Österreich fordert 25 Prozent der Direktzahlungen für Klima- und Umweltleistung

Mähdrescher am Feld
Foto: BMLRT / Alexander Haiden

Derzeit werden die Weichen für die Rahmenbedingungen der Gemeinsamen Agrarpolitik ab 2023 gestellt. Die Gemeinsame Agrarpolitik macht rund 31 Prozent des gesamten Budgets der EU aus; das sind rund 378,5 Milliarden Euro. Die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) bietet den Rahmen für die Unterstützungsmaßnahmen von rund zehn Millionen Bäuerinnen und Bauern.

Die GAP sorgt dafür, dass 447,7 Millionen Europäerinnen und Europäer leistbare Lebensmittel jederzeit zur Verfügung haben.

Im Mittelpunkt der Verhandlungen stehen die Umweltausrichtungen: Es geht vor allem um die Frage, welcher Anteil der Agrarmittel aus den Direktzahlungen (erste Säule) verpflichtend von den Mitgliedstaaten für Klima- und Umweltleistungen zweckgewidmet werden müssen.

Das EU-Parlament möchte 30 Prozent, der EU-Rat (Mitgliedsstaaten) 20 Prozent und die EU-Kommission möchte keine Verpflichtung.

„Die österreichische Landwirtschaft ist Vorbild beim Klima- und Umweltschutz in ganz Europa. Mein Ziel ist es mehr Klima- und Umweltschutz in der europäischen Agrarpolitik zu verankern“, betont Ministerin Elisabeth Köstinger.

Nun prescht Österreich vor und fordert von den anderen Mitgliedstaaten eine klare Zustimmung für das Anheben der Umweltleistung: 25 Prozent der Agrarmittel in der ersten Säule sollen in der Landwirtschaft für Umweltprogramme zweckgewidmet werden. 72,8 Milliarden Euro sollen Klima- und Umweltmaßnahmen in der Landwirtschaft – alleine in der ersten Säule zugute kommen.