Erdgasspeicher - Sicherheitsfaktor und Weg in eine nachhaltige Zukunft

Österreichische Erdgasspeicher
Foto: APA / Philipp Greindl

Obwohl Österreich zwar über eine inländische Erdgasproduktion - die im Jahr 2020 etwa neun Prozent des Erdgasverbrauchs decken konnte - verfügt, ist die österreichische Energieversorgung nichtsdestotrotz zu einem erheblichen Teil von importiertem Erdgas abhängig. Durch die Verwendung von heimischen Erdgasspeichern kann die Energieversorgung jedoch auch in Krisenzeiten aufrecht gehalten werden.

Durch das Ausspeichern von Gas aus diesen unterirdischen Erdgasspeichern werden die am Markt zur Verfügung stehenden Gasmengen kurzfristig erhöht. Somit ist es möglich einer Gasknappheit vorzubeugen und die Versorgung von kritischer Infrastruktur zum Beispiel auch bei einem Lieferstopp aufrecht zu erhalten. Weiters stellen die Erdgasspeicher durch das Speicherbarmachen von volatilen erneuerbaren Energien eine Schlüsseltechnologie zur Dekarbonisierung dar.

Diese genannten unterirdischen Erdgasspeicher werden in ausgeförderten Erdgaslagerstätten eingerichtet. Hierbei wird das zu speichernde Gas in poröse Gesteinsschichten in großer Tiefe eingebracht. Ehemalige Erdgaslagerstätten sind seit Millionen von Jahren dicht gegenüber Erdgas und eignen sich somit ideal zur Lagerung von Gasen. Diese Technologie ist bereits seit Jahrzehnten erprobt und sehr sicher. In Österreich stehen diese Speicherstrukturen im Eigentum des Bundes und werden vom BMLRT verwaltet.

„Unsere Gasspeicher sind ein Sicherheitsfaktor in Krisenzeiten und zeigen auch die Möglichkeit in eine nachhaltige Energiezukunft auf. Als Bergbauministerin ist es mein Ziel, gemeinsam mit den Unternehmen zu erarbeiten, wie wir die heimische Erdgasproduktion weiterentwickeln können.“

Bergbauministerin Elisabeth Köstinger

Die RAG Austria AG ist das größte Energiespeicherunternehmen Österreichs und gehört zu den führenden technischen Speicherbetreibern Europas. Bergbauministerin Elisabeth Köstinger hat sich in der Gemeinde Pilsbach persönlich ein Bild vom innovativen Projekt „Underground Sun Conversion - Flexible Storage“ gemacht.

Beim diesem Projekt wird mit erneuerbaren Energien hergestellter Wasserstoff und Kohlenstoffdioxid (CO2) in einen Erdgasspeicher eingebracht, wo natürliche in der Lagerstätte vorhandene Mikroben diese Stoffe in Methan umwandeln. Methan ist der vielseitig einsetzbare Hauptbestandteil von Erdgas und die Verwendung des mit dieser Technologie hergestellten Methans ist somit CO2 neutral.

Österreichische Erdgasspeicher
Foto: APA / Philipp Greindl