie Betretungsverbote, Reisebeschränkungen oder Versammlungsbeschränkungen besonders betroffen sind und Liquiditätsprobleme haben und daher mit großen Umsatzeinbußen und der Gefährdung ihrer Geschäftsgrundlage konfrontiert sind. Das sind vor allem Branchen wie die Gastronomie, Beherbergung und Freizeitwirtschaft.
  • Nähere Informationen zu Inhalt und Beantragung der Garantie-Instrumente finden Sie auf der Website der ÖHT: www.oeht.at.
  • Die Förderungsexpertinnen und –experten der ÖHT stehen darüber hinaus für eine persönliche Beratung über die COVID-19-Hotline der ÖHT unter + 43(0)720/301 355 zur Verfügung.

  • Die COVID-19-Investitionsprämie des richtliniengebenden Bundesministeriums für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW) schafft Anreize für Unternehmensinvestitionen und leistet damit einen wesentlichen Beitrag zur Sicherung von Betriebstätten, der Schaffung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen und der Stärkung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Österreich. 
  • Mit der Investitionsprämie werden materielle und immaterielle aktivierungspflichtige Neuinvestitionen in das abnutzbare Anlagevermögen gefördert, die zwischen dem 1. September 2020 und 28. Februar 2021 beantragt und spätestens bis zum 28. Februar 2022 umgesetzt werden.
  • Am 28. Mai 2021 erfolgte die Adaption der Richtlinie und eine Verlängerung der Frist zur Setzung der ersten Maßnahme wurde um drei Monate verlängert (bis 31. Mai 2021). Die Investition muss bis spätestens 28. Februar 2023 in Betrieb genommen und bezahlt werden, bei Investitionen über 20 Mio. Euro spätestens am 28. Februar 2025.
  • Die Maßnahme richtet sich an alle Unternehmen unabhängig von ihrer Größe oder Branche.
  • Die Basisprämie beträgt 7%, besonders begünstigt sind Investitionen in Digitalisierung, Ökologisierung sowie Gesundheit und Life Science mit einer Prämie von 14%.
  • Die Abwicklung erfolgt für alle Branchen über die Austria Wirtschaftsservice GmbH (aws). Hier finden Sie neben der Richtlinie auch laufend aktualisierte FAQs und Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme mit der aws. Die Antragstellung erfolgt über die elektronische Anwendung „aws Fördermanager“.
  • Die Förderungsmaßnahme kann ergänzend zu den Förderungs- und Finanzierungsprodukten der Österreichischen Hotel- und Tourismusbank Gesellschaft m.b.H (ÖHT) in Anspruch genommen werden. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des ÖHT beraten Sie gerne hinsichtlich der Kombination von geförderter Finanzierung und Investitionsprämie. Details finden Sie unter https://www.oeht.at/.

  • Es besteht die Möglichkeit einer Stundung bzw. einer Ratenzahlung der Steuern (ESt, KÖSt).
  • Neben der Herabsetzung der Einkommen- oder Körperschaftsteuervorauszahlungen bestehen weitere Erleichterungen durch das Aussetzen von Gebühren und Verlängerung von Fristen. Bestehende Stundungen wurden bis 31. März 2021 verlängert.
  • Informationen und Antragsformular zur den Steuerstundungen und -Erleichterungen finden Sie auf der Internetseite des Bundesministeriums für Finanzen.

  • COVID-19-Rücklage: Die Bildung der COVID-19-Rücklage setzt voraus, dass der Gesamtbetrag der betrieblichen Einkünfte im Jahr 2019 positiv und im Jahr 2020 voraussichtlich negativ ist.
  • Verlustrücktrag: Im Rahmen der COVID-19-Rücklage nicht berücksichtigte Verluste des Jahres 2020 können sodann in das Jahr 2019 rückgetragen und dort vom Gesamtbetrag der Einkünfte vor Sonderausgaben und außergewöhnlichen Belastungen abgezogen werden.
  • Nähere Informationen zu den Möglichkeiten der Verlustverwertung (Verlustausgleich, Verlustvortrag und Verlustrücktrag) finden Sie auf der Website des Bundesministeriums für Finanzen (BMF).

  • Wiedereinstellungszusage für Tourismus-Mitarbeiter wird verlängert auf 4 Monate (bisher drei Monate gültig).
  • Es besteht auch die Möglichkeit der Aussetzung des AKM-Lizenzvertrages.
  • GIS akzeptiert bei Schließungen von Unternehmen aufgrund der Corona-Krise eine Abmeldung.
  • Kreditmoratorium: Zinszahlungen und Tilgungsleistungen bzw. Pauschalraten konnten für Kreditverträge von Kleinstunternehmern (weniger als 10 Beschäftigte und weniger als 2 Mio. Euro Jahresumsatz bzw. Bilanzsumme) für den Zeitraum 1. April 2020 bis 31. Jänner 2021 ausgesetzt werden. Voraussetzung dafür waren nachweisbare Einkommensausfälle aufgrund der COVID-19-Krise. Nähere Informationen dazu bei Ihrer Hausbank.

  • Um Gastronomiebetriebe bestmöglich beim Wiederhochfahren zu unterstützen, hat die Bundesregierung ein Wirtepaket geschnürt.
  • Es enthält steuerliche und bürokratische Entlastungen, um die Gastronomie zu unterstützen und den Konsum anzukurbeln.
  • Informationen zu den konkreten Maßnahmen finden Sie hier.

  • Im Juni 2020 konnte gemeinsam mit dem zuständigen Bundesministerium für Finanzen (BMF) eine weitreichende Maßnahme für die Tourismus- und Freizeitwirtschaft präsentiert werden, die bis Ende 2021 verlängert worden ist.
  • Hotel- und Gastronomiebetriebe können so auch im Jahr 2021 von der temporären Einführung eines ermäßigten Umsatzsteuersatzes von 5% auf Erlöse aus dem Verkauf von Speisen, Getränken und Nächtigungen profitieren.
  • Darüber hinaus werden auch weiterhin Theateraufführungen, Tierparks, Museen, Zirkusveranstaltungen oder Kinos sowie Schaustellungen von der Steuersenkung profitieren
  • Weitere Informationen zur Umsetzung bzw. zu den Auswirkungen auf Kassensysteme finden Sie auf der Seite des Bundesministerium für Finanzen.

  • Aufgrund der Ungewissheit im Hinblick auf das künftige Infektionsgeschehen und den damit verbundenen Einschränkungen, ist die Planung von Veranstaltungen derzeit mit einem erheblichen Risiko verbunden. Darum wurde ein Schutzschirm für die Veranstalterbranche erarbeitet.
  • Der Schutzschirm sieht ein Gesamtvolumen von EUR 300 Mio. Euro vor.
  • Ursprünglich war dieser Schutzschirm auf 1 Mio. Euro pro Veranstalter begrenzt. Eine erste Erhöhung auf 2 Mio. Euro pro Veranstalter wurde kürzlich umgesetzt und ist bereits beantragbar. Ein Umstieg von bestehenden Anträgen auf die höhere Fördersumme ist möglich.
  • In einem weiteren Schritt wird der Veranstalter-Schutzschirm II als Haftungsmodell mit einer maximalen Haftungsübernahme von 10 Mio. Euro pro Veranstalter ausgeweitet. Dafür wurde am 22. April 2021 mit einem Initiativantrag im Parlament die gesetzliche Grundlage in die Wege geleitet.
  • Durch einen Zuschuss auf Grundlage einer detaillierten Veranstaltungsplanung für jenen finanziellen Nachteil, der aus einer COVID-19 bedingten Absage oder wesentlichen Einschränkung der Veranstaltung resultiert, sollen die Veranstalter unterstützt werden.
  • Förderbare Kosten sind nicht mehr stornierbare Aufwendungen für Leistungen Dritter in der Wertschöpfungskette (z.B. Lieferanten, Technik, Catering, Künstler, Bar, Service, Florist, Veranstaltungsort, Rückabwicklungskosten, Werbekostenzuschüsse), sowie Personalkosten, die unmittelbar mit der Planung und Durchführung der förderungsgegenständlichen Veranstaltung zusammenhängen.
  • Auszahlungshöhe der Förderung ergibt sich aus der Differenz zwischen den nicht stornierbaren Kosten und erzielten Einnahmen, Versicherungsleistungen und anderen Förderungen.
  • Das erste förderbare Veranstaltungsdatum ist der 1. März 2021. Aufgrund der anhaltenden Coronakrise wurde der Beantragungszeitraum bis Dezember 2021 verlängert. Umfasst sind geplante Veranstaltungen bis Jahresende 2022.
  • Anträge können seit 18. Jänner 2021 über die Österreichische Hotel- und Tourismusbank (ÖHT) gestellt werden.
  • Anträge für den Schutzschirm II mit der höheren Haftungssumme sind voraussichtlich ab dem Sommer 2021 möglich.

Ziel der Bundesregierung ist, österreichische Unternehmen bestmöglich zu unterstützen und deren Liquidität zu sichern und hat dafür ein bis zu 38 Mrd. Euro Hilfspaket geschnürt.

  • Informationen zu steuerlichen Erleichterungen sowie dem Aussetzen von Gebühren finden Sie auf der Internetseite des Bundesministeriums für Finanzen.
  • Informationen zum Härtefallfonds, der Unterstützung in akuter finanzieller Notlage für Ein-Personen-Unternehmen (EPU, neue Selbständige), freie Dienstnehmer nach §4 Abs. 4 ASVG und Kleinstbetrieben, finden Sie auf der Internetseite der Wirtschaftskammer Österreich
  • Informationen zum Corona Hilfs-Fonds, der Unterstützung von Unternehmen, die durch Maßnahmen wie Betretungsverbote, Reisebeschränkungen oder Versammlungsbeschränkungen besonders betroffen sind, finden Sie auf der Seite des Bundesministeriums für Finanzen.

Für KMUs der Hotellerie, Gastronomie und Freizeitwirtschaft hat das Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus gemeinsam mit der Österreichischen Hotel- und Tourismusbank ein Maßnahmenpaket geschnürt hat. Nähere Information zu diesem Unterstützungsmodell finden Sie unter www.oeht.at.

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer haben Entgeltfortzahlungsansprüche u. a. bei Krankheit (Unglücksfall), Unfall, Pflege naher Angehöriger, aber auch im Fall der Quarantäneverhängung gem. Absonderungsverordnung, BGBl. Nr. II 39/1915 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. II 21/2020. In Bezug auf Betriebseinschränkungen und –schließungen hat die Bundesregierung mit 15. März 2020 ein neues Kurzarbeitsmodell verabschiedet, damit möglichst viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der Beschäftigung gehalten werden können. Nähere Informationen zum Corona-Kurzarbeitsmodell finden Sie auf den Seiten des Arbeitsmarktservice AMS.

Erleichterung in Bezug auf Sozialversicherungsbeiträge für Selbständige, die vom Coronavirus direkt oder indirekt durch Erkrankung oder Quarantäne betroffen sind oder mit massiven Geschäftseinbußen rechnen und dadurch Zahlungsschwierigkeiten haben, sind möglich. Genauere Informationen finden Sie auf der Seite der Wirtschaftskammer Österreich: https://www.wko.at/service/faq-coronavirus-infos.html#heading_soziales

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