Verlustersatz II für indirekt Betroffene in der Landwirtschaft 

Schweine
Foto: BMLRT / Alexander Haiden

2021 war ein herausforderndes Jahr für die österreichische Landwirtschaft. Zusätzlich zu oftmals ohnehin schwierigen Rahmenbedingungen wirkte sich die Corona-Krise auf einzelne Branchen besonders schwer aus. Mit dem Verlustersatz für indirekt Betroffene in der Landwirtschaft gibt es eine wirksame Unterstützung. Das Gesamtvolumen des nunmehr zweiten Pakets beträgt 20 Millionen Euro. 

Durch die pandemiebedingte Schließung von Hotellerie und Gastronomie waren Umsatzeinbußen und Verluste für bestimmte landwirtschaftliche Betriebszweige existenzbedrohend. Mit dem „Verlustersatz für indirekt Betroffene in der Landwirtschaft“ verlängert das BMLRT eine wirksame Maßnahme zu Unterstützung der Bäuerinnen und Bauern. Das Gesamtvolumen des nunmehr zweiten Pakets beträgt 20 Millionen Euro.

Die Betriebe und Betriebszweige in der Landwirtschaft sind unterschiedlich hart vom Einbruch ihrer Absatzmöglichkeiten betroffen. Der Verlust wird für die Betriebszweige einzeln pauschal berechnet. Ist ein Verlust von mindestens 30 Prozent des Deckungsbeitrages gegeben, werden 70 Prozent des errechneten Verlustes als Zuschuss gewährt. Aktuell trifft dieser Verlust für die Produktionskategorien Schweinemast und Zuchtsauenhaltung des Betriebszweiges Schweinehaltung sowie die Legehennen-Bodenhaltung des Betriebszweiges Legehennen zu. Damit können Einkunftsverluste aufgrund COVID-bedingter Einnahmenausfälle teilweise ersetzt werden. Der Verlustersatz für die indirekt Betroffenen in der Landwirtschaft kann ab dem 25. April 2022 bis 31. Mai 2022 bei der AMA beantragt werden.

Voraussetzungen für die Unterstützung:

  • Landwirtschaftlicher Betrieb, der im Betrachtungszeitraum von Dezember 2021 bis Februar 2022 einen entsprechenden Verlust im Betriebszweig Schwein und vom Jänner bis Februar 2022 einen entsprechenden Verlust im Betriebszweig Legehennen erlitten hat.
  • Ein Verlust von zumindest 30 Prozent des Deckungsbeitrags im Betriebszweig ist Voraussetzung für den Zuschuss.
  • 70 Prozent des pauschal ermittelten Einkunftsverlustes werden als Zuschuss gewährt.
  • Es handelt sich um einen nicht rückzahlbaren Zuschuss.
  • Die Förderung wird mit 100.000 Euro gedeckelt.
  • Die Beantragung erfolgt über die Agrarmarkt Austria (AMA)

Bilanz erstes Paket Verlustersatz I (2021) - Schweinehaltung

  • Rund 4.600 Betriebe der Schweinemast und Zuchtsauenhaltung haben Unterstützungen in der Höhe von circa 28 Millionen Euro erhalten.
  • Die meisten Betriebe wurden in Niederösterreich, Oberösterreich und der Steiermark unterstützt.

Bilanz erstes Paket Verlustersatz I (2021) - Legehennen-Bodenhaltung

  • Rund 350 Betriebe der Legehennen-Bodenhaltung haben Unterstützungen in der Höhe von rund 5,1 Millionen Euro erhalten. 
  • Die meisten Betriebe wurden in Niederösterreich, Oberösterreich und der Steiermark unterstützt. 

 

Rechtliche Grundlage