DESI 2021 – Österreich bei Digitalisierung im EU-Vergleich an der Spitze 

Geschäftsleute tippen am Handy
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Am 12. November 2021 wurde der „Digital Economy and Society Index“ 2021 (DESI) der Europäischen Kommission veröffentlicht. Er bildet jährlich die Entwicklung der digitalen Wirtschaft und Gesellschaft in Europa ab. Im DESI 2021 hat Österreich in nahezu allen Bereichen stark zugelegt und zählt zur europäischen Spitze.

In dem am 12.11.2021 veröffentlichten DESI 2021 hat sich Österreich um drei Plätze verbessert und rangiert damit nun auf dem 10. Platz – deutlich über dem EU-Durschnitt und vor Deutschland. In dem Bereich der Nutzung von und Versorgung mit Festnetz-Breitbandanschlüssen und Mobilfunk-Breitbandanbindung ist Österreich vom 22. Platz auf den 11. Platz deutlich vorgerückt. Für Telekomministerin Elisabeth Köstinger ist diese Bilanz das Ergebnis erfolgreich gesetzter Maßnahmen im Bereich der digitalen Infrastruktur.

„Dieses Ergebnis beweist, dass wir mit unseren Maßnahmen, etwa der Breitbandmilliarde auf dem richtigen Weg sind. Jeder Euro, den wir in die digitale Infrastruktur investieren, ist gut angelegt und eine Investition in die Lebens- und Arbeitsqualität unserer Regionen“, so Köstinger.

Laut der Europäischen Kommission hat Österreich große Fortschritte bei der Erreichung der EU-Gigabit-Ziele gemacht. In dem Bereich der 5G-Mobilfunkversorgung sowie 5G-Readiness belegt Österreich einen Spitzenplatz und hat eine fast vollständige 4G-Abdeckung, sowie eine 50%ige Abdeckung der besiedelten Gebiete mit 5G. Auch beim Preis von Telekommunikations-Produkten positioniert sich Österreich als eines der günstigsten Länder der EU. Die NGA-Abdeckung in Österreich liegt mit 87 % auf EU-Durchschnittsniveau und hat sich gegenüber 2019 um 8 Prozentpunkte erhöht.

Die Verfügbarkeit von Gigabit-fähigen Anschlüssen hat sich von 14 % auf 45 % mehr als verdreifacht, befindet sich aber immer noch unter dem EU-Durchschnitt. Im ländlichen Raum liegt die NGA-Abdeckung jedoch weit unter dem EU-Durchschnitt und deckt derzeit nur 38 % der Haushalte ab.

Die Telekomministerin meint: „Gerade die Corona-Krise hat gezeigt, wie wichtig eine flächendeckende Versorgung mit ultraschnellem Internet ist.“ Eine weitere Schwachstelle Österreichs ist die geringe Abdeckung und Inanspruchnahme von Netzen mit sehr hoher Kapazität (VHC-Netze). Obwohl sich die VHC- Netzabdeckung des Landes von 14 % im Jahr 2019 auf 39 % im Jahr 2020 erheblich verbessert hat, liegt es immer noch unter dem EU-Durchschnitt (59 %). Die VHC-Netzabdeckung im ländlichen Raum ist nach wie vor gering, da nur 12 % der Haushalte abgedeckt sind, verglichen mit 28 % auf EU-Ebene. Die Breitbandpreise liegen insgesamt mit einem Preisindex von 78 leicht unter dem EU-Durchschnitt.

Die Initiative Breitband Austria 2030 wird daher die Gigabit-Verfügbarkeit, insbesondere in ländlichen Regionen, adressieren und vorantreiben. „Wir wollen gleiche Chancen zwischen urbanen und ländlichen Gebieten schaffen“, betont die Telekomministerin.