Verlustersatz für indirekt Betroffene in der Landwirtschaft

Weingärten
Foto: BMLRT / Alexander Haiden

Landwirtschaftliche Betriebe, die relevante Teile ihrer Produktion in Gastronomie und Hotellerie liefern, kämpfen zur Zeit mit schweren Umsatzeinbußen. Der Verlustersatz ersetzt teilweise Einkommensverluste aufgrund COVID bedingter Einnahmeausfälle und federt die größten Einbußen ab. Es handelt sich dabei um einen nichtrückzahlbaren Zuschuss.

Der Verlustersatz für indirekt Betroffene in der Landwirtschaft kommt jenen Sektoren zu Gute, die durch die Schließung der Gastronomie und Hotellerie besonders schwer getroffen wurden. 

Die Anträge können über die Agrarmarkt Austria (AMA) unter www.ama.at gestellt werden: 

  • Ab 15.02.: Schweinebranche 
  • Ab 15.02.: Weinbranche
  • Ab 08.03.: Kartoffelbranche (Speise- und Saatkartoffeln)
  • Ab 25.05.: Legehennenbetriebe im Bodenhaltungssegment 

Für diese Maßnahme werden insgesamt bis zu 60 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. 

Wer kann den Verlustersatz beantragen?

  • Landwirtschaftliche Betriebszweige, die im Betrachtungszeitraum von Oktober 2020 bis März 2021 einen entsprechenden Verlust erlitten haben. Für den Betriebszweig Legehennen - Bodenhaltung werden zusätzlich die Monate April 2021 und Mai 2021 berücksichtigt.
  • Als Vergleichszeitraum dienen die gleichen Monate des Vorjahres.
  • Die Verlustermittlung erfolgt auf pauschale Weise auf Grundlage von Daten der Bundesanstalt für Agrarwirtschaft und Bergbauernfragen.
  • Die Förderobergrenze liegt bei 100.000 Euro für jeden Betriebszweig.
  • Zusätzlich ist eine beihilferechtliche Obergrenze von 225.000 Euro je Landwirt zu beachten.

Berechnungsmodell auf Basis des Deckungsbeitrages

  • Rückgang von zumindest 30 Prozent des Deckungsbeitrags.
  • Dieser wird für den Betriebszweig unter Heranziehung von Berechnungen der Bundesanstalt für Agrarwirtschaft und Bergbauernfragen ermittelt und muss daher für den Betriebszweig pauschal berechenbar sein.
  • Zuschuss in der Höhe von 70 Prozent des pauschal errechneten Verlustes.

Berechnungsmodell auf Basis der Bestandmeldung - Weinwirtschaft

  • Jahresumsatzrückgang von zumindest 40 Prozent als Einstiegskriterium.
  • Die Ermittlung des Umsatzrückgangs und des betrieblichen Einkunftsverlustes basiert auf dem Vergleich der Verkäufe in den Bestandsmeldungen 2019 und 2021 unter Berücksichtigung von für die Branche festgelegten durchschnittlichen Verkaufspreisen.
  • Für Weinbetriebe wird für die Monate Oktober 2020 bis März 2021 70 Prozent des aliquoten errechneten Rückganges des Jahresumsatzes als Zuschuss gewährt.

 

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