20 Netz von Untersuchungsflächen für die ÖPUL-Evaluierung

Anbei finden Sie die Studie des Netzes von Untersuchungsflächen für die ÖPUL Evaluierung

Um eine größtmögliche Synergie der bestehenden Monitoringkonzepte und - ansätze zu nutzen, soll im Vorfeld der Programmevaluierung ÖPUL im Bereich Biodiversität ein systematisches Erhebungsnetz in Abstimmung mit den Vorgaben des Biodiversitätsmonitoringkonzeptes MOBI-e (HOLZNER et al. 2006) erarbeitet werden. Dieses ermöglicht eine laufende Evaluierung und steht den bereits bestehenden Projekten zur Verfügung. Ziel der gegenständlichen Arbeit ist es, für Projekte zur Evaluierung des österreichischen Programms zur Entwicklung des ländlichen Raumes – und insbesondere zur Evaluierung des Agrarumweltprogramms – eine Harmonisierung der stichprobenbasierten Erhebungen im Bereich Biodiversität zu erreichen. Im Rahmen des vorliegenden Berichtes wurde das Stichprobennetz entsprechend den Vorgaben der Österreichischen Kulturlandschaftsinventur (ÖKI) im Rahmen von MOBI-e festgelegt. Weiters werden potenzielle Erhebungsflächen für den Bereich der „offenen Kulturlandschaft“ für eine regionale Verdichtung dieser Stichproben ausgewiesen. Als Grundsystem wurde einerseits der Raster der Österreichischen Waldinventur ÖWI und andererseits der Rasterblattschnitt der Statistik Austria mit 1km Kantenlänge angewandt. Für die Festlegung der potenziellen MOBI-e-Stichprobenflächen (PMS) sind folgende Schritte notwendig:

  1. Zuordnung von Projekterhebungsflächen zu den Rasterzellen der Statistik Austria,
  2. Auswahl der Rasterzellen der Statistik Austria, welche den Traktpunkten der Österreichischen Waldinventur (ÖWI) entsprechen,
  3. Zuordnung der Rasterzellen mit Projekterhebungsflächen zu einem ÖWI-Traktpunkt, wenn diese direkt im Nahbereich eines derartigen Traktpunktes liegen,
  4. Zuordnung der Rasterzellen mit Projekterhebungsflächen zu einem ÖWI-Traktpunkt, welche nicht direkt im Nahbereich eines solchen liegen, gemäß der landschaftlichen Ähnlichkeit zum nächsten ÖWITraktpunkt,
  5. Bestimmung des Anteiles der „offenen Kulturlandschaft“ und Auswahl der potenziellen MOBI-e-Stichprobe gemäß dem Kriteriumm „offene Kulturlandschaft“ ≥ 33,
  6. Stratifizierung der Grundgesamtheit „offene Kulturlandschaft“ n = 2.954 Rasterzellen der Statistik Austria,
  7. Bestimmung der geforderten Stichprobenzahl je Stratum,
  8. Auswahl der empfohlenen MOBI-e-Stichprobe, n = 600,
  9. Überprüfung der empfohlenen MOBI-e-Stichprobe im Hinblick auf die Charakteristik der Grundgesamtheit (Acker–Grünland, Landbedeckung, Höhenstufen, Naturräume, Bundesländer),
  10. Charakterisierung der empfohlenen MOBI-e-Stichprobe. Das Ergebnis wird dabei als GIS-Datensatz (Projektion Lambert) und als Datenbank übermittelt.

Downloads