Auszahlung des Ausfallsbonus für den November an die Tourismusbranche

Ausschnitt Hände einer Frau, die in einer Hand ein Handy hält und mit der anderen Hand etwas in einen Laptop eingibt
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Österreichische Unternehmen können seit 10. Dezember den Ausfallsbonus für November beantragen. "Der Ausfallsbonus ist ein Instrument, das sehr zielgerichtet wirkt und vor allem kleine und mittlere Unternehmen in der Tourismusbranche schnell unterstützt. Nun ist die Beantragung jeweils schon ab dem 10. jeden Monats und bereits ab einem Umsatzrückgang von 30 Prozent möglich.

Uns war es wichtig, dass die ersten Auszahlungen noch 2021 erfolgen, um den betroffenen Betrieben rasch zu helfen. Dieses Versprechen haben wir gehalten", zieht Köstinger eine erste Bilanz.

Mit dem Ausfallsbonus III bekommen Betriebe 10 bis 40 Prozent des Umsatzrückgangs erstattet, wenn ihre Umsätze im November und Dezember im Vergleich zu 2019 um 30 Prozent sinken bzw. falls der Umsatz zwischen Jänner und März 2022 um 40 Prozent unter den Vergleichswerten von 2020 liegt. Der maximale Rahmen beträgt 2,3 Millionen Euro (statt bisher 1,8 Millionen Euro).

"Mein Dank geht an alle Gastronomie-, Hotellerie-, Freizeit- und Veranstaltungsbetriebe, die seit Pandemie-Beginn Geduld und Verständnis aufbringen und Maßnahmen mittragen. Nun gilt es den Ausfallsbonus zu beantragen, um Verluste zu kompensieren. Für die Unternehmen, die aufgrund besonderer Betroffenheit mehr Liquidität benötigen gibt es den Verlustersatz mit einer Maximalsumme von 12 Millionen Euro. Hinzu kommen Sondermaßnahmen wie der Schutzschirm für die Veranstalterbranche oder die Insolvenzabsicherung für Reisebüros", ergänzt Tourismusministerin Köstinger.

Der Verlustersatz III kommt bei einem Umsatzeinbruch von zumindest 40 Prozent gegenüber dem identen Monat aus dem Jahr 2019 zum Tragen, es gilt dabei eine Ersatzrate von 70 bis 90 Prozent des Verlustes. Der Verlustersatz wird von Jänner 2022 bis März 2022 verlängert, wobei ein maximaler Rahmen von 12 Millionen Euro gilt (statt bisher 10 Millionen Euro). Die Beantragung ist ab Anfang 2022 möglich. Die Beantragung der zweiten Tranche des Verlustersatzes wird ab 10. Jänner 2022 möglich sein.

"Die Corona-Pandemie ist eine Katastrophe für die Tourismusbranche und hat die österreichische Wirtschaft auch 2021 voll getroffen. Der Komplettausfall der letzten Wintersaison war sicherlich der Tiefpunkt. Dass aber Österreich trotz Krise nichts an seiner Beliebtheit als Urlaubsdestination eingebüßt hat, hat der Sommer 2021 mit guten Zahlen eindrucksvoll bewiesen. Dieses kräftige Lebenszeichen stimmt mich auch für die Zukunft positiv. Wir werden aber alle anpacken müssen um die Folgen der Pandemie zu bewerkstelligen", resümiert Bundesministerin Köstinger.

Daneben bestehen eigene branchenspezifische Hilfsmaßnahmen, die über die Österreichische Hotel- und Tourismusbank Gesellschaft m.b.H. (ÖHT) abgewickelt werden. Hier stellen sich die Werte mit Mitte Dezember 2021 wie folgt dar:

  • Haftungsübernahmen für Überbrückungsfinanzierungen: Haftungsvolumen von insgesamt rd. 1,3 Milliarden Euro in 9.005 Fällen bzw. im Durchschnitt 144.364 Euro pro Antragsteller
  • Schutzschirm für Veranstaltungen: Förderungszusagen in Höhe von insgesamt rund 279 Millionen Euro in 939 Fällen bzw. im Durchschnitt 297.095 Euro pro Antragsteller

Anträge "Schutzschirm für Veranstaltungen" können im nächsten Halbjahr 2022 für Veranstaltungen bis 30. Juni 2023 bei der ÖHT eingebracht werden. Neu ist generell, dass sich alle geförderten Unternehmen an die COVID-Bestimmungen halten müssen, sonst droht eine Rückzahlung der Hilfe. Erhält ein Unternehmen eine Verwaltungsstrafe wegen Verstößen, zum Beispiel im Zusammenhang mit 2-G-Kontrollen, dann müssen die Hilfen für den jeweiligen Monat zurückbezahlt werden.