ÖROK beschließt ÖREK 2030 und 1. österreichische Bodenschutzstrategie

Landschaft
Foto: BMLRT / Alexander Haiden

Als aktuelle Vorsitzende hat Bundesministerin Köstinger zur ersten politischen ÖROK-Sitzung seit über zehn Jahren geladen. Gemeinsam mit Vertretern von Bund, Ländern und Gemeinden wurde das ÖREK 2030 beschlossen. Als erster wichtiger Umsetzungspakt wird auf Initiative von Bundesministerin Köstinger die „1. Österreichweite Bodenschutzstrategie“ umgehend auf den Weg gebracht.
 

1971 wurde die Österreichische Raumordnungskonferenz ins Leben gerufen, um Aufgaben der Raumordnung und Regionalentwicklung kompetenzübergreifend zu bewältigen. Gemeinsam mit Vertretern von Bund, Ländern und Gemeinden wurde das Österreichische Raumordnungskonzept 2030 beschlossen, welches die Raumplanung der nächsten 10 Jahre in Österreich definieren wird. Als erster wichtiger Umsetzungspakt des ÖREK 2030 wird auf Initiative von Bundesministerin Elisabeth Köstinger die „1. Österreichweite Bodenschutzstrategie“ umgehend auf den Weg gebracht.

Raumentwicklungskonzept 2030
 

Im Rahmen der politischen Sitzung hat die ÖROK das Raumentwicklungskonzept bis 2030 beschlossen. Es dient als gesamtstaatliche Strategie und Leitbild der räumlichen Entwicklung in den kommenden zehn Jahren. Unter www.oerek2030.at ist das Konzept digital aufbereitet.

Kern des Konzepts ist ein 10-Punkte-Programm. Es enthält jene Punkte, die als zentral für die österreichische Raumentwicklung erachtet werden und daher in den kommenden 10 Jahren prioritär behandelt werden sollen.

  1. Raumentwicklung auf Klimaneutralität und Energiewende fokussieren
  2. Flächeninanspruchnahme und Bodenversiegelung reduzieren
  3. Orts- und Stadtkerne stärken sowie Raum für Baukultur eröffnen
  4. Freiräume ressourcenschonend und für den Klimaschutz gestalten
  5. Erreichbarkeit sichern und klimaneutral gestalten
  6. Klimawandelanpassung durch Raumentwicklung und Raumordnung unterstützen
  7. Daseinsvorsorge für gleichwertige Lebensbedingungen gestalten
  8. Regionale Wertschöpfungsketten und Kreislaufwirtschaft stärken
  9. Chancen der Digitalisierung nutzen und regionale Innovationsysteme stärken
  10. Vertikale und horizontale Governance als Querschnittsthema integrieren

1. Österreichische Bodenschutzstrategie
 

Auf Initiative von Bundesministerin Elisabeth Köstinger hat sich das politische Format der ÖROK auf einen Umsetzungspakt für die „1. Österreichische Bodenschutzstrategie“ geeinigt. Ziel ist, dass die Strategie binnen einem Jahr im Rahmen der ÖROK im Einvernehmen von Bund, Ländern, Städten und Gemeinden zur politischen Beschlussfassung vorgelegt wird.

Kernthemen sind:

  • Ausarbeitung nationaler Zielsetzungen und Entwicklung abgestimmter Bundesländerziele unter Berücksichtigung der jeweiligen räumlichen Gegebenheiten.
  • Entwicklung eines bundesweit einheitlichen Monitoringsystems und bessere Daten für den Bodenverbrauch.
  • Effizientere Nutzung bestehender Potenziale der Innenentwicklung, Schutz landwirtschaftlicher Böden und nachhaltige Entwicklung der Natur-, Grün- und Erholungsräume.
  • Aktionsplan mit konkreten Aktivitäten, Meilensteinen und Zielhorizonten für die Umsetzung bis 2030.

"Raum und Boden sind begrenzt, wir müssen und werden den Flächenfraß in Österreich stoppen. Deshalb ist der heutige Beschluss so wichtig, weil Bund, Länder und Gemeinden nun an einem Strang ziehen. Klimawandel, Bodenverbrauch und Lebensqualität in den Regionen sind die großen Herausforderungen der Zukunft. Als Vorsitzende der ÖROK war es mir wichtig, dass diese politische Sitzung - erstmals seit mehr als 10 Jahren - stattfindet, um diese dringenden Fragen anzugehen und auch Beschlüsse zu fassen. Gemeinsam haben wir nun das Österreichische Raumentwicklungskonzept beschlossen, das die Leitlinien bis 2030 vorgibt.", so Bundesministerin Elisabeth Köstinger.