Oberösterreich: Mit Investitionsprämie Zuckerrübenbau gestärkt

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Foto: Paul Gruber

Die COVID-Investitionsprämie hat auch in der Landwirtschaft richtig eingeschlagen. Investitionen von 8,8 Milliarden Euro in die österreichische Landwirtschaft stärken die Eigenversorgung mit heimischen Agrargütern und die naturverträgliche Produktion. Im oberösterreichischen Wolfern konnte mit dem Geld nun die Zuckerproduktion gestärkt werden.

Der Anbau von Zuckerrüben hat lange Tradition in Oberösterreich. Mit durchschnittlich 92 Tonnen je ha liefert Oberösterreich bereits rund ein Viertel der österreichweiten Zuckerrübenmenge. Zur Ernte und anschließenden Verladung der Zuckerrüben sind große und teure Maschinen notwendig, die von einem einzelnen Betrieb nicht finanziert werden können. Rübenbauern schließen sich in sogenannten Rodegemeinschaften zusammen, um die entsprechenden Investitionen tätigen zu können. In Wolfern wurde nun ein Zuckerrübenroder und eine Verlademaus angekauft:

Diese Investition ist ein gutes Beispiel für diese erfolgreiche Maßnahme der Investitionsprämie. Mit 763 Millionen Euro wurden Investitionen von 8,8 Milliarden Euro ausgelöst. Von neuen landwirtschaftlichen Fahrzeugen über PV-Anlagen auf Stalldächern bis hin zur Modernisierung von Geräten ist alles möglich. Jede Investition in die heimischen Familienbetriebe stärkt die regionale Lebensmittelversorgung.

Hohe Investition in den Zuckerrüben-Anbau

Die Rodegemeinschaft Wolfern hat die Investitionsprämie genutzt, um zwei 60 Tonnen schwere Zuckerrüben-Roder neu anzuschaffen. Etwas anders liegt der Fall bei der sogenannten Verlademaus, ein etwas irreführender Begriff für eine 20 Tonnen Maschine. Diese wird überregional eingesetzt, um in ganz Oberösterreich die Ernte zu erleichtern. Sie ermöglicht die dezentrale Lagerung der Rüben.

Die heimische Zuckerproduktion ist ein wichtiger Bestandteil der Lebensmittel-Eigenproduktion und verhindert eine Import-Abhängigkeit aus Ländern mit niedrigeren Produktionsstandards. Die Zuckerrübe ist bleibt ein flächenmäßig und betriebswirtschaftlich bedeutender Bestandteil der Fruchtfolge vieler Ackerbaubetriebe. Die Rübenfläche konnte von 5300 ha im Jahr 2019 auf 8200 ha Fläche im Jahr 2021 gesteigert werden. Ein Zug mit allen Zuckerrüben Oberösterreichs auf einmal hätte eine Länge von rund 140 Kilometern.

„Investitionen in eine effiziente und umweltschonende Produktion sind auch in der Landwirtschaft laufend notwendig. Sie sind ein Beweis dafür, dass die Betriebe mit Optimismus in die Zukunft blicken. Die hier in Wolfern erfolgten Investitionen zeigen klar, dass die Zuckerrübenproduktion in Oberösterreich an Fahrt aufnimmt. Die gemeinsamen Anstrengungen vom letzten Herbst zur Absicherung der österreichischen Zuckerproduktion machen sich bezahlt“, erklärt Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger.