Investitionspräme für Land- und Forstwirtschaft hat sich bewährt

Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger und Ackerbauer Thomas Gergela vor dem Traktor, den sicher Herr Gergela mit der COVID-Investitionsprämie von 7 Prozent gekauft hat.
Foto: BMLRT / Paul Gruber

Die Investitionsprämie war ein wesentlicher Teil des Maßnahmenpakets, mit dem die Bundesregierung land- und forstwirtschaftliche Betriebe angesichts der Herausforderungen der Coronakrise unterstützt hat. Wie die Zahlen zeigen, wurde die Investitionsprämie von den Betrieben extrem gut angenommen und hat einen Investitionsboom ausgelöst.

Um die land- und forstwirtschaftlichen Betriebe angesichts der anhaltendenden Herausforderungen der Coronakrise zu unterstützen, schnürte die Bundesregierung ein umfassendes Maßnahmenpaket. Zentraler Bestandteil ist die Covid-19-Investitionsprämie, die Betrieben dabei helfen soll, auch in der Krise notwendige Investitionen zu tätigen und wettbewerbsfähig zu bleiben. Wie die Zahlen zeigen, wurde die Investitionsprämie von den Betrieben extrem gut angenommen und hat einen Investitionsboom ausgelöst..

Der Erfolg der Investitionsprämie im landwirtschaftlichen Bereich kann sich wahrlich sehen lassen: Beim Austria Wirtschaftsservice wurden rund 73.000 Anträge mit einem Investitionsvolumen von 8,8 Milliarden Euro in den Bereichen Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Lebensmittelverarbeitung gestellt. Das Fördervolumen liegt bei 763 Millionen Euro. Über 30 Prozent der beantragten Investitionen erfüllen die ökologischen Kriterien, um die Förderungshöhe von sieben auf 14 Prozent zu verdoppeln.

Rahmenbedingungen

  • Die Prämie galt für alle Anlagen mit einem Investitionsbeginn vor dem 1. Juni 2021.
  • Der Durchführungszeitraum für Investitionen bis 20 Mio. Euro wurde auf den 28. Februar 2023 verlängert
  • Gefördert wurden Investitionen ab 5.000 Euro.
  • Die Höhe des Zuschusses lag bei 7 Prozent der förderfähigen Investitionen. Zum Beispiel für den Bau einer neuen Getreidehalle oder den Kauf von Zuchttieren.
  • Für Investitionen in Ökologisierung und Digitalisierung verdoppelt sich die Prämie auf 14 Prozent. Damit konnten beispielsweise Photovoltaikanlagen oder Biomasse-Anlagen gefördert werden.
  • Diese Prämie gibt es zusätzlich zu schon bestehenden Förderinstrumenten, solange die geltenden EU-Förderobergrenzen im Agrarbereich nicht überschritten werden.

Beispiele

  • Ein Landwirt investierte in einen Traktor um 150.000 Euro netto. Für die Investition in diese Maschine erhält der Landwirt einen Zuschuss von 7 Prozent. Die Investitionsprämie beträgt somit 10.500 Euro.
  • Ein Landwirt rüstet die Gülleausbringung auf Schleppschlauchsystem um. Die Investition kostete 25.000 Euro netto. Für die Investition erhält der Landwirt einen Zuschuss von 14 Prozent (Ökologisierung). Die Investitionsprämie beträgt somit 3.500 Euro.
  • Eine Landwirtin investierte in die Erstellung einer neuen Homepage mit Online Shop für ihren Betrieb. Die Investition kostete 6.000 Euro netto. Für die Investition erhält die Landwirtin einen Zuschuss von 14 Prozent (Digitalisierung). Die Investitionsprämie beträgt somit 840 Euro.