Allgemeine Informationen für die Land- und Forstwirtschaft

Grünes Icon mit Schriftzug COVID 19 Informationen Landwirtschaft

Die Land- und Forstwirtschaft ist wie alle anderen Wirtschaftszweige von den Auswirkungen rund um das Coronavirus (COVID-19) betroffen. Gleichzeitig nimmt die Landwirtschaft bei der Sicherstellung der Lebensmittelversorgung eine Schlüsselrolle ein. Wichtig ist, dass Einzelpersonen und Betriebe den Anordnungen der Behörden unbedingt Folge leisten und sich informiert halten.

Stand: 16. August 2021

Die Maßnahmen der Bundesregierung zielen darauf ab, die Ausbreitungsgeschwindigkeit des Virus zu verlangsamen, um das Gesundheitssystem nicht zu überlasten.

Deshalb sind die für die Bevölkerung geltenden Vorschriften selbstverständlich auch für jede landwirtschaftliche Betriebsführerin und jeden landwirtschaftlichen Betriebsführer maßgebend.

Derzeit gibt es keinerlei Hinweise darauf, dass das Coronavirus durch Lebensmittel übertragen werden kann. 

Das Virus kann allerdings durch den Menschen auf Oberflächen übertragen und dort nachgewiesen werden. Deshalb sind möglicherweise betroffenen Landwirtinnen und Landwirten erhöhte Hygienemaßnahmen zu empfehlen. Dies unterstreichen auch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) sowie die Österreichische Agentur für Ernährungssicherheit (AGES): „von landwirtschaftlichen Produkten bzw. Nutztieren geht per se keine Gefahr aus. Die allgemein gültigen Hygienebestimmungen sind einzuhalten“.

Es besteht kein Anlass, die ausreichende Versorgung der österreichischen Bevölkerung mit Lebensmitteln in Frage zu stellen.

Wichtige Klarstellungen / Aktuelles

Landwirtschaftliche Betriebe zählen zur systemerhaltenden Infrastruktur. Das bedeutet, landwirtschaftliche Betriebe können ihrer Tätigkeit möglichst uneingeschränkt nachgehen. Feldarbeit ist nach wie vor möglich. Diese Regelung stellt jedoch keinen „Freifahrtschein“ dar! Landwirtschaftliche Betriebe sollten sich auf unbedingt notwendige Arbeiten zur Sicherung der Lebensmittelproduktion beschränken. Von Tätigkeiten in der Land- und Forstwirtschaft mit einem erhöhten Unfallrisiko wird generell abgeraten, um die Auslastung der medizinischen Einrichtungen nicht zusätzlich zu strapazieren. Daher ist vom Betriebsführer die Abwägung zu treffen, ob die Tätigkeit zwingend erforderlich ist.

Zur Aufrechterhaltung der Grundbedürfnisse des öffentlichen Lebens gelten alle Unternehmen und Betriebe entlang der Lebensmittelkette (Lebensmittelproduktion sowie alle vorgelagerten und nachgelagerten Bereiche) als systemrelevant. Detaillierte Informationen zu diesem Thema finden Sie hin unseren Klarstellungen zu systemrelevanten Unternehmen im Zusammenhang mit der Lebensmittelproduktion.

Österreichische Einreise-Verordnung

Für Einreisende aus Ländern der Anlage 1 besteht keine Verpflichtung zur Registrierung (Pre-Travel Clearance / PTC), wenn sie ein ärztliches Zeugnis, Testergebnis (max. 72-Stunden alter negativer PCR-Test oder maximal 48 Stunden alter negativer Antigen-Test oder 24 Stunden alter negativer Antigen-Test zur Eigenanwendung, der in einem behördlichen Datenverarbeitungssystem erfasst wird), Impfzertifikat (Vollimmunisierung) oder Genesungszertifikat in deutscher oder englischer Sprache vorweisen können. Sollte bei der Einreise keines davon vorliegen oder die Einreise aus einem Land der Anlage 2 oder sonstigen Staaten und Gebieten (Staaten oder Gebiete die nicht Anlage 1 oder 2 genannt sind) erfolgen, ist weiterhin eine elektronische Registrierung (PTC), frühestens 72 Stunden vor Einreise, vorzunehmen.

Kann bei der Einreise kein Nachweis über eine erfolgte Testung, Impfung oder Genesung vorgelegt werden, ist ersatzweise spätestens binnen 24 Stunden in Österreich ein Corona-Test nachzuholen und bei einer Kontrolle vorzulegen (nur bei der Einreise aus Ländern der Anlage 1).

Seit 3. August 2021 gilt, dass Einreisende mit Direktflügen aus Zypern und Spanien ein negatives PCR-Testergebnis vorlegen müssen, wenn sie keinen Nachweis über den vollständigen Impfschutz oder einer Genesung mit sich führen. Sollte kein negatives PCR-Testergebnis vorhanden sein, wird unmittelbar nach der Einreise am Flughafen Wien ein PCR-Test erfolgen.

Für Pendler, mit Ausnahme aus einem „Virusvariantengebiet“ (Anlage 2), gilt eine wöchentliche Testplicht oder die Vorlage eines Impf- oder Genesungszertifikats. Alle Pendler aus Ländern der Anlage 1 unterliegen keiner Registrierungspflicht. Pendler aus Ländern der Anlage 2 oder sonstigen Staaten und Gebieten müssen sich einmal alle 28 Tage oder bei Änderung der Daten registrieren.

Das elektronische PTC-Registrierungsformular ist auf der Website www.oesterreich.gv.at auf Deutsch und Englisch abrufbar. Einreisende sind verpflichtet, die Sendebestätigung aus dem PTC-System bei einer Kontrolle elektronisch oder ausgedruckt vorzuweisen.

Eine Registrierung und Testpflicht ist auch erforderlich, wenn die Einreise aus unvorhersehbaren, unaufschiebbaren, besonders berücksichtigungswürdigen Gründen im familiären Kreis (insbesondere schwere Krankheitsfälle, Todesfälle, Begräbnisse, Geburten sowie Betreuung von unterstützungsbedürftigen Personen in Notfällen) erfolgt. Die Registrierungs- und Testpflicht bzw. die Vorlage eines Genesungs- oder Impfzertifikats gilt hingegen nicht für Transitpassagiere oder Durchreisende, die Tierversorgung oder land- und forstwirtschaftliche Maßnahmen im Einzelfall, die Aufrechterhaltung des Güter- und Personenverkehrs sowie einzelne andere Ausnahmen.

Weitere Informationen und Details zur aktuellen COVID-19 Einreiseverordnung und den Ausnahmeregelungen finden Sie unter in der Information zu den rechtlichen Grundlagen sowie in den Corona-FAQs des Gesundheitsministeriums.

Nähere Informationen zu den aktuellen Reiseinformationen und Reisewarnungen zu einzelnen Ländern enthält die Informationsseite des Bundesministeriums für europäische und internationale Angelegenheiten.

Auf Anlage 1 befinden sich derzeit folgende Staaten: Albanien, Armenien, Aserbaidschan, Australien, Belgien, Bosnien und Herzegowina, Brunei, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Fürstentum Liechtenstein, Griechenland, Hong Kong, Irland, Island, Israel, Italien, Japan, Jordanien, Kanada, Katar, Kosovo, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Macau, Moldau, Monaco, Montenegro, Neuseeland, Nordmazedonien, Norwegen, Polen, Portugal, Rumänien, San Marino, Saudi Arabien, Serbien, Singapur, Slowakei, Slowenien, Spanien, Schweden, Schweiz, Südkorea, Taiwan, Thailand, Tschechische Republik, Ungarn, Vatikan, Vereinigte Staaten von Amerika, Vietnam, Zypern. 

Auf Anlage 2 befinden sich derzeit folgende Staaten:  Brasilien, Eswatini, Lesotho, Malawi, Mosambik, Namibia, Simbabwe, und Uruguay. 

Eine Zusammenstellung der wichtigsten Informationen zu für die Landwirtschaft wichtigen Themengebieten finden Sie auf unseren Übersichtsseiten:

Weiterführende Informationen

Telefonnummern

Infoline Coronavirus der AGES: 0800 555 621

Infoline bei konkreten Verdachtsfällen: 1450

Links

Infoseite der AGES zu COVID-19

Infoseite des Bundesministeriums für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz enthält häufig gestellte Fragen betreffend Reisen und zur Situation in Österreich sowie die wichtigsten Maßnahmen zum persönlichen Schutz.

Auskunft in betrieblichen Fragen bei konkreten Krankheitsfällen können die Landwirtschaftskammern geben:

Beantragungen einer Soforthilfe aus dem Härtefallfonds können online bei der Agrarmarkt Austria eingereicht werden.

Stundungen oder Ratenzahlungen des Sozialversicherungsbeitrags können bei der Sozialversicherung der Selbstständigen beantragt werden.

Informationen zur Abhaltung von Tier- und Schlachttierversteigerungen finden sich auf der Website der Zentralen Arbeitsgemeinschaft Rinderzucht (ZAR).

Die Infoseite des Bundesministeriums für europäische und internationale Angelegenheiten enthält aktuelle Reiseinformationen und Reisewarnungen zu einzelnen Ländern.