Agriculture and the Threat of Water Scarce in Alpine Regions

Agriculture and the Threat of Water Scarce in Alpine Regions
Foto: AWI

The report of the Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC 2007), which provides the framework of the project “Alp-Water-Scarce“, emphasises the important role of research, development policy, institutional reforms and reforms of property ownership structures in connection with climate change and its impacts. It also recommends more powerful efforts in the field of further development of institutional capacities as well as stronger financial incentives, for example in insurance systems.


All recommendations elaborated within the Alp-Water-Scarce project emphasise the need to preserve the water resources of the Alps for future generations, to meet the growing demand for water and to find suitable ways of coping with the climate-induced pressure on natural resources. The willingness of institutions to cooperate on regional, national and transalpine level as well as the common understanding of the terms “water scarce” and “drought” are preconditions for the implementation of long-term measures to tackle the threat of water scarce.

Der Bericht des Zwischenstaatlichen Ausschusses für Klimaänderungen (IPCC 2007), der den Rahmen zum Alp-Water-Scarce Projekt bildet, betont im Umgang mit dem Klimawandel und dessen Folgen die wichtige Rolle der Forschung, der Entwicklungspolitik, institutioneller Reformen und von Reformen der Grundbesitzstrukturen. Des Weiteren empfi ehlt er verstärkte Bemühungen im Bereich der Weiterbildung institutioneller Kapazitäten sowie verstärkte fi nanzielle Anreize, unter anderem auch bei Versicherungssystemen.

Wie schwierig es ist, in Zeiten der Wirtschaftskrise Nachhaltigkeits- und Naturschutzthemen in den Mittelpunkt zu stellen, wird in den Empfehlungen des österreichischen Lebensministeriums zum Unternehmen Landwirtschaft 2020 (BMLFUW 2010c) offensichtlich, in welchen ökonomische Themen wie Marktregulierung, Einkommen und Wettbewerbsfähigkeit dominieren. Dazu wurde jedoch auch eine österreichische Strategie zur Anpassung an den Klimawandel veröffentlicht (Lebensministerium 2011a, 2011b), die Empfehlungen für verschiedenste Sektoren,
darunter auch die Landwirtschaft, ausspricht. Betrachtet man die Auswirkungen des Klimawandels auf eine eventuell drohende Wasserknappheit, muss man die unterschiedlichen grenzübergreifenden Wirkungen nicht nur auf lokaler oder regionaler Stufe, sondern auch auf globaler Ebene berücksichtigen. Demografische Entwicklungen, der Klimawandel und die Globalisierung in der Nutzung von Nahrungsmittel und Energieressourcen erzeugen Ziel- und Nutzungskonfl ikte. In Folge dessen steigt auch der Druck auf die natürlichen Ressourcen solcher Regionen, welche nicht direkt von diesen Konflikten betroffen sind (Balas 2010). Aufgrund der regional unterschiedlichen Auswirkungen des Klimawandels sind präventive Maßnahmen gegen Wasserknappheit nicht universell einsetzbar.


Generelle Maßnahmen betreffen die Struktur und die Stabilität des Bodens und seines Wasserrückhaltevermögens. Des Weiteren ist in jedem Fall eine stabile und angepasste Landbedeckung und Landnutzung notwendig, um Erosion und Bodendegradation zu vermeiden und das Potential für die landwirtschaftliche Produktion zu erhalten. Die Kommission für Nachhaltige Landwirtschaft und Klimawandel (2011) hat auf die besondere Wichtigkeit hingewiesen, die Landwirtschaft an den steigenden Nahrungsmittelbedarf unter schwierigen Klimawandelbedingungen anzupassen.

Alle durch das Alp-Water-Scarce Projekt ausgearbeiteten Empfehlungen betonen, dass die Wasserressourcen der Alpen für zukünftige Generationen erhalten bleiben müssen, dass der wachsende Wasserbedarf gedeckt werden muss und dass der richtige Umgang mit einem durch den Klimawandel bedingten erhöhten Druck auf die natürlichen Ressourcen gefunden werden muss. Der institutionelle Wille für regionale, nationale und transalpine Kooperation und das gemeinsame Verständnis der Begriffe „Wasserknappheit“ und „Trockenheit“ sind Voraussetzungen, um langfristige Maßnahmen gegen eine drohende Wasserknappheit zu implementieren.

Herausgeber:
AWI - Bundesanstalt für Agrarwirtschaft
Autor:
Klaus Wagner, Julia Neuwirth, Hubert Janetschek
Ausgabejahr:
2012
Ausgabeort:
Vienna
Format:
Download
Kategorie:
Wassergüte Grundwasser
Seitenanzahl:
100 pp.