Allgemeine Informationen für die Land- und Forstwirtschaft

Grünes Icon mit Schriftzug COVID 19 Informationen Landwirtschaft

Die Land- und Forstwirtschaft ist wie alle anderen Wirtschaftszweige von den Auswirkungen rund um das Coronavirus (COVID-19) betroffen. Gleichzeitig nimmt die Landwirtschaft bei der Sicherstellung der Lebensmittelversorgung eine Schlüsselrolle ein. Wichtig ist, dass Einzelpersonen und Betriebe den Anordnungen der Behörden unbedingt Folge leisten und sich informiert halten.

Stand: 21. Dezember 2021

Die Maßnahmen der Bundesregierung zielen darauf ab, die Ausbreitungsgeschwindigkeit des Virus zu verlangsamen, um das Gesundheitssystem nicht zu überlasten.

Deshalb sind die für die Bevölkerung geltenden Vorschriften selbstverständlich auch für jede landwirtschaftliche Betriebsführerin und jeden landwirtschaftlichen Betriebsführer maßgebend.

Es gibt  keinerlei Hinweise darauf, dass das Coronavirus durch Lebensmittel übertragen werden kann. 

Das Virus kann allerdings durch den Menschen auf Oberflächen übertragen und dort nachgewiesen werden. Deshalb sind  erhöhte Hygienemaßnahmen zu empfehlen. Dies unterstreichen auch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) sowie die Österreichische Agentur für Ernährungssicherheit (AGES): „von landwirtschaftlichen Produkten beziehungsweise Nutztieren geht per se keine Gefahr aus. Die allgemein gültigen Hygienebestimmungen sind einzuhalten“.

Es besteht kein Anlass, die ausreichende Versorgung der österreichischen Bevölkerung mit Lebensmitteln in Frage zu stellen.

Wichtige Klarstellungen / Aktuelles

Landwirtschaftliche Betriebe zählen zur systemerhaltenden Infrastruktur. Das bedeutet, landwirtschaftliche Betriebe können ihrer Tätigkeit möglichst uneingeschränkt nachgehen. Feldarbeit ist nach wie vor möglich. Diese Regelung stellt jedoch keinen „Freifahrtschein“ dar! Landwirtschaftliche Betriebe sollten sich auf unbedingt notwendige Arbeiten zur Sicherung der Lebensmittelproduktion beschränken. Von Tätigkeiten in der Land- und Forstwirtschaft mit einem erhöhten Unfallrisiko wird generell abgeraten, um die Auslastung der medizinischen Einrichtungen nicht zusätzlich zu strapazieren. Daher ist vom Betriebsführer die Abwägung zu treffen, ob die Tätigkeit zwingend erforderlich ist.

Zur Aufrechterhaltung der Grundbedürfnisse des öffentlichen Lebens gelten alle Unternehmen und Betriebe entlang der Lebensmittelkette (Lebensmittelproduktion sowie alle vorgelagerten und nachgelagerten Bereiche) als systemrelevant. Detaillierte Informationen zu diesem Thema finden Sie in unseren Klarstellungen zu systemrelevanten Unternehmen im Zusammenhang mit der Lebensmittelproduktion.

Österreichische Einreise-Verordnung

Seit 20. Dezember 2021 gilt für Einreisende aus Ländern, welche nicht in der Anlage 1 (Virusvariantengebiete und -staaten und Staaten mit hohem epidemiologischem Risiko) genannt sind, die Vorlage eines 2G+ Nachweises (Impf- oder Genesungsnachweis und zusätzlich ein negatives PCR-Testergebnis (nicht älter als 72h) oder ein ärztliches Zeugnis über die genannten Nachweise). Liegt kein negatives PCR-Testergebnis vor, ist eine Registrierung vorzunehmen und unverzüglich eine Quarantäne anzutreten. Die Quarantäne gilt als beendet, wenn ein PCR-Test durchgeführt wird, dessen Ergebnis negativ ist.

Minderjährige bis zum vollendeten zwölften Lebensjahr, die unter Aufsicht eines Erwachsenen reisen, müssen keinen 2G+ Nachweis vorlegen. Hinsichtlich der Quarantäne- und der Registrierungspflicht gelten die gleichen Bestimmungen wie für den Erwachsenen, unter dessen Aufsicht sie reisen. Gilt die Quarantäne des Erwachsenen als beendet, gilt auch die Quarantäne für sie als beendet.

Verfügen österreichische Staatsbürger, EU-Bürger und Personen mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt in einem EU-Staat, über keinen Impf- oder Genesungsnachweis, ist bei Einreise nach Österreich eine Registrierung vorzunehmen und unverzüglich eine zehntägige Quarantäne anzutreten, welche frühestens am fünften Tag nach der Einreise mittels negativem PCR-Testergebnis beendet werden kann.

Für Pendler gilt auch die Vorlage eines Antigentests (nicht älter als 24 Stunden) auf SARS-CoV-2, ausgenommen eines solchen zur Eigenanwendung, oder die Vorlage eines Impf- oder Genesungszertifikats. Alle Pendler müssen sich einmal alle 28 Tage oder bei Änderung der Daten registrieren. Das elektronische PTC-Registrierungsformular ist auf der Website www.oesterreich.gv.at auf Deutsch und Englisch abrufbar. Einreisende sind verpflichtet, die Sendebestätigung aus dem PTC-System bei einer Kontrolle elektronisch oder ausgedruckt vorzuweisen.

Eine Registrierung und Testpflicht ist auch erforderlich, wenn die Einreise aus unvorhersehbaren, unaufschiebbaren, besonders berücksichtigungswürdigen Gründen im familiären Kreis (insbesondere schwere Krankheitsfälle, Todesfälle, Begräbnisse, Geburten sowie Betreuung von unterstützungsbedürftigen Personen in Notfällen) erfolgt. Die Registrierungs- und Testpflicht beziehungsweise die Vorlage eines Genesungs- oder Impfzertifikats gilt hingegen nicht für Transitpassagiere oder Durchreisende, die Tierversorgung oder land- und forstwirtschaftliche Maßnahmen im Einzelfall, die Aufrechterhaltung des Güter- und Personenverkehrs sowie einzelne andere Ausnahmen.

Weitere Informationen und Details zur aktuellen COVID-19 Einreiseverordnung und den Ausnahmeregelungen finden Sie unter https://www.sozialministerium.at/Informationen-zum-Coronavirus/Coronavirus---Rechtliches.html sowie in den FAQs des Gesundheitsministeriums https://www.sozialministerium.at/Informationen-zum-Coronavirus/Coronavirus---Haeufig-gestellte-Fragen.html.

Nähere Informationen zu den aktuellen Reiseinformationen und Reisewarnungen zu einzelnen Ländern enthält die Informationsseite des Bundesministeriums für europäische und internationale Angelegenheiten (https://www.bmeia.gv.at/reise-aufenthalt/reiseinformation/).

Die Anlage 1 ist unter folgendem Link abrufbar: https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=20011574.

Eine Zusammenstellung der wichtigsten Informationen zu für die Landwirtschaft wichtigen Themengebieten finden Sie auf unseren Übersichtsseiten:

Weiterführende Informationen

Telefonnummern

Infoline Coronavirus der AGES: 0800 555 621

Infoline bei konkreten Verdachtsfällen: 1450

Links

Infoseite der AGES zu COVID-19

Infoseite des Bundesministeriums für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz enthält häufig gestellte Fragen betreffend Reisen und zur Situation in Österreich sowie die wichtigsten Maßnahmen zum persönlichen Schutz.

Auskunft in betrieblichen Fragen bei konkreten Krankheitsfällen können die Landwirtschaftskammern geben:

Beantragungen einer Soforthilfe aus dem Härtefallfonds können online bei der Agrarmarkt Austria eingereicht werden.

Stundungen oder Ratenzahlungen des Sozialversicherungsbeitrags können bei der Sozialversicherung der Selbstständigen beantragt werden.

Informationen zur Abhaltung von Tier- und Schlachttierversteigerungen finden sich auf der Website der Zentralen Arbeitsgemeinschaft Rinderzucht (ZAR).

Die Infoseite des Bundesministeriums für europäische und internationale Angelegenheiten enthält aktuelle Reiseinformationen und Reisewarnungen zu einzelnen Ländern.