Netzwerk Kulinarik

Regionale und nachhaltige Qualitätsprodukte: Nachhaltigkeitsministerin Elisabeth Köstinger und die Leiterin des Netzwerks Kulinarik, Christina Mutenthaler, präsentierten eine umfassende Strategie zur Vernetzung bestehender Kulinarik-Initiativen. Gemeinsam soll Österreich mit seinen Produkten und Angeboten als die Kulinarik-Destination Europas positioniert werden.
Foto: BMLRT / Paul Gruber

Das Netzwerk Kulinarik ist eine Plattform der Vernetzung und Synergienutzung für die Vielzahl unterschiedlicher Kulinarik-Initiativen in den Bundesländern und Regionen. Es soll Energien bündeln und die Initiativen in eine gemeinsame Richtung weiterentwicklen.

Der Trend zur Regionalität und das Bedürfnis zu wissen, woher die Lebensmittel und die Zutaten kommen, hat eine neue Dimension erreicht. Als Antwort auf diesen Trend sind in den letzten Jahren eine Vielzahl an unterschiedlichen Kulinarik-Initiativen in den Bundesländern und Regionen entstanden. Diese stärken die regionale Kulinarik und leisten einen wertvollen Beitrag für die Regionen. Allerdings blieb enormes Synergiepotenzial ungenutzt, weil viele dieser Initiativen isoliert arbeiteten. Bei den Konsumentinnen und Konsumenten hinterließen die zahlreichen Siegel mit unterschiedlichsten Kriterien häufig Orientierungslosigkeit.

Um dem entgegenzuwirken, wurde vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus das Netzwerk Kulinarik als Plattform der Vernetzung und Synergienutzung ins Leben gerufen. Die Plattform baut seine Strategie auf den vielfältigen kulinarischen Initiativen und Projekten in den Regionen auf und soll diese bündeln und in eine gemeinsame Richtung weiterentwickeln.

„Wir setzen hier einen Neustart. Es geht darum, die Kräfte zu bündeln, denn nur so kann die Kulinarik in Österreich erfolgreich sein. Mir war wichtig, ein solides Fundament für die Kulinarik-Initiativen in Österreich zu schaffen. Der Rechnungshof hat Empfehlungen gegeben, die haben wir nun umgesetzt“, freut sich Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger über den Neustart.

Aus der Region. Für die Region. In die Welt.

Kulinarisch hat Österreich eine Vielfalt wie kaum ein anderes Land zu bieten. Vom Montafon bis zum Neusiedlersee identifiziert sich jede Region durch typische Spezialitäten und die Menschen, die hinter ihren Produkten stehen. Unter dem Motto „Aus der Region. Für die Region. In die Welt.“ sollen diese einzigartigen regionalen Spezialitäten gestärkt und verbreitet werden. „Wir wollen Österreich als die Kulinarik-Region in Europa positionieren! Die Basis legt ein erstmalig durchgängiges freiwilliges Qualitäts- und Herkunftssicherungssystem für Direktvermarkter, Manufakturen und die Gastronomie mit einer gemeinsamen Vermarktungs- und Vertriebsstrategie“, zeigt sich Köstinger erfreut, „durch regionale Herkunft und die hohe Qualität unserer regionalen Produkte wird ein spürbarer und nachhaltiger Mehrwert für die Bäuerinnen und Bauern, aber auch für den Tourismus und den Handel geschaffen. Wir müssen regionaler Qualitätsproduktion den Vorrang geben.“

Strategie Kulinarik

Mehrwert für alle Beteiligten entsteht vor allem durch die hohe Qualität der regionalen Lebensmittel. Das Netzwerk Kulinarik sieht daher als wichtiges Herzstück seiner „Strategie Kulinarik“ ein durchgängiges Qualitäts- und Herkunftssicherungssystem. Es beinhaltet das staatlich anerkannte Gütesiegel „AMA GENUSS REGION“, das von zertifizierten bäuerlichen Direktvermarktern, Manufakturen und Gastronomiebetrieben verwendet werden kann.

Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der engen Zusammenarbeit entlang der Wertschöpfungskette. Daher etabliert das Netzwerk eine gemeinsame Vermarktungs- und Vertriebsstrategie und vernetzt Beteiligte entlang der Wertschöpfungskette. So können Synergien genutzt werden und es entsteht klare Orientierung und Identifikation mit erfolgreichen regionalen Qualitätsprodukten. Daraus entsteht ein Mehrwert sowohl für die Regionen und bäuerlichen Familienbetriebe als auch für die Konsumentinnen und Konsumenten.

„Gemeinsam können wir viel erreichen. Daher holen wir alle Kulinarik-Initiativen zusammen – davon gibt es derzeit mehr als 100“, erklärt Köstinger, „ein Drittel aller bäuerlichen Betriebe, also rund 46.000 Landwirte, sind Direktvermarkter. Ihnen bieten wir ein gemeinsames Dach, das alle stärken soll.“

Hintergründe zu Netzwerk und Strategie

Das Netzwerk Kulinarik wurde 2019 vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus (zum Zeitpunkt der Gründung „Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus“) ins Leben gerufen. Es wird über das österreichische Programm zur ländlichen Entwicklung finanziert und ist in der AMA Marketing angesiedelt.

Die „Strategie Kulinarik“ wurde am 10. Mai 2019 im Auftrag des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus präsentiert. Die Strategie war gemeinsam mit den Bundesländern erarbeitet worden und enthält ein umfassendes Arbeitsprogramm mit über 30 Maßnahmen.

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