Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus bei Telearbeit gut aufgestellt

Gebäudefoto des Regierungsgebäudes am Stubenring 1
Foto: BMLRT / William Tadros

Flexibles und modernes Arbeiten wird im BMLRT groß geschrieben. Laut Evaluierungsbericht 2017, verlautbart August 2018, arbeiten im BMLRT 148 Telearbeiterinnen und Telearbeiter (104 Frauen und 44 Männer).

Im BMLRT gibt es nur die alternierende Telearbeit. Bei der reinen Telearbeit besteht nämlich die Gefahr, dass isolierte Telearbeiterinnen und Telearbeiter kein Identitätsgefühl mit dem Ressort entwickeln. Bei der alternierenden Telearbeit suchen die Beschäftigten regelmäßig das Ressort auf und sind stärker in die Abteilung bzw. das Team eingebunden.

Im BMLRT werden nur jene Personen als Telearbeiterin bzw. Telearbeiter definiert, die zwischen 40 und 60 Prozent ihres wöchentlichen regulären Beschäftigungsausmaßes außerhalb des Ministeriums arbeiten.

Der Startschuss für die Telearbeit gemäß Paragraph 36a BDG bzw. 5c VBG fiel im BMLRT im Jahr 2000. Fünf Telearbeiterinnen und Telearbeiter nahmen damals an diesem Pilotprojekt teil. In den vergangenen Jahren ging der Trend deutlich nach oben. Immer mehr Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter griffen auf diese neue Art zu arbeiten zurück.

Mit 148 Telearbeitsplätzen (dies entspricht 15,74 % der Belegschaft in der Zentralstelle des BMLRT) gemäß Paragraph 36a BDG bzw. 5c VBG ist das BMLRT ein federführendes Ressort unter den österreichischen Ministerien.

Woher kommen unsere Telearbeiterinnen und Telearbeiter?

Ein Blick auf die Bundesländerverteilung zeigt folgendes Bild:

  • Mit 93 Telearbeiterinnen und Telearbeitern rangiert Niederösterreich auf Platz eins,
  • auf Platz zwei kommt Wien mit 25 Personen,
  • 18 kommen aus dem Burgenland,
  • 8 aus Oberösterreich,
  • 2 aus Kärnten und
  • 2 aus der Steiermark.

Vergabe nach folgenden Kriterien

Die Vergabe der Telearbeitsplätze gemäß Paragraph 36a BDG bzw. 5c VBG erfolgt seit der Wiederverlautbarung der Richtlinie für Telearbeit im April 2015 nach folgenden neu definierten Kriterien

  • Betreuung von mindestens einem Kind bis zu seinem 15. Lebensjahr
  • Betreuung von pflegebedürftigen Angehörigen z.B. aufgrund einer Behinderung oder ab Pflegestufe 2
  • Eigene gesundheitliche Situation oder Vorliegen einer mindestens 50%igen Behinderung
  • Bewirtschaftung eines land- oder forstwirtschaftlichen Betriebes
  • Dienstliches Erfordernis bzw. Interesse
  • Reisezeit zwischen Wohnort und Büro von mind. 90 Minuten in einer Richtung (Berechnungsgrundlage: Pendlerrechner)
  • Individuell besonders begründbare Fälle

Alle Telearbeiterinnen und Telearbeiter müssen sich jährlich verpflichtend einer Evaluierung unterziehen, bei der auch das Vorliegen der Gründe für die Vergabe eines Telearbeitsplatzes überprüft wird.

Die im BMLRT eingerichtete Telearbeitsgruppe arbeitet regelmäßig an Richtlinien und Konzepten, die der Gewährleistung bzw. Verbesserung der Telearbeit im Ministerium dienen. Die jährliche Evaluierung zeigt, dass Telearbeit im BMLRT von fast allen Führungskräften positiv beurteilt wird.

Ein Beitrag zu mehr Arbeits-, Lebensqualität und Klimaschutz

Es zeigt sich im Arbeitsalltag des BMLRT, dass Telearbeit gemäß Paragraph 36a BDG bzw. 5c VBG eine Reihe von Vorteilen bringt.

  • Telearbeit steigert die Attraktivität des BMLRT als Arbeitgeber und auch die Produktivität der telearbeitenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Gründe hierfür sind unter anderem bessere Konzentration, weniger Ablenkung, keine langen Fahrtzeiten ins Büro und dadurch Zeitgewinn für das Erledigen von Arbeiten.
     
  • Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden durch die Möglichkeit der Telearbeit in ihrer Arbeitsleistung motiviert und können qualitätsvolle ortsunabhängige Arbeit liefern.
     
  • Telearbeit führt zur Verbesserung der Zusammenarbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Büro bzw. zur besseren Koordinierung der Sitzungen. Langen Sitzungen sowie unstrukturiertem Verhandeln wird ein Riegel vorgeschoben. Das bewirkt eine höhere Effizienz von Sitzungsergebnissen.
     
  • Telearbeit ermöglicht es Wiedereinsteigerinnen, nach der Karenz mehr als nur Teilzeit zu arbeiten ( Das Beschäftigungsausmaß muss zumindest 20 Wochenstunden betragen).
     
  • Telearbeit ermöglicht Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mehr Eigenverantwortung zu übernehmen.
     
  • Vereinbarkeit von Familie und Beruf: Telearbeit ermöglicht vor allem Frauen (aber auch Männern) mit Betreuungspflichten, wieder in Vollzeit zu arbeiten, da lange Weg- und Fahrzeiten wegfallen.
     
  • Telearbeit bringt mehr Lebensqualität durch eine Steigerung bzw. Optimierung der Work-Life-Balance.

Das Arbeiten zu Hause bringt zahlreiche Vorteile: Telearbeit ermöglicht den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen flexible Zeitgestaltung, sie gewinnen kostbare Zeit und vor allem Lebensqualität UND es werden weniger „Bürofahrten“ gemacht. Das spart Energie und damit CO2.

Mehr Lebensqualität und Klimaschutz

Das Arbeiten zu Hause bringt zahlreiche Vorteile: Telearbeit ermöglicht den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen flexible Zeitgestaltung, sie gewinnen kostbare Zeit und vor allem Lebensqualität.

Es werden weniger „Bürofahrten“ gemacht. Das spart Energie und damit CO2.

Eine Befragung der Telearbeiterinnen und Telearbeiter gemäß Paragraph 36a BDG bzw. 5c VBG, die 2011 im BMLRT durchgeführt wurde, brachte folgende Ergebnisse (Berechnungsbasis 46 Wochen):

  • Durch das Arbeiten von daheim fällt der Weg zum Arbeitsplatz fast oder zur Gänze weg. Die Telearbeiterinnen und Telearbeiter des BMLRT legen gemeinsam wöchentlich rund 26.500 Kilometer weniger (Pkw + öffentliche Verkehrsmittel) zurück (hin und retour). Es werden Kosten (v. a. Sprit-) und Zeit eingespart.
     
  • Durch weniger Kfz-Pendlerverkehr sparen sie jährlich rund 42 Tonnen klimaschädliches CO2 ein. Das ist so viel, wie 21 Pkw pro Jahr durchschnittlich verbrauchen. Telearbeit leistet damit einen wichtigen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz.
     
  • Die Telearbeiterinnen und Telearbeiter verbrauchen weniger Zeit im Auto bzw. in den öffentlichen Verkehrsmitteln. Zusammengerechnet gewinnen sie wertvolle 515 Stunden pro Woche Zeit, die sie für sich und ihre Familie nützen können.