3. Termin der Försterstaatsprüfung 2021

Die Forstliche Ausbildungsstätte Ossiach.
Foto: BMLRT/FAST Ossiach

Die schriftliche Projektarbeit stand im Zeichen des Projektes „Wald und Forstwirtschaft mit Zukunft“.

Der 3. Termin der diesjährigen Staatsprüfung für den Försterdienst fand vom 31. August bis
3. September 2021 an der Forstlichen Ausbildungsstätte Ossiach statt.

2 Kandidatinnen und 12 Kandidaten sind zur Prüfung angetreten.

Die Prüfungskommission bestand aus:
Vorsitzender, MR. Dipl.-Ing. Ing. Martin NÖBAUER (BMLRT - Sektion für Forstwirtschaft und Nachhaltigkeit),
Dipl.-Ing. Richard HÖLLERER (Wirtschaftsführer - Betrieb Steiermark der Österreichischen Bundesforste-AG.),
OFö. Ing. Norbert WEBER (Wirtschaftsführer - Forstbetrieb Franz Mayr-Melnhof-Saurau in Leoben) und
BH Mag. Günter STÖGER (Bezirkshauptmann von Krems an der Donau).

Projektthema
Die Prüfungsaufgabe bestand darin, als Leiter/in eines 3.420 Hektar großen Forstbetriebes dem Eigentümer zu berichten

  • wie die Schadholzaufarbeitung, die Bestandesbegründung und die Bestandespflege auf den 150 ha großen Schadflächen in den vergangenen 5 Jahren erfolgten,
  • welcher Deckungsbeitrag 5 (= Erfolg Forst) im aktuellen Wirtschaftsjahr zu erwarten ist und
  • welches Potential für zusätzliche Erträge der Betrieb noch bietet?

Die Prüfung erfordert unterschiedlichste Qualifikationen

Die schriftliche Projektarbeit wurde an den beiden ersten Prüfungstagen durchgeführt.
Dazu standen insgesamt 13 Stunden zur Verfügung.

Am dritten und vierten Prüfungstag fanden die mündlichen Prüfungen statt.

In den ersten 10 Minuten der mündlichen Prüfungen präsentierten die Prüfungskandidaten/innen Ihren Bericht über die Arbeiten auf den Schadflächen, den Ausblick auf das aktuelle Wirtschaftsjahr und die Potentiale für zusätzliche Erträge.

Daran anschließend stellte die Prüfungskommission explizite Fragen zu den in den Konzepten angesprochenen Fachinhalten und prüfte darüber hinaus auszugsweise Inhalte der in der Staatsprüfungsverordnung festgeschriebenen 5 Geschäftsbereiche.

Ergebnis: weiße Fahne!
Fö. Alexander AICHHORN (Forstbetrieb Unterinntal der Österreichischen Bundesforste-AG.),
Fö. Paul HOFFMANN (Fürstenberg’sche Forstdirektion Weitra),
Fö. Thomas PRASCHL-BICHLER (Forstverwaltung Neuhof-Schmida) und
Fö. Felix SALVETER (Bezirksforstinspektion Vöcklabruck),
erreichten ein "mit Auszeichnung befähigt".

Zwei Försterinnen und acht Förster wurden mit „befähigt“ beurteilt.

Resümee

Als Resümee der Prüfungsleistungen wird zusammengefasst:

  • Die besichtigten Bestände wurden gut beschrieben.
  • Aus den zur Verfügung stehenden Informationen und den erhobenen Daten konnte überwiegend ein grober Überblick über den Forstbetrieb erarbeitet werden.
  • Der Detailgrad der Projektarbeiten war verschieden.
  • Die Berichte über die Schadholzaufarbeitung, die Bestandesbegründung und die Bestandespflege der vergangenen 5 Jahre waren überwiegend nachvollziehbar.
  • Wenige hatten bei der Berechnung des „Erfolges Forst“ (Deckungsbeitrag 5) im aktuellen Wirtschaftsjahr die Ergebnisse auf Plausibilität geprüft.
  • Die unterschiedlichsten Potentiale für zusätzliche Erträge wurden aufgezeigt.
  • Auf die rechtlichen Aspekte wurde meist eingegangen.
  • Die strukturierten Präsentationen wurden gut vorgetragen.

Weiterführende Informationen

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