Zivildienst & Ehrenamt Köstinger zieht Zivildienst-Bilanz 2020: "Dienst an der Gesellschaft ist unverzichtbar"

Infografik zeigt die Einsatzgebiete der Zivildiener 2020: Rettungswesen 40,7 %, Behinderten- und Sozialhilfe 28 %. Altenbetreuung 10,8 %, Krankenanstalten 7 %, Flüchtlingsbetreuung, 2,5 %, Kinderbetreuung 3,7 %, Katastrophenhilfe und Zivilschutz 2,7 %, Öffentliche Sicherheit und Schulwegsicherung 1,2 %, Landwirtschaftliche Betriebshilfe 1,2 %, Weitere 2,2 %
Foto: BMLRT

14.093 ordentliche Zivildiener im Jahr 2020 – Rekordbedarf der Einrichtungen konnte erfolgreich zu 85 Prozent gedeckt werden

Die Coronakrise hat einmal mehr verdeutlicht, wie wichtig der Einsatz von Österreichs Zivildienern für unsere Gesellschaft ist. Nun liegen die Zahlen für den ordentlichen Zivildienst des Jahres 2020 vor. Die bestätigen, dass dieser Dienst für unsere Gesellschaft nach wie vor sehr beliebt und erfolgreich ist. Bundesministerin Elisabeth Köstinger zieht positive Bilanz: "2020 haben 14.093 junge Männer ihren Dienst an der Gesellschaft als Zivildiener geleistet. Die Einrichtungen haben im Corona-Krisenjahr den höchsten Bedarf in der Geschichte des Zivildienstes gemeldet. In dieser schwierigen Situation ist es gelungen, den Rekordbedarf zu rund 85 Prozent zu erfüllen. Das ist ein gutes Ergebnis."

"Ohne unsere Zivildiener wird es in vielen Bereichen unserer Gesellschaft eng", sagt Köstinger. "Diese jungen Männer sind unverzichtbar für die Einrichtungen, in denen sie ihren Dienst an der Gesellschaft leisten. Wir wissen das alle sehr zu schätzen." Die ordentlichen Zivildiener waren 2020 in rund 1.600 Trägerorganisationen mit rund 3.000 untergeordneten Einsatzstellen Österreichweit im Einsatz: 40 Prozent im Rettungswesen (5.729 Personen), 28 Prozent in der Sozial- und Behindertenhilfe (3.939), 10 Prozent in der Altenbetreuung (981 Personen). Krankenhäuser, Katastrophenschutz, Kindergärten, landwirtschaftliche Betriebshilfe oder Flüchtlingseinrichtungen gehören zu den weiteren Einsatzbereichen.

Der Bedarf der Einrichtungen an Zivildienern ist in den letzten Jahren laufend gestiegen – zuletzt auf 16.500. Damit haben die Trägerorganisationen 2020 den höchsten Zivildiener-Bedarf in der Geschichte des Zivildienstes gemeldet. Trotz geburtenschwacher Jahrgänge, der großen Zahl an Untauglichen, der alternativen Freiwilligendienste und dem vorübergehenden Aussetzen der Stellungen infolge des ersten Corona-Lockdowns ist es der Zivildienstserviceagentur gelungen, den Rekordbedarf zu über 85 Prozent zu decken. Mit 3.327 Zuweisungen lag Wien an der Spitze der Zuweisungsstatistik. Gefolgt von Oberösterreich mit 2.639 Zivildienern, Niederösterreich mit 2.338, Steiermark mit 1.754. Zusätzliche 4.500 Zivildiener leisteten während der Corona-Ausnahmesituation von Anfang April bis Ende Juli 2020 einen außerordentlichen Zivildienst.

"Die Bilanz vom Jahr 2020 zeigt, dass das Interesse am Zivildienst sehr groß ist. Jeder einzelne Zivildiener leistet mit seiner Arbeit einen wertvollen Beitrag für unsere Gesellschaft. Die Coronakrise hat zudem gezeigt, dass unsere Zivildiener auch eine wichtige strategische Reserve für unser Gesundheitssystem sind. Österreich kann sich auf seine Zivildiener verlassen", betont Köstinger.

Die Verteilung der Zivildiener nach Bundesländern (Prozentzahlen gerundet):

  • Wien: 3.327
  • Oberösterreich: 2.639
  • Niederösterreich: 2.338
  • Steiermark: 1.754
  • Tirol: 1.220
  • Vorarlberg: 930
  • Salzburg: 908
  • Kärnten: 577
  • Burgenland: 400