Fast eine Milliarde Coronahilfen für Betriebe im ländlichen Raum

Feldarbeit
Foto: BMLRT / Alexander Haiden

Um die land- und forstwirtschaftlichen Betriebe einschließlich Privatzimmervermieter und Lebensmittelverarbeiter gut durch die Corona-Krise zu bringen, setzte die Bundesregierung für die Land- und Forstwirtschaft mehrere umfassende Unterstützungs- und Hilfsmaßnahmen um. Jetzt liegt eine erste Gesamtbilanz der Auszahlungen vor: Fast eine Milliarde Euro wurde an Coronahilfen ausbezahlt.
 

Zentrale Bestandteile dieses Pakets waren Härtefallfonds und Umsatzersatz, Ausfallbonus, Verlustersatz und die COVID-Investitionsprämie des Wirtschaftsministeriums.

Mit dem Härtefallfonds und Umsatzersatz wurde ein Sicherheitsnetz für Einkommensausfälle bei land- und forstwirtschaftlichen Betrieben sowie Privatzimmervermietern geschaffen. Betriebe, die durch die Auswirkungen der COVID 19 Pandemie Umsatzeinbrüche in Kauf nehmen mussten, erhielten einen finanziellen Zuschuss, der nicht zurückgezahlt werden musste. Der  Ausfallsbonus wurde ins Leben gerufen, um den Kreis der Anspruchsberechtigten auszuweiten. Die Unterstützungsmaßnahme galten den touristische Vermieter, Wein-, Mostbuschenschank und Almausschank. Für Härtefallfonds, Umsatzersatz und Ausfallsbonus inklusive Privatzimmervermieter wurden bis dato 122,25 Millionen Euro ausbezahlt.

Durch die Schließungen von Gastronomie und Hotellerie wurden auch die landwirtschaftlichen Produzenten schwer getroffen. Daher wurde für die vier Betriebszweige Schweinemast und Zuchtsauen, Produktion von Speise- und Saatkartoffeln, Legehennen und Wein der Verlustersatz für indirekt Betroffene in der Landwirtschaft geschaffen, um die größten Einbußen abzufedern. Für den Verlustersatz für indirekt betroffene Betriebe wurden rund 42,57 Millionen Euro ausbezahlt.

Die Investitionsprämie des Wirtschaftsministeriums half den Betrieben dabei, auch in der Krise notwendige Investitionen zu tätigen und wettbewerbsfähig zu bleiben. Die Investitionsprämie wurde von den Betrieben sehr gut angenommen und löste einen Investitionsboom aus. Mit rund 10 Prozent haben Milchviehbetriebe (rund 8.500) einen sehr hohen Anteil an den Anträgen. Aber auch in der Schweinehaltung (rund 2.000) und im Weinbau (rund 1.700) wurden verhältnismäßig viele Anträge gestellt. Im Rahmen der Investitionsprämie wurden in Land- und Forstwirtschaft sowie für lebensmittelverarbeitende Betriebe rund 763 Millionen Euro an 73.000 Antragsteller ausbezahlt. Damit wurden Investitionen von 8,8 Milliarden Euro ausgelöst.

„Die Wirtschaftshilfen für Land- und Forstwirtschaft waren zielgenau. Dort, wo Verluste entstanden sind, konnten wir vieles ausgleichen. Das hat jenen, die von der Krise wirtschaftlich besonders betroffen waren, sehr geholfen und zum Teil die Existenz gesichert", betont Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger.