32 Wirkung von LE07-13 in Österreich

Anbei finden Sie den Bericht "Wirkungsindikatoren des Programms LE07-13 in Österreich"

Im Zuge einer Analyse, die das gesamte Programm zum Gegenstand hat, werden Auswirkungsindikatoren ermittelt. Im Vordergrund stehen ökonomische Indikatoren, die messen, inwieweit Wachstum und Beschäftigung, erhöht werden, inwieweit die Verringerung territorialer Ungleichgewichte gelingt und ob die Reduzierung der Disparität zwischen Bürgern unter dem Gender-Aspekt erreicht wird.

Ergebnisse

Landwirtschaftliche Gesamtrechnung auf NUTS3-Ebene: Als Grundlage für die Szenarienanalyse mit Hilfe quantitativer Modelle wurde die LGR, die bisher nur auf Ebene der Bundesländer verfügbar war, auf NUTS-3 Regionen herunter gebrochen. Die Ergebnisse zeigen die hohe Heterogenität der Landwirtschaft auf regionaler Ebene und stellen eine wertvolle Basis für Folgestudien dar.

Gendergerechtigkeit: In dieser Untersuchung wurde ein erstmals für Österreich entwickelter Index für die Jahre 2006 und 2008 ermittelt. Da der Zeitraum zwischen den beiden Jahren sehr kurz ist, sind kaum Änderungen sichtbar. Es gibt jedoch erste Hinweise darauf, dass in ländlichen Regionen der Unterschied zwischen Geschlechtern geringer wurde.

Entwicklung von Szenarien und Anpassung von Modellen: Auf Basis von Prognosen von OECD und FAO und über die Wirtschaftsentwicklung in Österreich durch das WIFO wurden zwei Szenarien entwickelt, die mit den Modellen PASMA (Landwirtschaft) und MultiREG (regionale Wirtschaft) analysiert wurden. Der Vergleich der beiden Szenarien zeigt die Wirkung des Ländlichen Entwicklungsprogramms (PLE).

Ergebnisse der Auswirkungsindikatoren: Durch das PLE wird pro Jahr 1,1 Mrd. Euro an Fördermittel an die regionale Wirtschaft ausbezahlt. Die Landwirtschaft ist der wichtigste Empfänger und es sind überwiegend ländliche Regionen in die die Mittel fließen. Durch die Förderungen wird in der Landwirtschaft und in der übrigen Wirtschaft Beschäftigung geschaffen, und zwar bis zu 31.000 Arbeitsplätze. In einem Szenario wird unterstellt, dass die öffentlichen Mittel ohne Einsparungen bei anderen öffentlichen Vorhaben für das PLE zur Verfügung stehen. Wenn unterstellt wird, dass die nationalen Kofinanzierungsmittel woanders eingespart werden müssen, sind deutlich weniger Arbeitsplätze mit dem Programm verbunden: Durch das Programm wird außerhalb der Landwirtschaft die Bruttowertschöpfung um bis zu 1,4 Mrd. Euro erhöht. In der Landwirtschaft führt das Programm zu einer leichten Minderung der Bruttowertschöpfung (Produkterlös minus Vorleistungen). Berücksichtigt man allerdings auch die Förderungen des PLE, so erhöht sich die Produzentenrente (dies entspricht der Bruttowertschöpfung zu  Faktorkosten) in der Landwirtschaft um 15%. Die Abnahme der Bruttowertschöpfung aufgrund des PLE ist dadurch zu erklären, dass Aktivitäten umgesetzt werden, die ohne das Programm nicht wirtschaftlich wären.  Ergänzende Indikatoren zeigen, dass durch das Programm die Belastung der Umwelt geringer wird, die Bewirtschaftung von marginalen Standorten aufrechterhalten wird, die Verwaldung gebremst wird und die biologische Landwirtschaft ausgedehnt wird.

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