1,2 Milliarden Euro Agrarzahlungen für heimische Landwirtschaft

Windräder
Foto: Paul Gruber / Paul Gruber

Stabilität und Planungssicherheit für Betriebe: Rund 1,2 Milliarden Euro an Direktzahlungen und die erste Teilzahlung des Agrarumweltprogramms (ÖPUL) sowie der Ausgleichszulage für das Antragsjahr 2020 werden an Bäuerinnen und Bauern überwiesen.

Mit der Hauptauszahlung für die Direktzahlungen, das österreichische Agrarumweltprogramm (ÖPUL) und die Ausgleichszulage (AZ) für benachteiligte Gebiete werden am 17. Dezember 2020 rund 1,2 Milliarden Euro an die heimischen Bäuerinnen und Bauern ausbezahlt. Damit erhalten unsere Landwirtschaftsbetriebe zeitgerecht die Leistungsabgeltungen für das Antragsjahr 2020.

In Zeiten zunehmend volatiler Agrarmärkte, witterungsbedingt vermehrt unsicherer Erträge sowie dem von der COVID-Krise überschatteten Jahr 2020, stehen die Direktzahlungen der Gemeinsamen Agrarpolitik EU-weit für Stabilität und Planungssicherheit für landwirtschaftliche Betriebe. Betriebe mit abgeschlossenen und eingearbeiteten Vor-Ort-Kontrollen erhalten daher von der Agrarmarkt Austria bereits am 17.12.2020 100 Prozent der ihnen zustehenden Mittel. Die Summe beläuft sich auf rund 673,5 Millionen Euro. Die Restzahlungen bzw. Zahlungen für jene Betriebe mit noch nicht vollständig eingearbeiteten Kontrollergebnissen werden im April nächsten Jahres an die landwirtschaftlichen Betriebe überwiesen.

Beim österreichischen Agrarumweltprogramm ÖPUL sowie der Ausgleichszulage werden jeweils Mitte Dezember 75 Prozent der Leistungsabgeltungen ausbezahlt. Mit der Auszahlung im Dezember werden somit für ÖPUL insgesamt 335 Millionen Euro und für die Ausgleichszulage 192,8 Millionen Euro an die landwirtschaftlichen Betriebe überwiesen. Damit wird der verantwortungsbewusste Umgang der heimischen Bäuerinnen und Bauern mit Umwelt, Boden, Wasser und Luft honoriert und die natürliche Benachteiligung insbesondere im Berggebiet ausgeglichen.

Mit dem überwiegenden Teil der Ausgleichszahlungen, die über das Agrarumweltprogramm ÖPUL sowie die Ausgleichszulage ausbezahlt werden, werden in Österreich schon jetzt die von der Europäischen Kommission für die nächste Förderperiode der Gemeinsamen Agrarpolitik angekündigten erhöhten Umweltwirkungen weitgehend umgesetzt. Bei der aktuellen Erstellung des nationalen GAP-Strategieplans verfolgt das Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus das Ziel, den bäuerlichen Familienbetrieben klare Rahmenbedingungen und Kontinuität zu bieten. Der von Österreich bereits in der Vergangenheit eingeschlagene Weg - in der Umsetzung der Gemeinsamen Agrarpolitik einen besonderen Schwerpunkt auf Umweltmaßnahmen zu legen – soll auch in Zukunft fortgeführt werden. Dies wurde in den Verhandlungen im Europäischen Rat auch entsprechend in der Ratsposition verankert und ist nun in weiterer Folge gemeinsam mit der Europäischen Kommission und dem Europäischen Parlament zu verhandeln.

Aufbauend auf die europäischen Rahmenbedingungen wird auch bereits an der Ausgestaltung der gemeinsamen Agrarpolitik in Österreich ab 2023 gearbeitet. Es wurde dazu ein umfassender Stakeholder-Prozess gestartet und es wird eine breite Diskussion zu den zukünftigen Maßnahmen und Strategien geführt.

 

Tabelle: Auszahlungen mit 15.12.2020  nach Bundesländern in Euro

Bundesland

Direktzahlungen 2020

     ÖPUL 2020

AZ 2020 (inkl. Top-up)

Burgenland

        48.415.777

     32.899.460

         1.808.862

Kärnten

        48.902.169

     24.488.990

       25.545.134

Niederösterreich

      250.499.585

   115.208.450

       31.771.774

Oberösterreich

      143.198.685

     56.613.355

       28.243.279

Salzburg

        34.768.981

     26.066.271

       21.348.932

Steiermark

        91.992.870

     38.733.591

       38.164.593

Tirol

        40.342.083

     28.301.759

       34.538.052

Vorarlberg

        13.905.270

     11.771.641

       11.418.387

Wien

          1.475.531

          928.203

                /

Summe

      673.500.953

   335.011.720

      192.839.015