25 ÖPUL sichert Landschaftsvielfalt

Anbei finden Sie den Bericht "Agrarumweltmaßnahmen (ÖPUL) sichern Landschaftsvielfalt"

In fünf Testgebieten wurden Veränderungen in der Landschaft (Baumreihen, Hecken, Feldgehölze etc.) durch einen Orthophotovergleich zwischen den Jahren 1994 und 2008 visualisiert und mit Hilfe von ÖPUL-Teilnahmedaten ausgewertet. Die Landschaftsveränderungen wurden qualitativ ermittelt (Wegfall von Strukturen: verschwunden, zu Bauland geworden, zu Wald geworden;  Zuwachs von Strukturen: Einzelbäume, Verbuschung). Zusätzlich wurden LandwirtInnen zu ihrer Einstellung gegenüber dem ÖPUL und zu möglichen Konsequenzen hinsichtlich Veränderungen in der Förderlandschaft befragt.

Auch wenn keine exakte Flächenauswertung erfolgt, wird in der Studie dargestellt, dass die Maßnahme 214 und deren Vorgängerprogramme (ÖPUL 95; ÖPUL 2000) die Veränderungen in der Kulturlandschaft weitgehend hintan hält, wobei allerdings kritisch angemerkt werden muss, dass der zugrunde liegende Vergleich und dessen Ergebnisse nicht spezifisch und ursächlich einer der bisherigen vier ÖPUL-Perioden zugeordnet werden können.

Bei einem Wegfall bzw. einer Kürzung von Agrar-Umweltförderungen geben rund zwei Drittel der Befragten an, dass sie davon sehr hart betroffen wären, wobei dies ganz besonders für kleinere Betriebe (< 15 ha LN) gilt. Hinsichtlich der Handlungsfolgen sehen rund 45% der befragten Betriebsleiter Mittelkürzungen als existenzgefährdend an bzw. würden den Betrieb stilllegen. Beim daraus folgenden Bewirtschaftungswandel muss mit einer Verwaldung und dem Brachfallen von Flächen (v.a. Einstellung der Steilflächenmahd), steigender Extensivierung in den Randlagen, aber auch mit einer Intensivierung in den Gunstlagen gerechnet werden. Knapp 45% sehen durch einen Wegfall der Agrar-Umweltförderungen keine betrieblichen Folgen/Zwänge, was von den Studienverfassern so interpretiert wird, dass es für die Betriebe keine Alternative zur Hofbewirtschaftung gäbe.

Zu den ökologischen Zielsetzungen der Maßnahme 214 befragt, zeigen sich die befragten LandwirtInnen durchaus informiert und fühlen sich zum überwiegenden Teil dem Naturschutz und dem Erhalt der Kulturlandschaft verpflichtet.

Downloads