180 Millionen Euro für Investitionskredite in der Landwirtschaft

Grünlandfläche mit Windrad
Foto: BMLRT / Alexander Haiden

Österreichs land- und forstwirtschaftlichen Betrieben wird im Jahr 2022 im Rahmen der Agrarinvestitionskredite (AIK) ein Kreditvolumen in der Höhe von 180 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Durch diese Kredite wird eine Gesamtinvestitionssumme von rund 300 Millionen Euro in moderne Stallungen, Umwelt- und Klimaschutzmaßnahmen ausgelöst.

Jahr für Jahr investierten Österreichs Bäuerinnen und Bauern einige Milliarden Euro in die Modernisierung beziehungsweise Weiterentwicklung ihrer Höfe. Beispielsweise wird für den Bau eines Stallgebäudes ein AIK in der Höhe von 300.000 Euro gewährt. Bei einer Laufzeit des Kredites von 10 Jahren, einem Zinsenzuschuss von 50 Prozent und dem derzeitigen Zinssatz von 1,5 Prozent wird eine Unterstützung in der Höhe von rund 12.100 Euro geleistet.

Eine stabile Finanzierung erleichtert größere Investitionen, sichert eine nachhaltige Bewirtschaftung und erhöht die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe.

Bei Agrarinvestitionskrediten handelt es sich um mit Zinsenzuschuss geförderte Kredite, die als national finanzierte Zuschläge im Rahmen der ländlichen Entwicklung meist zusätzlich zu Investitionszuschüssen gewährt werden. Wie in den vergangenen Jahren wird mit rund 1.500 Förderungsanträgen gerechnet. Grundsätzlich beträgt der Zinsenzuschuss 36 Prozent. Für Investitionen in die Be- und Verarbeitung sowie Vermarktung am landwirtschaftlichen Betrieb, Biomasseheizanlagen, Almen, Verbesserung der Umweltwirkung, Geräte zur bodennahen Gülleausbringung inklusive Gülleverschlauchung und Gülleseparatoren, Gartenbau, Obst- und Weinbau sowie für alle übrigen Agrarinvestitionskredite in benachteiligten Gebieten beträgt der Zinsenzuschuss 50 Prozent des verrechneten Bruttozinssatzes.

„Gerade die Corona-Pandemie zeigt eindrucksvoll, wie leistungsfähig unsere Landwirtschaft auch unter immensen Herausforderungen sein kann. Um auch zukünftig hochwertig Lebensmittel produzieren zu können, braucht es unsere bäuerlichen Familienbetriebe. Denn nur sie sichern unsere Versorgung mit Lebensmitteln. Daher ist es für mich selbstverständlich, sie dabei zu unterstützen und Agrarinvestitionskredite sind eine wichtige Maßnahme, um notwendige Investitionen möglich zu machen“, betont Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger.