Lebensmittelproduktion und Verkauf land- und forstwirtschaftlicher Produkte

Grünes Icon mit Schrift COVID 19 Produktion und Verkauf Land- und Forstwirtschaft

Land- und forstwirtschaftliche Betriebe sind als Lebensmittelproduzenten und Anbieter von Produkten und Dienstleistungen – etwa Direktvermarkter, Heurigen oder „Urlaub am Bauernhof“-Betriebe – unmittelbar von den Einschränkungen zur Eindämmung des Coronavirus betroffen. Hier finden Sie Antworten auf zentrale Fragen zur Lebensmittelproduktion und -vermarktung sowie zum Thema Ernährungssicherheit.

Stand: 22.November 2021

Welche Unternehmen gelten im Zusammenhang mit der Lebensmittelproduktion als systemrelevant?

Alle Unternehmen und Betriebe entlang der Lebensmittelkette (Lebensmittelproduktion sowie alle vorgelagerten und nachgelagerten Bereiche) sind zur Aufrechterhaltung der Grundbedürfnisse des öffentlichen Lebens erforderlich und gelten daher als systemrelevante Unternehmen. Dazu gehören beispielsweise folgende Tätigkeiten:

  • Produktion und Verkauf von Lebensmitteln (Urproduktion und Be- und Verarbeitung) und Betriebsmitteln (Futtermittel, Düngemittel, Pflanzenschutzmittel, Saat- und Pflanzgut und dergleichen)
  • Lagerung, Transport und Logistik von Lebensmitteln und Agrarprodukten (LKW, PKW, Bahn, Flug und dergleichen)
  • Analyse und Überprüfung der Sicherheit von Lebensmitteln, Betriebsmitteln und Verpackungsmaterial
  • Tierkörperverwertung
  • Schädlingsbekämpfung

Detaillierte Informationen zum Thema systemrelevante Betriebe und Unternehmen finden Sie in unseren Klarstellungen zu systemrelevanten Unternehmen im Zusammenhang mit der Lebensmittelproduktion.

Inwiefern ist die bäuerliche Direktvermarktung von den aktuellen Regelungen betroffen und was gilt es zu beachten?

Verkaufsflächen zur bäuerlichen Direktvermarktung wie der Ab-Hof-Verkauf, Bauernläden, Selbstbedienungseinrichtungen und Märkte sind vom aktuellen Betretungsverbot ausgenommen. Als bäuerliche Direktvermarktung gilt der Verkauf von

  • land- und forstwirtschaftlichen Urprodukten,
  • land- und forstwirtschaftlichen Ver- und Bearbeitungsprodukten,  
  • einschließlich Sekt

durch den land- und forstwirtschaftlichen Hersteller.

Zu den Produkten, die im Rahmen der Direktvermarktung verkauft werden dürfen, gehören neben Lebensmitteln etwa auch Christbäume, Zweige von Nadelbäumen und Adventkränze, die im Rahmen der land- und forstwirtschaftlichen Be- und Verarbeitung angefertigt werden.

Wie ist ein „Markt im Freien“ definiert? Bauernmärkte sind laut COVID-19-Notmaßnahmenverordnung erlaubt, Gelegenheitsmärkte (wie Weihnachtsmärkte) aber untersagt – wie sieht hier die Abgrenzung aus?

Märkte und Bauernmärkte sind in ihrer Funktion für die Lebensmittelversorgung und unter Einhaltung der allgemeinen Abstands-, Hygiene- und Öffnungszeitenregeln erlaubt. Eine wesentliche Unterscheidung zu den nicht erlaubten Weihnachtsmärkten (Gelegenheitsmärkten) ist, dass Märkte und Bauernmärkte zu festen Terminen und nicht anlassbezogen (etwa Kirchweihfest, Advent, Ostern) stattfinden.  

Welche Regeln gelten für die Direktvermarktung?

Direktvermarkter, Bauernläden und der Ab-Hof Verkauf, einschließlich Christbaumverkauf, sind von den Ausgangsbeschränkungen nicht betroffen. Es gibt keine Einschränkungen bezüglich der Öffnungszeiten. 

Auch Bauernmärkte dürfen in ihrer Funktion als Lebensmittelversorger abgehalten werden. 

In Kundenräumen  ist das Tragen einer FFP2-Maske verpflichtend. Arbeiten auf dem Betrieb Personen in physischem Kontakt, die nicht ausschließlich in einem gemeinsamen Haushalt wohnen, ist eine FFP2-Maske zu tragen. Des Weiteren ist ein 3-G-Nachweis erforderlich.

Wie sieht es mit dem Verkauf von Adventkränzen und Christbäumen aus?

Adventkränze und Christbäume sind land- und forstwirtschaftliche Produkte. Ihr Verkauf ist im Rahmen der oben beschriebenen Bestimmungen für die bäuerliche Direktvermarktung zulässig. Für Kunden keine Ausgangsbeschränkung für den Erwerb von Adventkränzen und Christbäumen.

Welche Regelungen gelten für Heurigen und Buschenschankbetriebe?

Für Heurigen und Buschenschankbetriebe gelten dieselben Regeln, wie für die Gastronomie. Aktuelle Informationen finden Sie auf unserer Plattform "Sichere Gastfreundschaft".

Welche Regelungen gelten für „Urlaub am Bauernhof“-Betriebe?

„Urlaub am Bauernhof“-Betriebe müssen sich an die geltenden Regeln für den Tourismus halten. Nähere Informationen finden Sie in der Tourismus-Rubrik unserer Website.

Welche Hygienebestimmungen gelten im Obst- und Gemüsebereich?

Zur Verringerung des Infektionsrisikos bei Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sollte in möglichst kleinen und über einen längeren Zeitraum konstanten Partien gearbeitet werden. Durch eine entsprechende Strukturierung der Arbeitsabläufe und -zeiten sind Kontakte so gut wie möglich zu reduzieren. Die Vorgabe des Mindestabstands von einem Meter ist einzuhalten. Sofern die Einhaltung des Mindestabstands aus arbeitstechnischen Gründen nicht möglich ist, ist das Tragen eines Mund- und Nasenschutzes unabdingbar.

Grundsätzlich gilt die Einschätzung der individuellen Situation des Geschehens durch die zuständige Gesundheitsbehörde. Detaillierte Informationen finden Sie im Informationsschreiben zum Obst- und Gemüsebau.