Veranstaltung "Regionale Innovationsfähigkeit: Ländliche Räume als Innovationsräume stärken"

Landschaft
Foto: BMLRT / Alexander Haiden

Am 6. Oktober 2020 luden das Netzwerk Zukunftsraum Land und das Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus zu einer Online-Konferenz zum Thema „Regionale Innovationsfähigkeit: Ländliche Räume als Innovationsräume stärken“ ein.

Die Veranstaltung mit rund 120 Teilnehmenden leistete einen wichtigen Beitrag zur Erstellung des nationalen GAP-Strategieplans 2021–2027 im Bereich der außerlandwirtschaftlichen Interventionen und widmete sich den Regionen als Handlungsebene und ihrer Möglichkeiten, begünstigende Rahmenbedingungen für komplexe Innovationsprozesse bereitzustellen.

Die Schlüsselrolle der Regionen ist durch die gegenwärtigen Krisen (Klima, Corona-Pandemie) offensichtlich geworden, da die Herausforderungen in den Gemeinden und vor allem den Regionen im Alltag bewältigt werden müssen. Es geht um die zentralen Funktionen und Leistungen, die diese Lebens- und Referenzräume für den Wohlstand und die Lebensqualität der Menschen sowie für die Resilienz und Nachhaltigkeit unseres Gesellschafts- und Wirtschaftssystems insgesamt erfüllen.

Wie aber kann diese Rolle noch stärker als bisher aktiviert und die Möglichkeiten der Regionen als ökonomische, ökologische und soziale Innovationsräume aufgezeigt werden?

Um Antworten auf diese und weitere Fragen zu finden, wurde „die Region“ als Summe innovationsförderlicher aber auch innovationshinderlicher Rahmenbedingungen bewusst in den Mittelpunkt gestellt. Ziel war es, Faktoren wie die Bedeutung räumlicher und sozialer Nähe, Identifikation, Kommunikation, Denken entlang von Wertschöpfungsketten, sektor- und branchenübergreifende Vernetzung, Diversität, Offenheit für Neues und regionale Kultur als wichtige Elemente für Innovationsprozesse zu begreifen. Dadurch sollten neue Gestaltungsspielräume für Innovationsförderung – nicht zuletzt mit Blick auf die Programmperiode 2021–2027 – eröffnet werden.

In einem ersten Block wurde ein Überblick zu derzeit gängigen Innovations-Konzepten und deren praktischer Anwendung gegeben. Der Bogen wurde von sozialer Innovation über „Open Innovation“ bis hin zu Möglichkeiten der Digitalisierung gespannt. Des Weiteren erhielten die Teilnehmenden Einblicke in die Erfahrungen aus Programmen, die sich der Innovationsförderung verschrieben haben wie zum Beispiel IWB/EFRE, LEADER und „Gründen am Land“. Trotz der Unterschiedlichkeit der einzelnen Zugänge verbanden sie folgende Fragen: „Was ist Innovation? Wie definiert sich Innovation?“ „Welche Bedeutung hat die Region beziehungsweise der regionale Kontext?“ und „Was sind Erfolgsfaktoren?“

Der zweite Block bot fünf Innovationsbeispielen die Bühne. Jedes für sich hat einen eigenen und ganz speziellen Bezug zur „Region“.

Am Nachmittag wurden seitens des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus Überlegungen präsentiert, welche Maßnahmen der neue GAP-Strategieplan 2021–2027 zur Unterstützung von Innovationsökosystemen in ländlichen Regionen beinhalten könnte. Im anschließenden Kleingruppen-Setting konnten die Teilnehmenden diese Ansätze diskutieren und die eigene Einschätzung und Erfahrung einbringen.

Eine ausführliche Nachlese zur Veranstaltung sowie die Präsentationen und Video-Aufzeichnungen der Vorträge finden Sie auf der Website von Netzwerk Zukunftsraum Land. Die Nachlese bietet einen zusammenfassenden Überblick zu den wesentlichen Aussagen und Diskussionsergebnissen des Veranstaltungstages.

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