Maßnahmenpaket für den Tourismus

Grünes Icon mit Schriftzug COVID 19 Maßnahmenpaket für den Tourismus

Überblick der vielfältigen Unterstützungshilfen für die Tourismuswirtschaft in dieser schwierigen Situation

Stand: 31.5.2022. Die Informationen werden laufend ergänzt.

Die Tourismuswirtschaft war und ist nach wie vor von den Folgen des Corona-Virus betroffen und wird es in manchen Bereichen auch noch länger sein. Ziel ist es, der Branche in dieser schwierigen Zeit zur Seite zu stehen und sie bestmöglich zu unterstützen. Wichtig ist dabei eine gemeinsame, rasche und unbürokratische Vorgangsweise. Die Bundesregierung arbeitet sehr eng mit Vertreterinnen und Vertretern der Arbeitgebenden und Arbeitnehmenden, den Bundesländern und der Branche zusammen, um allen im Tourismus Tätigen eine Perspektive geben zu können.

Hier finden Sie einen Überblick über alle Maßnahmen, die der Tourismuswirtschaft helfen sollen, ihre Liquidität zu sichern:

Der Ausfallsbonus dient als Instrument zur Erhaltung der Zahlungsfähigkeit und Überbrückung von Liquiditätsschwierigkeiten.

  • Für den Zeitraum November 2020 bis Juni 2021 stand der Ausfallsbonus I zur Verfügung und konnte bis 30. Juni 2021 beantragt werden.
  • Um den Tourismus weiter zu unterstützen, wurde der Ausfallsbonus für betroffene Betriebe (Ausfallsbonus II) um drei Monate - Juli bis September 2021 - verlängert. Der Betrachtungszeitraum für den Ausfallsbonus II ist das Kalendermonat. Für jeden Monat ist ein gesonderter Antrag zu stellen. Voraussetzung für die Gewährung der Förderung ist, ein Umsatzausfall von mindestens 50 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum (das entsprechende Kalendermonat im Jahr 2019). Der Ausfallsbonus II ist mit 80.000 Euro pro Kalendermonat gedeckelt. Bei Vorliegen der allgemeinen Anspruchsvoraussetzungen beträgt er – entsprechend der Regelung beim Ausfallsbonus – auf jeden Fall 100 Euro (Mindesthöhe). Beantragung ab dem 16. des auf den Betrachtungszeitraum folgenden Kalendermonats bis zum 15. des auf den Betrachtungszeitraum viertfolgenden Kalendermonats über FinanzOnline: Antrag für September 2021 noch bis 15. Jänner 2022 möglich.
  • Aufgrund der aktuellen Lage wird der Ausfallsbonus (Ausfallsbonus III) auch für den Zeitraum von November 2021 bis März 2022 zur Verfügung stehen. Bei mindestens 40 Prozent Umsatzeinbruch (im November und Dezember 2021 Umsatzausfall von mindestens 30 Prozent) im Vergleich zum identen Monat 2019 soll es eine Ersatzrate von 10 bis 40 Prozent des Umsatzrückgangs geben. Der Ausfallsbonus III ist ebenfalls mit 80.000 Euro pro Kalendermonat gedeckelt. Antragsberechtigt sind auch Neugründungen bis zum 1. November 2021. Beantragung: ab 10. Dezember 2021.Weitere Informationen unter www.fixkostenzuschuss.at
  • Für folgende touristische Vermieter erfolgt die Antragstellung für den Zeitraum November 2021 bis März 2022 und Abwicklung über die Agrarmarkt Austria (AMA). Anträge können über www.eama.at eingereicht werden. Die Förderung beträgt mindestens 100 Euro ist mit 15.000 Euro pro Betrachtungszeitraum gedeckelt.
    • Vermieter von Privatzimmern und Ferienwohnungen, die im eigenen Haushalt höchstens 10 Betten vermieten und nicht der Gewerbeordnung unterliegen.
    • Gewerbliche touristische Vermieter von Gästezimmern und/oder Ferienwohnungen, die aus dieser Tätigkeit Einkünfte gemäß § 28 EStG beziehen und dafür Tourismusabgaben (Orts- bzw. Nächtigungsabgaben) abführen. Hauptwohnsitz bzw. Betriebsstätte sowie die touristische Vermietungstätigkeit des Antragstellers muss sich in Österreich befinden.
    • Sonstige in der touristischen Vermietung von Gästezimmern und/oder Ferienwohnungen tätige natürliche Personen, die aus dieser Tätigkeit Einkünfte gemäß § 28 EStG beziehen und dafür Tourismusabgaben (Orts- bzw. Nächtigungsabgaben) abführen. Hauptwohnsitz des Antragstellers muss sich in Österreich befinden.
    • Bewirtschafter land- und forstwirtschaftlicher Betriebe, die Privatzimmer oder Ferienwohnungen vermieten, oder eine Wein-, Mostbuschenschank oder Almausschank betreiben.

Der Verlustersatz dient als Instrument zur Überbrückung von Liquiditätsschwierigkeiten durch Verlust-Kompensation.

  • Für Verluste im Zeitraum zwischen 1. Juli 2021 und 31. Dezember 2021 sind Anträge für bis zu sechs Betrachtungszeiträume, die zeitlich zusammenhängen, möglich.
  • Voraussetzung für die Antragstellung sind Umsatzausfälle von mindestens 50 Prozent.
  • Die Höhe des Verlustersatzes entspricht 70 Prozent der Bemessungsgrundlage. Bei Klein- oder Kleinstunternehmen erhöht sich die Ersatzrate auf 90 Prozent der Bemessungsgrundlage.
  • Die Auszahlung erfolgt in bis zu 2 Tranchen, die separat beantragt werden müssen.
  • Der Antrag muss durch einen Vertreter (Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder Bilanzbuchhalter) eingebracht werden.
  • Anträge sind bis spätestens 30. Juni 2022 einzubringen.
  • Aufgrund der aktuellen Situation wird der Verlustersatz um drei Monate - Jänner 2022 bis März 2022 - verlängert und kann bei mindestens 40 Prozent Umsatzeinbruch im Vergleich zum identen Monat 2019 beantragt werden. Die Ersatzrate wird bei 70 bis 90 Prozent des Verlustes liegen. Antragsberechtigt sind auch Neugründungen bis zum 1. November 2021. Beantragung ab 10.. Februar 2022.
  • Nähere Informationen dazu finden Sie auf der Website des Bundesministeriums für Finanzen (BMF) oder unter www.fixkostenzuschuss.at.

  • Dieses Förderungsprogramm schafft ein Sicherheitsnetz für Härtefälle bei Ein-Personen-Unternehmen (EPU) und Kleinstbetriebe, insbesondere auch kleine Familienbetriebe (wie Fremdenführer, Imbissstände).
  • Die Wirtschaftskammer Österreich wickelt das Förderungsprogramm des Bundes zum Härtefallfonds ab.
  • Auch für die Vermieter von Privatzimmern und Ferienwohnungen wurde die Verlängerung der Härtefallfonds-Förderung erwirkt und die „Auszahlungsphase 3“ gestartet. Die Abwicklung erfolgt über die Agrarmarkt AustriaBetrachtungszeiträume November 2021 bis März 2022 eine Förderung zwischen 600 Euro und maximal 2.000 Euro beantragen, sofern sie im Betrachtungszeitraum einen Umsatzausfall von mindestens 40 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum erlitten haben. Die Förderung beträgt 80 Prozent der ermittelten Einkunftsverluste zuzüglich eines Betrags von 100 Euro, wobei sonstige Einkünfte die Förderung entsprechend reduzieren. Für jeden Monat ist ein gesonderter Antrag zu stellen.

  • Das Instrument der Kurzarbeit hat sich als erfolgreiche Krisenmaßnahme bewährt, um Auswirkungen der Pandemie auf den Arbeitsmarkt einzudämmen. Die Corona-Kurzarbeit befindet sich bereits in der Phase 5 (ab 01. Juli 2021 bis 30. Juni 2022) und kann für Kurzarbeitsprojekte von höchstens jeweils 6 Monaten in Anspruch genommen werden.
  • Es gibt zwei verschiedene Modelle der Kurzarbeit: für besonders betroffene Betriebe und für alle übrigen Betriebe. Für letztere gelangen 85 Prozent der errechneten Kurzarbeitshilfe zur Auszahlung.
  • Besonders betroffene Betriebe sind jene mit mindestens 50 Prozent Umsatzrückgang oder Betriebe, über die ein Betretungsverbot verhängt ist. Diese erhalten bis längstens 31. März 2022 weiterhin die ungekürzte Beihilfe.  
  • Nähere Informationen zur Kurzarbeit finden Sie auf der Website des Bundesministeriums für Arbeit.

  • Der Arbeitskräftemangel im Tourismus war bereits vor der Corona-Krise eine große Herausforderung für die Tourismusbranche. Diese Situation hat sich während der Corona-Pandemie verschärft. Nach mehr als zwei Jahren Corona-Pandemie, haben die Tourismus- und Freizeitwirtschaft, Gastronomie, Veranstalter- und Reisebranche nach wie vor mit Herausforderungen zu kämpfen.
  • Aufgrund von Lockdowns und Reisebeschränkungen haben vor allem Beschäftige in diesen Branchen die Kurzarbeit in Anspruch genommen. Mehr als 176.000 Personen konnten allein im Tourismus und der Gastronomie dadurch in Beschäftigung gehalten werden. Um die besonders betroffene Branche weiterhin zu unterstützen, hat die Bundesregierung den Langzeit-Kurzarbeits-Bonus geschaffen, der ab 12. April 2022 beantragt werden kann.
  • Der Langzeit-Kurzarbeits-Bonus ist eine Unterstützung für Personen, die während der Corona-Pandemie für einen langen Zeitraum in Kurzarbeit waren und von hohen Einkommensverlusten betroffen waren. Davon betroffen sind insbesondere Beschäftigte der Tourismus- und Freizeitwirtschaft, Gastronomie, Veranstalter- und Reisebranche.
  • Beschäftigte, die sich von 1. März 2020 bis 30. November 2021 für mindestens 10 Monate und im Dezember 2021 in Kurzarbeit befanden, können den Langzeit-Kurzarbeits-Bonus in Anspruch nehmen.
  • Es handelt sich um einen einmaligen Zuschuss von 500 Euro zur Abdeckung des Sonderbedarfs durch die Corona-Pandemie.
  • Es sind Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer anspruchsberechtigt, welche die allgemeinen Voraussetzungen erfüllen und deren sozialversicherungsrechtliche Beitragsgrundlage im Dezember 2021 höchstens 2.775 Euro betrug.
  • Die Beantragung, Bewilligung und Auszahlung erfolgt über die Buchhaltungsagentur des Bundes, bis längstens 31. Dezember 2022. Die elektronische Antragstellung ist ab dem 12. April 2022 möglich. Dafür ist eine Handy-Signatur, ID Austria oder Bürgerkarte erforderlich.
  • Da es eine personenbezogene Beihilfe ist, muss die Beantragung persönlich durch die Dienstnehmerin oder den Dienstnehmer erfolgen und nicht über den Betrieb.
  • Für Unterstützung bei der Antragstellung und weitere Auskünfte wurde eine Callcenter-Hotline von eingerichtet: +43 1 71123 884468 
  • Nähere Informationen zur Kurzarbeit finden Sie auf der Website des Bundesministeriums für Arbeit.

  • Bereits am 6. März 2020 präsentierte Tourismusministerin Elisabeth Köstinger ein erstes Maßnahmenpaket, das aus der Besicherung von Überbrückungsfinanzierungen der Hausbanken mit Haftungen der ÖHT (Österreichische Hotel- und Tourismusbank) und der Kostenübernahme der einmaligen Bearbeitungsgebühr und der Haftungsprovision durch das BMLRT bestand. Ziel der Haftungsübernahmen ist es, Liquidität zu sichern und die Aufrechterhaltung des Betriebs zu gewährleisten.
  • Die ÖHT bietet mittlerweile drei attraktive Modelle für Haftungsübernahmen an (80, 90 oder 100 Prozent). Die Ansuchen für die Haftungsübernahmen erfolgen über die jeweilige Hausbank.
  • Durch die Schaffung eines eigenen Haftungsrahmens für COVID-19-Überbrückungsfinanzierungen stehen den KMU der Tourismus- und Freizeitwirtschaft bis zu 1,625 Milliarden Euro zur Verfügung.
  • Die Haftungen werden aus dem Corona Hilfs-Fonds zur Verfügung gestellt, mit denen vor allem jene Unternehmen unterstützt werden, die durch Maßnahmen wie Betretungsverbote, Reisebeschränkungen oder Versammlungsbeschränkungen besonders betroffen sind und Liquiditätsprobleme haben und daher mit großen Umsatzeinbußen und der Gefährdung ihrer Geschäftsgrundlage konfrontiert sind. Das sind vor allem Branchen wie die Gastronomie, Beherbergung und Freizeitwirtschaft.
  • Nähere Informationen zu Inhalt und Beantragung der Garantie-Instrumente finden Sie auf der Website der ÖHT: www.oeht.at.
  • Die Förderungsexpertinnen und –experten der ÖHT stehen darüber hinaus für eine persönliche Beratung über die COVID-19-Hotline der ÖHT unter + 43(0)720/301 355 zur Verfügung.
  • Haftungsübernahmen für Überbrückungsfinanzierungen konnten bis Mitte Dezember 2021 beantragt werden, eine Verlängerung bis Ende Juni 2022 ist in Vorbereitung.

  • Im Fixkostenzuschuss 800.000 (FKZ 800.000) werden den betroffenen Unternehmen Fixkosten abgegolten, im Gegenzug müssen bestimmte erhaltene COVID-19-Unterstützungen (Hilfen, die unter Abschnitt 3.1 des Befristeten Beihilferahmens fallen) abgezogen werden.
  • Der Fixkostenzuschuss 800.000 konnte für einen mehr als dreimal so langen Zeitraum wie der Fixkostenzuschuss I, nämlich maximal 10 statt 3 Monate, im Zeitraum von 16. September 2020 bis 30. Juni 2021 bei einem Umsatzausfall von mindestens 30 Prozent beantragt werden.
  • Für Kleinst-Unternehmen bis 120.000 Euro Jahresumsatz gibt es die Möglichkeit für Pauschalierungen. Diese Unternehmen können auch ohne Steuerberater beantragen.
  • Eine Kombination von Fixkostenzuschuss 800.000 und Verlustersatz ist jedoch nicht möglich.
  • Anträge waren über FinanzOnline bis 31. März 2022 möglich. Die Auszahlung erfolgt in zwei Tranchen, die separat beantragt werden müssen.
  • Nähere Informationen finden Sie auf der Website des Bundesministeriums für Finanzen (BMF) oder unter www.fixkostenzuschuss.at.

  • Aufgrund der Ungewissheit im Hinblick auf das künftige Infektionsgeschehen und den damit verbundenen Einschränkungen, ist die Planung von Veranstaltungen derzeit mit einem erheblichen Risiko verbunden. Darum wurde ein Schutzschirm für die Veranstalterbranche erarbeitet.
  • Der Schutzschirm sieht derzeit ein Gesamtvolumen von EUR 300 Mio. Euro vor.
  • Aufgrund der anhaltenden Coronakrise wurden die Beantragungszeiträume bis Mitte 2022 verlängert.
  • Der Schutzschirm für Veranstaltungen I ermöglicht für Veranstaltungen, die bis 30. Juni 2023 stattfinden sollen, eine Absicherung bis zu 2 Millionen Euro pro Veranstalter. Ansuchen werden bis 1. Juni 2022 entgegengenommen.
  • Der Schutzschirm für Veranstaltungen II ermöglicht für Veranstaltungen, die bis 30. Juni 2023 stattfinden sollen, eine Absicherung bis zu 10 Millionen Euro pro Veranstalter. Ansuchen werden bis 30. April 2022 entgegengenommen.
  • Durch einen Zuschuss auf Grundlage einer detaillierten Veranstaltungsplanung für jenen finanziellen Nachteil, der aus einer COVID-19 bedingten Absage oder wesentlichen Einschränkung der Veranstaltung resultiert, sollen die Veranstalter unterstützt werden.
  • Förderbare Kosten sind nicht mehr stornierbare Aufwendungen für Leistungen Dritter in der Wertschöpfungskette (z.B. Lieferanten, Technik, Catering, Künstler, Bar, Service, Florist, Veranstaltungsort, Rückabwicklungskosten, Werbekostenzuschüsse), sowie Personalkosten, die unmittelbar mit der Planung und Durchführung der förderungsgegenständlichen Veranstaltung zusammenhängen.
  • Auszahlungshöhe der Förderung ergibt sich aus der Differenz zwischen den nicht stornierbaren Kosten und erzielten Einnahmen, Versicherungsleistungen und anderen Förderungen.
  • Anträge können über die Österreichische Hotel- und Tourismusbank (ÖHT) gestellt werden.

  • Es besteht die Möglichkeit einer Stundung bzw. einer Ratenzahlung der Steuern (Einkommenssteuer, Körperschaftssteuer). Stundungen sollen bis Jänner 2022 verlängert werden.
  • Neben der Herabsetzung der Einkommen- oder Körperschaftsteuervorauszahlungen bestehen weitere Erleichterungen durch das Aussetzen von Gebühren und Verlängerung von Fristen. Bestehende Stundungen wurden bis 30. Juni 2022 verlängert.
  • Informationen und Antragsformular zur den Steuerstundungen und -Erleichterungen finden Sie auf der Internetseite des Bundesministeriums für Finanzen.

  • Wiedereinstellungszusage für Tourismus-Mitarbeiter wird verlängert auf 4 Monate (bisher drei Monate gültig).
  • Es besteht auch die Möglichkeit der Aussetzung des AKM-Lizenzvertrages.
  • GIS akzeptiert bei Schließungen von Unternehmen aufgrund der Corona-Krise eine Abmeldung.
  • Kreditmoratorium: Zinszahlungen und Tilgungsleistungen bzw. Pauschalraten konnten für Kreditverträge von Kleinstunternehmern (weniger als 10 Beschäftigte und weniger als 2 Mio. Euro Jahresumsatz bzw. Bilanzsumme) für den Zeitraum 1. April 2020 bis 31. Jänner 2021 ausgesetzt werden. Voraussetzung dafür waren nachweisbare Einkommensausfälle aufgrund der COVID-19-Krise. Nähere Informationen dazu bei Ihrer Hausbank.

  • Neustartbonus: Mit diesem wurden Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die im ersten Schritt noch keinen Job im vollen Ausmaß oder im bisherigen Beruf gefunden haben, unterstützt. Davon profitieren auch Tourismusbetriebe, die noch nicht voll ausgelastet waren, aber dennoch dringend Arbeitskräfte benötigten. Der Bonus konnte von Mitte Juni 2020 bis Ende 2021 beim AMS beantragt werden.
  • Hilfe für vom Lockdown indirekt Betroffene: Unterstützung für Unternehmen, etwa Zulieferer und Dienstleister wie Textilreinigungen oder Bühnenbauer, die durch die Schließung bestimmter Unternehmen indirekt hart getroffen waren. Die Bundesregierung hat gemeinsam mit der Wirtschaftskammer auch für diese Betriebe eine eigene Hilfe konzipiert, um Umsatzeinbußen abzufedern und Arbeitsplätze zu retten. Die Antragsfrist für den Lockdown-Umsatzersatz II für indirekt betroffene Unternehmen ist mit 30. Juni 2021 abgelaufen. Nähere Informationen zur Hilfe für indirekt betroffene Unternehmen finden Sie hier.
  • Die COVID-19-Investitionsprämie des richtliniengebenden Bundesministeriums für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW) hat Anreize für Unternehmensinvestitionen geschaffen und damit einen wesentlichen Beitrag zur Sicherung von Betriebstätten, der Schaffung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen und der Stärkung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Österreich geleistet. Gefördert wurden materielle und immaterielle aktivierungspflichtige Neuinvestitionen in das abnutzbare Anlagevermögen. Die Antragstellung lief zwischen dem 1. September 2020 und 28. Februar 2021 mit einer Umsetzung bis spätestens 28. Februar 2022 und wurde um drei Monate verlängert (bis 31. Mai 2021). Die Investition muss bis spätestens 28. Februar 2023 in Betrieb genommen und bezahlt werden, bei Investitionen über 20 Mio. Euro spätestens am 28. Februar 2025.
  • Möglichkeiten zur Verlustverwertung: Bildung der COVID-19-Rücklage, wenn der Gesamtbetrag der betrieblichen Einkünfte im Jahr 2019 positiv und im Jahr 2020 voraussichtlich negativ war. Im Rahmen der COVID-19-Rücklage nicht berücksichtigte Verluste des Jahres 2020 konnten in das Jahr 2019 rückgetragen und dort vom Gesamtbetrag der Einkünfte vor Sonderausgaben und außergewöhnlichen Belastungen abgezogen werden. Nähere Informationen zu den Möglichkeiten der Verlustverwertung (Verlustausgleich, Verlustvortrag und Verlustrücktrag) finden Sie auf der Website des Bundesministeriums für Finanzen (BMF).
  • Senkung der Umsatzsteuer auf 5 Prozent: Im Juni 2020 konnte gemeinsam mit dem zuständigen Bundesministerium für Finanzen (BMF) eine weitreichende Maßnahme für die Tourismus- und Freizeitwirtschaft präsentiert werden, die bis Ende 2021 verlängert worden ist. Hotel- und Gastronomiebetriebe können so auch im Jahr 2021 von der temporären Einführung eines ermäßigten Umsatzsteuersatzes von 5 Prozent auf Erlöse aus dem Verkauf von Speisen, Getränken und Nächtigungen profitieren. Darüber hinaus haben auch Theateraufführungen, Tierparks, Museen, Zirkusveranstaltungen oder Kinos sowie Schaustellungen von der Steuersenkung profitiert.
  • Wirtepaket: Um Gastronomiebetriebe bestmöglich beim Wiederhochfahren zu unterstützen, hat die Bundesregierung ein Wirtepaket geschnürt, das steuerliche und bürokratische Entlastungen enthielt, um die Gastronomie zu unterstützen und den Konsum anzukurbeln. Informationen zu den konkreten Maßnahmen finden Sie auf der Seite des Bundesministeriums für Finanzen.

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